Achtung Baustelle: Die Hinweispflicht privater Bauherren und Bauunternehmer

Wo gebaut wird, kommt es gelegentlich zu Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen der Begehung von Fußwegen. Auch Baulärm und Staub sind nicht vermeidbar, wodurch es nicht selten zum Ärgernis mit Anwohnern oder den direkten Nachbarn des neuen Eigenheims kommt. Das Bauvorhaben setzt ein gewisses Maß an Toleranz der Menschen im näheren Umfeld voraus, was auch gewährt wird, wenn rechtzeitig auf eine Beeinträchtigung und deren Zeitraum aufmerksam gemacht wird.



Bauschilder sind mehr als ein Hinweis auf eine Baustelle

Private Bauherren benötigen Schilder ausschließlich, um auf die Gefahr einer Baustelle und die damit verbundenen Einschränkungen für Passanten und Anwohner hinzuweisen. Anders verhält es sich bei Baufirmen, die Mehrfamilienhäuser oder Gewerbekomplexe errichten. Hier kann ein Bauschild, zu einem Marketinginstrument werden und Interessenten auf zukünftigen Wohnraum oder neue Büros in ihrer näheren Umgebung aufmerksam machen. Fakt ist: Niemand baut „heimlich“ und ohne eine gelegentlich ansteigende Geräuschkulisse. Wenn sich der Hinweis zur Bauzeit, dem Bauumfang und den möglichen Einschränkungen mit einer Marketing Strategie des Eigentümers verbinden lässt, bewirkt ein Schild doppelte Effekte und wirkt sich positiv auf das Image des Bauunternehmers aus.

Ein weiterer Punkt für den Kauf und die Anbringung von Bauschildern begründet sich in den Auflagen des Gesetzgebers. Wer baut ist dazu verpflichtet, Warnhinweise gut sichtbar und effektiv zu platzieren und damit das Risiko der Haftung für Unfälle auf der Baustelle zu umgehen. Wer beispielsweise nicht auf die Gefahr herabstürzender Dachziegel oder offenliegender Kabel hinweist, begünstigt einen Unfall mit Todesfolge und ist in vollem Umfang haftbar. Da eine Baustelle entsprechend umzäunt und vor Fremdbegehung gesichert werden muss, findet sich am Bauzaun auch direkt ein Platz für die Anbringung der entsprechenden Beschilderung mit Warnhinweisen.



Warum sich Bauherren absichern sollten

Sicherheit auf der Baustelle
Sicherheit auf der Baustelle – Warn- und Hinweisschilder anbringen

Die Handwerker auf der Baustelle sind über eine im Vorfeld abgeschlossene Versicherung vor Folgeschäden eines Unfalls geschützt. Doch was ist mit den Passanten, die ohne eigenes Verschulden verunfallen und den Bauherren verklagen können? Mit einer entsprechenden Beschilderung und Abgrenzung der Baustelle verlagert sich die Haftung und ein verunfallter Passant trägt Eigenschuld, wenn er die Baustelle unbefugt betreten und dadurch zu Schaden gekommen ist. Ohne entsprechende Schilder obliegt die Haftung dem Bauherren oder der Firma, die im Kundenauftrag baut. Bei Unfällen im Kontext zu Baustellen geht es nicht um kleine marginal verschwindende Summen, sondern um hohe Kosten, die direkt in die Insolvenz führen und die Existenz des Verantwortlichen bedrohen. Ein weiterer Punkt ist die Zuwiderhandlung gegen die gültige Gesetzgebung, die mit hohen Bußgeldern geahndet wird und ein Bauvorhaben zum Erliegen bringen kann. Stellt man die Kosten für ausreichend große und aussagekräftige Schilder für die Baustelle den Folgekosten von Unfällen gegenüber, wird man ohne Umschweife zum Ergebnis kommen, dass die Kennzeichnung nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch günstig realisierbar ist.

Wer ein Risiko begünstigt, trägt die Haftung. Baustellen bergen reichlich Gefahren und Risiken für Menschen in der unmittelbaren Umgebung und sind daher so zu sichern, dass eine Fremdbegehung ausgeschlossen ist. Zusätzlich müssen Passanten und Anwohner gewarnt und auf die Gefahren hingewiesen werden.