Bürgschaft statt Barkaution – darauf sollten Mieter achten

Wer seinem Vermieter anstelle der Barkaution eine Kautionsbürgschaft überreicht, spart Geld in Höhe von bis zu drei Monatsmieten ein. Für Mieter mit knappem Budget ist dies eine willkommene Gelegenkeit, die Haushaltskasse aufzubessern. Mieter, die vor Beantragung ihrer bargeldlosen Mietkaution einige Dinge beachten, können nochmal zusätzlich sparen.

In der Schweiz gibt es sie schon sehr lange, auf dem deutschen Markt erst sein 2008 – die bargeldlose Mietkaution. Das Prinzip funktioniert recht einfach: anstatt dem Vermieter bis zu drei Monatsmieten Kaution in bar zu zahlen, schließt der Mieter eine Bürgschaftspolice bei einer Kautionskasse oder Bank ab. Die Police sichert den Mietvertrag in Höhe der vereinbarten Kautionssumme ab. Kommt es zu einer Verletzung der Vertragspflichten (Mietrückstände, Beschädigungen), kann der Vermieter die Kautionssumme aus der Bürgschaft abrufen. Was die Qualität der Sicherheit betrifft, hat der Vermieter keine Nachteile im Vergleich zur herkömmlichen Kaution zu befürchten.

 

Kautionsbürgschaft schafft Win-Win-Situation
Das eigentliche Kautionsgeld verbleibt beim Mieter, dieser zahlt für die Nutzung der Bürgschaft einen günstigen Jahresbeitrag. Das ersparte Geld sorgt nach der Wohnungssuche für einen Liquiditätsschub für die vom Umzug arg gebeutelte Haushaltskasse. Somit verbleibt für den Mieter Geld für das eine oder andere Extra. Vermieter begrüßen den äußert geringen Verwaltungsaufwand, und profitieren zudem vom Bonitätscheck der Kautionskassen. Damit erhalten Vermieter nur Anfragen von Mietern, die zumindest bisher eine einwandfreie Zahlungsmoral aufweisen konnten.

 

Bürgschaftslösung bietet günstige Finanzierungmöglichkeit
Die Bürgschaftslösung eignet sich besonders für Mieter, die im Moment des Umzugs keine großen Rücklagen haben. So muss der eiserne Notgroschen nicht für die Mietkaution herhalten. Die Bürgschaft bietet für klamme Mieter eine wunderbare Finanzierungslösung. Da die günstigste Police bereits ab 3.5% Zinsen pro Jahr erhältlich ist, ist die Mietkautionsbürgschaft herkömmlichen Finanzierungsmodellen, wie z.B. dem Raten- oder Dispokredit klar überlegen.

 

Mietparteien sollten Vertragsmodalitäten klären
Mietparteien, die sich für die bargeldlose Form der Mietkaution entscheiden, sollten vorab einige Punkte beachten. Die Bürgschaften unterscheiden sich sowohl in der Ausführung (wichtig für den Vermieter) als auch im Preis (wichtig für den Mieter). Machen Vermieter hier genaue Vorgaben, schränkt das die Auswahl der Anbieter ein. So setzten einige Vermieter eine Bank als Bürge voraus (Bankbürgschaft). Andere wiederum akzeptieren auch Versicherungsbürgschaften (Mietkautionsversicherungen), verlangen jedoch häufig eine Bürgschaft auf erstes Anfordern. Mieter sind hier gut beraten, die genauen Vertragsmodalitäten mit ihrem Vermieter zu klären. Macht der Vermieter hierzu keine Angaben, ist eine Auswahl des Anbieters ausschließlich nach dem Preis möglich.

 

Preisvergleich spart Mietern Kosten ein
Die Preise der Bürgschaftsanbieter unterscheiden sich (auch bei vergleichbarer Vertragsausführung) zum Teil erheblich, weshalb ein Preisvergleich mehr als sinnvoll erscheint. Die Anbieter nutzen zwar unterschiedliche Kostenmodelle. Verbraucher können hierfür jedoch auf Vergleichstabellen im Internet zurückgreifen, welche die unterschiedlichen Tarife strukturieren. So bietet z.B. das Portal mietkautionsbuergschaft.de einen unabhängigen Kostenrechner an, der nach Eingabe von Kautionshöhe und Mietdauer die günstigste Kautionsbürgschaft anzeigt. Auch die unterschiedlichen Vertragsausführungen werden berücksichtigt.

 



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