Metropolen klagen: Wohnungen fehlen

In einigen größeren deutschen Städten ist es inzwischen sehr schwer, eine bezahlbare Mietwohnung zu finden. Aktuellen Statistiken zufolge sollen in den Metropolen der Bundesrepublik Deutschland rund eine halbe Million Wohnungen fehlen. Das hat sich mittlerweile auch auf das Niveau der Mieten ausgewirkt. Wer im Stadtgebiet einer Metropole wohnen möchte, der muss deutlich tiefer in die Tasche greifen, als das in den Kleinstädten der Fall ist. Das Überangebot bei der Mietwohnung in ländlichen Regionen hat dazu geführt, dass man dort schon sehr preiswert ein neues Domizil finden kann.

In einigen Städten ist der Nachfrageüberhang bei der Mietwohnung „hausgemacht“. In den Zeiten sinkender Nachfrage vor allem nach der Wiedervereinigung im Osten Deutschlands ist der Bestand an Wohnungen in den Satellitenstädten, wie die großen Plattenbausiedlungen gern genannt werden, massiv ausgedünnt worden. Teilweise wurden die Wohnblöcke an ganzen Straßenzügen weggerissen und in Grünflächen verwandelt. Andere Vermieter, wie einige große Baugenossenschaften, gingen „behutsamer“ vor und haben bei den Vier- und Sechsgeschossern die oberen Etagen im Rahmen der Modernisierung abgenommen. Diese Bild zeigte sich hauptsächlich in kleineren Städten.

Ursache der starken Abwanderungen und des Leerstands bei der Mietwohnung waren fehlende Arbeitsplätze. Viele Städte haben sich in dieser Hinsicht in den letzten beiden Jahrzehnten sehr gut erholt und sich zu interessanten Wirtschaftsstandorten gemausert. Das hat dazu geführt, dass die Anzahl der Neuzuzüge die der Abwanderungen inzwischen wieder deutlich übersteigt. Wer sich dort preiswerten Wohnraum suchen möchte, der wird oft nicht einmal mehr in den Randgebieten fündig. Und so rücken auch die in der Nachbarschaft liegenden Kleinstädte bei der Suche nach einer Mietwohnung wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.



Schreibe einen Kommentar