Baumängel beim Immobilienkauf vermindern

Der Immobilienkauf ist in den meisten Fällen die Transaktion, die aus finanzieller Sicht mit den meisten Risiken behaftet ist. Wer hier bei der Besichtigung nicht den richtigen Maßstab ansetzt, fährt vor allem bei Altbauten regelmäßig Gefahr, teure Renovierungen in Kauf zu nehmen.
Insbesondere als Laie ist es jedoch schwer, alle Eventualitäten zu bedenken und Maßnahmen zu ergreifen, die etwaige Risiken minimieren könnten.

Wir wollen Ihnen deshalb aufzeigen, wie Sie wichtige Bereiche einer Immobilie so begutachten, sodass Sie ein realistisches Bild erhalten.

 

Mängel frühzeitig erkennen

Deutschland erlebt derzeit einen Boom, immer neue Wohnungsbauprojekte werden geplant und realisiert, Luxussanierungen verändern ganze Stadtteile massiv. Der hektische Makler, welcher Ihnen und vielen anderen Interessenten die Wohnung oder das Haus zeigt, widmet sich Ihren Anliegen in dieser Situation nur bedingt – die schiere Nachfrage nämlich, macht es aus seiner Sicht unproblematisch, denn verkauft wird die Immobilie im Regelfall immer. Als Interessent sollten Sie daher zunächst alle wichtigen Informationen zur Immobilie im Voraus anfragen, auch etwa über mögliche Bergbauschäden in der Ortschaft informiert sein, um Problemfelder auszumachen.

  • Werfen Sie einen genauen Blick auf die Heizungsanlage, insbesondere die hiervon ablaufenden Leitungen.
    Viele Altbauten sind nur unzureichend gedämmt, Heizungsrohre veraltet – Räume wirken trotz intakt scheinender Heizung unterkühlt, die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Hier kann sich über Jahre unentdeckt Schimmel entwickelt haben, was sich nicht zwangsläufig über Gerüche bemerkbar machen muss. Fordern Sie Belege für Installationen und Sanierungen, notieren Sie jede offenkundige Schwachstelle und fragen gezielt nach.

 

  • Im weiteren Verlauf ist das Augenmerk auf die Dachflächen zu legen. Mängel in der Fassade, die einfach überstrichen wurden, können hohe Kosten nach sich ziehen. Experten raten deshalb dazu, insbesondere im Altbau oder beispielsweise bei Fachwerkhäusern, eine sogenannte Bauteilöffnung durchzuführen. Hier können Sie nicht sichtbare Mängel erkennen, die der von Ihnen beauftrage Bausachverständige auf Anhieb dokumentiert. Auch bei Hochhäusern, deren Fassade nur schwerlich zu begutachten ist, sollte beim Kauf eines Mehrfamilienhauses fachkundiger Rat eingeholt werden – für solche Fälle kann man die Dienstleitung für Schadensbegutachtung von Pigo-Extremtechnik in Anspruch nehmen.

 

Neuralgische Punkte

Achten Sie bei Ihrer Begehung, die möglichst bei Tageslicht vorgenommen werden sollte, insbesondere auch auf Fenster und Türen. Feuchte Stellen, stark sichtbare Wasserflecken oder ein komischer Geruch, häufig ein Zeichen für Schimmel, sind alarmierende Zeichen. Rechtlich ist es so, dass keine Verpflichtung zur Offenbarung bei Mängeln besteht. Hier sollten Sie also gezielt mehrere Punkte abfragen, unbedingt in Schriftform, um diesen Vorgang genügend zu dokumentieren. Fragen Sie nach früheren Wasserschäden, ob die Heizungsanlage den zeitgemäßen Vorschriften entspricht, denn darauf gibt es eine Gewährleistung. Stellt sich eine Frage als falsch beantwortet heraus, ist der Verkäufer in der gesetzlichen Pflicht, die Sanierungen zu tragen.