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Immobilienmarkt News

Das sind die neusten Tops und Flops am Immobilienmarkt in Deutschland

Wohnungsmarkt24 23. Juni 2018
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Auch im vergangenen Jahr sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland wieder rapide nach oben geklettert: Der Anstieg lag 2017 im Durchschnitt bei 5,5 Prozent, wie der Postbank Wohnatlas 2018 zeigt. Die Studie macht außerdem deutlich, dass sich die beliebten Regionen sehr verschoben haben und dass einige Landkreise mit massiv fallenden Preisen kämpfen. Welche Städte sind aktuell die Tops und Flops des Immobilienmarktes in Deutschland?

Im Durchschnitt wurde Wohneigentum 2017 teurer

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Nachfrage auf dem deutschen Wohnungsmarkt immer noch größer ist als das Angebot. In 242 von 401 deutschen Städten und Kreisen ist Wohnraum im Vergleich zum letzten Jahr teurer geworden. Der Anstieg lag im bundesweiten Mittel bei 5,5 Prozent. Am schnellsten zogen die Preise in den Großstädten an, wie aus dem Postbank Wohnatlas 2018 hervorgeht.



München ist und bleibt Spitzenreiter

Nach wie vor sind Immobilien in München am teuersten. Im Durchschnitt mussten Immobilienkäufer in der bayerischen Landeshauptstadt im letzten Jahr 6.789 Euro pro Quadratmeter zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 8,6 Prozent mehr. Auf dem zweiten Platz der teuersten Städte in Deutschland steht Frankfurt am Main. Hier lag der Quadratmeterpreis 2017 immerhin bei 4.501 Euro. Die Bankenmetropole hat somit einen Anstieg von drastischen 11,2 Prozent zu verzeichnen, womit sie Hamburg überholte. In der Hansestadt, die nun auf dem dritten Platz landet, lag der Kaufpreis im letzten Jahr im Schnitt bei 4.212 Euro. Unter den Big Seven war der Preisanstieg im vergangenen Jahr in Berlin am höchsten: Dort lag er bei 11,4 Prozent, sodass ein Quadratmeter Wohnraum für durchschnittlich 3.676 Euro verkauft wurde. Mit diesem Preisanstieg landet die deutsche Hauptstadt nun auf dem fünften Platz.

Neuer Trend erkennbar: Speckgürtel werden teurer

Preise für Häuser und Eigentumswohnungen um sage und schreibe 25 Prozent nach oben geklettert

Neu ist, dass das hohe Kaufpreisniveau in den Metropolen zunehmend auch ins Umland abstrahlt. Betrachtet man die Regionen außerhalb der Big Seven, so befinden sich die teuersten von ihnen zum Großteil im Münchner Speckgürtel. Lediglich der Spitzenreiter Nordfriesland stellt hier eine Ausnahme dar. Im Schnitt zahlte man dort 5.647 Euro pro Quadratmeter. Daran sind aber vor allem die exklusiven Ferienwohnungen schuld, die hier verkauft werden – gerade auf Sylt.




Den stärksten Preisanstieg verzeichnete im letzten Jahr der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern, der südlich von Nürnberg liegt. Dort kletterten die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen um sage und schreibe 25 Prozent nach oben. Damit ist Weißenburg-Gunzenhausen ein perfektes Beispiel. Viele Trend-Regionen befinden sich demnach außerhalb der klassischen Speckgürtel, die sich um die Metropolen verteilen. Der Grund: Trotz Preissprung waren die Preise etwa in Weißenburg-Gunzenhausen in 2017 mit 1.931 Euro pro Quadratmeter noch deutlich günstiger als zum Beispiel im benachbarten Eichstätt. Dort zahlte man 3.262 Euro. Auch in der hochpreisigen, nördlich gelegenen Metropolregion Nürnberg liegen die Immobilienpreise weitaus höher.

Laut der Postbank ist es zudem Landkreisen wie Sömmerda und Fulda gelungen, ihre Attraktivität zu erhöhen und daher auch die Immobilienwerte zu steigern. Das liegt bei Sömmerda beispielsweise daran, dass die Stadt im Einzugsgebiet der Landeshauptstadt Erfurt liegt, die ständig an Einwohnern wächst.

Im Kreis Potsdam-Mittelmark liegen die Preise bei 2.286 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von fast 20 Prozent. Vergleichsweise günstig ist noch die Uckermark, die sich allerdings auch in etwas größerer Entfernung zur Hauptstadt befindet. Häuser und Wohnungen kosteten hier 2017 im Durchschnitt 1.113 Euro pro Quadratmeter, wobei die Attraktivität stetig wächst. Schon jetzt lag der Preisanstieg bei rund 17 Prozent zum Vorjahr.

Den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf im Auge behalten

Die Postbank empfiehlt nicht nur Immobilienkäufern, die Preise im Auge zu behalten, sondern auch jenen Menschen, die eine Wohnung oder ein Haus verkaufen möchten. Ein zügiger Verkauf könne in Regionen, in denen die Preise fallen, vor finanziellen Einbußen schützen. Denn auch fallende Preise gab es im letzten Jahr. So brachen zum Beispiel die Preise in folgenden Kreisen im Vergleich zum Vorjahr am stärksten ein:

Hier lohnt sich daher ein schneller Verkauf.



Zusammenfassung

Im Schnitt sind die Immobilienpreise in Deutschland im letzten Jahr weiter nach oben geklettert. Es zeichneten sich aber auch neue Trends ab und es gab einige Regionen mit fallenden Preisen.

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch S-F
Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Mariia Golovianko