Rechtssicher eine Wohnung mieten

Vom Gesetzgeber her ist die Schriftform für den Mietvertrag in Deutschland nicht vorgeschrieben. Man kann theoretisch auch per traditionellem Handschlag eine Wohnung mieten. Beim Haus Mieten wäre das genauso möglich. De facto kommt in diesem Fall ein Mietvertrag zustande, der sich ausschließlich nach den Bestimmungen des BGB und der dazu gehörigen Nebengesetze richtet.

Doch ratsam ist diese Vorgehensweise nicht, wenn man darauf schaut, wie hoch die Anzahl von Mietstreitigkeiten ist, für deren Schlichtung am Ende die Gerichte angerufen werden müssen. Hier ist man nämlich immer in der Beweispflicht, wenn man eine Forderung durchsetzen oder abwehren möchte.

Neben dem eigentlichen Vertrag zum Wohnung mieten, in dem der Vertragsbeginn, die Miethöhe sowie grundlegende Rechte und Pflichten beider Parteien geregelt werden, kommen einige ergänzende Anlagen in Betracht, die über eine Klausel zum festen Vertragsbestandteil gemacht werden können. Das ist in erster Linie die Hausordnung. Damit muss man sich nicht die Mühe machen, allgemein gültige Pflichten der Mieter in jedem Einzelvertrag neu fassen zu müssen. Damit nimmt die Hausordnung einen ähnlichen Status ein wie beispielsweise die AGB bei Banken und Versicherungen.

Eine weitere wichtige Anlage zum Vertrag beim Haus Mieten oder Wohnung Mieten ist das Übergabeprotokoll. Dabei handelt es sich um eine detaillierte Beschreibung des Ist-Zustands der Immobilie zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns. In der Hauptsache dient es dazu, entstandene Schäden einzelnen Nutzern zuzuordnen. Außerdem werden dort die Ablesedaten der Verbrauchszähler bei der Heizung, bei Warm- und Kaltwasser sowie der Stromzähler mit erfasst. Darüber lassen sich bei der Betriebskostenabrechnung die Verbräuche dem Altmieter, der Zeit des Leerstands und dem Neumieter belegbar zuordnen.

Schreibe einen Kommentar