Die Abmahnung im Mietrecht

Genau wie am Arbeitsplatz vom Boss kann man auch von seinem Vermieter eine Abmahnung bekommen. Wer zwei Abmahnungen kassiert hat, muss mit der fristlosen Kündigung rechnen. Wurde auf die Abmahnungen durch den Mieter nicht reagiert und das zugrunde liegende Verhalten abgestellt, kann sich der Vermieter bei der fristlosen Kündigung auf die fehlende Zumutbarkeit der Fortsetzung des Mietverhältnisses berufen. Außerdem kann sich nach zwei Abmahnungen auch eine Schadenersatzpflicht gegenüber dem Vermieter ergeben.

Ein Grund für eine Abmahnung im Mietrecht kann die fehlende Einhaltung der Ruhezeiten sein. In den Regelungen zum Mietvertrag berufen sich die meisten Eigentümer auf die Ruhezeiten, die auch in den Stadtordnungen verankert sind. Hier sollte man sich genau informieren, da es kleinere Unterschiede vor allem bezüglich der Regelungen zu den Samstagen geben kann. Im Allgemeinen erstreckt sich die nächtliche Ruhezeit von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr und die Mittagsruhe von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Sonntags haben Bohrarbeiten etc. grundsätzlich zu unterbleiben.

Auch eine nicht vertragsgemäße Nutzung kann im Mietrecht zu einer Abmahnung führen. Ein möglicher Fall wäre hier, wenn eine Wohnung nicht nur zu Wohnzwecken, sondern ohne Zustimmung des Vermieters gewerblich genutzt wird. Eine nicht genehmigte Untervermietung ist ein weiterer berechtigter Grund für eine Abmahnung.

Geteilte Meinungen gibt es im Mietrecht zum Verbot der Haustierhaltung, das in immer mehr Mietverträgen vor allem in den Städten zu finden ist. Die Haltung von Käfigtieren darf nach der höchstrichterlichen Rechtssprechung nicht untersagt werden. Eine genaue Definition gibt es hier allerdings noch nicht, so dass man auch hier vorsorglich eine Einigung mit seinem Vermieter erzielen sollte.

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