Heizkosten in Wohnung nach Verbrauch abrechnen

In Fragen der Nebenkostenabrechnung kommt es immer wieder zum Streit zwischen Mieter und Vermieter. Kein Wunder, denn die gemeinhin als zweite Miete bezeichneten Kosten für eine Wohnung sind nicht gerade als niedrig zu bezeichnen. Während viele umlagefähige Kosten als Pauschalen abgerechnet werden können, gilt dies nicht für die Heizkosten. Diese müssen grundsätzlich nach dem Verbrauch abgerechnet werden. Dessen sollten sich auch Mieter bewusst sein, eine pauschale Bruttowarmmiete, bei der keine verbrauchsabhängigen Heizkosten berücksichtigt werden, ist mithin schlicht und ergreifend ungültig.

Dies bringt natürlich auch einen enormen Vorteil mit sich. Werden die Heizkosten nämlich nach Verbrauch abgerechnet, kann jeder Mieter einer Wohnung seine Kosten selbst beeinflussen. So finden sich immer wieder zahlreiche Tipps, wie Heizkosten eingespart werden können. Darunter ist insbesondere die Aussage zu erwähnen, dass eine Absenkung der Raumtemperatur bares Geld spart. In den Wohnräumen sind 20 Grad Celsius durchaus ausreichend. Für Schlafzimmer, die nur selten genutzt werden, reichen dagegen 15 bis 18 Grad Celsius aus. Die Absenkung der Raumtemperaturen um nur ein Grad Celsius führt somit zu Einsparungen bis zu sechs Prozent. Auch undichte Fenster und Türen sollten dem Vermieter angezeigt werden. Diese sollten möglichst zeitnah ausgetauscht werden, da sie die Heizkosten nur unnötig in die Höhe treiben.

Wer dann noch regelmäßig für einige Minuten die Fenster sperrangelweit öffnet und so für einen kompletten Luftaustausch sorgt, kann weiter sparen. Es lohnt sich jedoch nicht, die Fenster in Kippstellung zu belassen. Das kühlt die Wohnung nur aus, sorgt aber nicht für frische Luft. Ebenso sollte darauf geachtet werden, die Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen zu verdecken. Denn dann können sie die Wärme nicht mehr ausreichend in den Raum abstrahlen und trotz aufgedrehter Heizung wird es nicht warm.



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