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Immobilienmarkt

Preise für Wohnimmobilien werden 2018 weiter steigen

Wohnungsmarkt24 1. Februar 2018
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Eine Auswertung des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse ergibt, dass die Preise für Wohnimmobilien auch in diesem Jahr weiter steigen werden und bisher kein Ende dieser Tendenz absehbar ist. Laut dem Immobilienmarktbericht 2017, der auf tatsächlich umgesetzten Kaufverträgen basiert und sich aus den Informationen der einzelnen Bundesländer zusammensetzt, nahm der Geldumsatz für den Immobilienkauf im vergangenen Jahr erheblich zu. Die Anzahl der Transaktionszahlen blieb dabei aber fast konstant. Die Gutachterausschüsse folgern daraus, dass der gestiegene Geldumsatz hauptsächlich aus den Käufen von Wohnimmobilien resultiert.

Sie haben den größten Anteil des Geldumsatzes erzielt. Dabei zogen gerade die Preise für selbstgenutzte Wohnimmobilien an. Dafür gibt es laut den Gutachterausschüssen vor allem zwei Gründe: Zum einen liege es an der guten wirtschaftlichen Situation und zum anderen an dem dauerhaft niedrigen Zinsniveau. Ein besonders starker Preisanstieg war in den größten deutschen Städten zu verzeichnen, weil der Wohnungsmarkt hier weiterhin unter Druck steht, während das Angebot fehlt. Dadurch klettern die Preise in die Höhe. Die Gutachterausschüsse vermuten, dass sich diese Tendenz auch in Zukunft weiter fortsetzen wird.

Der Preisanstieg ist für die Experten alarmierend

Die Basis der Immobilienmarktstudie bilden die Marktinformationen von etwa 1200 Gutachterausschüssen in Deutschland. Der Bericht umfasst folgende Angaben:

  • Informationen zu den Umsätzen, die auf dem Immobilienmarkt erzielt wurden
  • Daten über die Durchschnittspreise von Wohnbaulandplätzen, Wohnungen und Eigenheimen
  • Aussagen zu den Gewerbeobjekten der jeweiligen Bundesländer

Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), gibt zu bedenken, dass die Immobilienpreise in vielen Orten bereits sehr hoch seien. Im Durchschnitt sei daher zu erwarten, dass die Preise erst einmal stabil bleiben. Da die Bedingungen robust seien, erwartet der ZIA keine Trendumkehr. Denn: Die Wirtschaft ist stark, die Zinsen bleiben weiterhin niedrig und es steckt viel Geld im Markt.




Laut Empirica-Daten kletterten die Immobilienpreise in Deutschland im vergangenen Jahr stark nach oben: Eigentumswohnungen waren in den ersten drei Quartalen von 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent teurer geworden. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern war ein Anstieg um fast 5,8 Prozent zu verzeichnen. Allerdings erfasste dieser Boom noch nicht alle Regionen in Deutschland. Eine hochwertige

Preise 2018 von Immobilien

Immobilienpreise steigen auch 2018

Eigentumswohnung in Frankfurt kostete zuletzt pro Quadratmeter rund 4000 Euro, während es in München sogar 6470 Euro waren. Im Erzgebirgskreis hingegen zahlte man für einen Quadratmeter nur 781 Euro und im Harzer Landkreis Osterode sogar nur 710 Euro.

Durch den vielerorts zu verzeichnenden Preisanstieg sind die Experten alarmiert. Die Bundesbank etwa warnte kürzlich erneut, dass die Preise in vielen Städten bereits 15 bis 30 Prozent über dem Niveau lägen, das sich durch das Wirtschaftswachstum begründen ließe. Bisher sieht die Notenbank aber noch keine deutschlandweite Immobilienblase: Die Kredite, die für die Finanzierung von Häusern oder Wohnungen benötigt werden, würden weder zu leichtfertig von den Banken vergeben noch wüchsen sie in gefährlich kurzer Zeit. Trotzdem appelliert die Bank an die Verbraucher, vorsichtig zu sein: Wenn die Zinsen ansteigen, könnten sich viele Wohnungsfinanzierungen als „nicht nachhaltig erweisen“. Dies gibt die Vizepräsidentin Claudia Buch zu bedenken. Außerdem könnten die Preise sinken, sodass Wohnungen, die oft als Sicherheiten für Finanzierungen verwendet werden, ihren Wert verlieren.



Das Angebot ist weiterhin eng

Ein großes Problem besteht darin, dass das Angebot für Immobilien weiterhin eng bleibt. Davon geht auch die Hessische Landesbank Helaba aus. Jährlich werden etwa 400.000 neue Wohnungen benötigt. Davon können 2018 aber wahrscheinlich nur 320.000 gebaut werden. Zudem war die Zahl der Baugenehmigungen 2017 rückläufig. Das Statistische Bundesamt gibt an, dass in den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 lediglich 286.300 Wohnungen genehmigt wurden. Das sind 7,3 Prozent weniger als von Januar bis Oktober 2016. Darüber hinaus werden bezahlbare Wohnungen benötigt, aber vielerorts vor allem teure gebaut.

Schnelle Entlastungen durch die Politik sind nicht zu erwarten

Der ZIA-Präsident Mattner wünscht sich Entlastungen durch die Politik, wie etwa:

  • Die Möglichkeit, Baukosten bei energetischen Sanierungen besser abzuschreiben
  • Den Verzicht auf verschärfte Energievorschriften
  • Das Senken der hohen Grunderwerbsteuern in einigen Bundesländen

Allerdings ist nicht zu erwarten, dass es eine schnelle Entlastung durch die Politik gibt, weil sich die Regierungsbildung in Berlin langwierig gestaltet.

Zusammenfassung

Auch im Jahr 2018 werden die Preise für Wohnimmobilien weiter in die Höhe klettern. Vor allem die großen deutschen Städte sind von diesem Trend betroffen. Wegen der Verzögerungen bei der Regierungsbildung sind keine schnellen Entlastungen seitens der Politik zu erwarten.

Fotoquelle Bild 1: shutterstock.com/de durch Andrey_Popov

Fotoquelle Bild 2: shutterstock.com/de durch WAYHOME studio
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