Staubsaugen auf verschiedenen Böden – was ist zu beachten?

Es gibt Geräte, ohne die kaum ein Haushalt auskommt. Sie haben die Hausarbeit revolutioniert und kommen heute in Variationen vor, die uns immer wieder erstaunen. Hierzu zählen sicherlich die Staubsauger. Ob als Standgerät, ob zum Hinterherziehen, ob mit Akku oder mit Stecker – sie helfen jedem, die Wohnung oder das Haus in einem ansprechenden Zustand zu halten. Allerdings unterscheiden sich Staubsauger nicht nur optisch voneinander, für jedes Gerät sind spezielle Düsen erhältlich, die die Reinigung nochmals erleichtern. Denn eines ist klar: Mit einer gewöhnlichen Bodendüse kann jeder einen hochwertigen Laminat- oder Parkettboden saugen. Wirklich ratsam ist das jedoch nicht. Und wer mit einer Parkettbürste jemals versuchte, Teppichboden zu reinigen, wird schnell aufgegeben haben. Dieser Artikel erklärt, worauf es beim Saugen ankommt und wie welche Bodentypen besonders gut gereinigt werden können.




Staubsaugen auf Teppich

Abbildung 1 : Staubsaugen ist auf den ersten Blick sehr einfach - es gibt jedoch durchaus Hürden.
Abbildung 1 : Staubsaugen ist auf den ersten Blick sehr einfach – es gibt jedoch durchaus Hürden.

Hartböden wie Fliesen, Laminat oder auch Parkett werden heute wesentlich häufiger verlegt, als Teppichböden. Zumindest, wenn unter Teppichböden überwiegend Auslegwaren verstanden werden, die den gesamten Boden bedecken. In anderer Form kommen Teppiche jedoch weiterhin vor:

  • Badvorleger
  • Läufer
  • Dekoelemente
  • Fußmatten

Der Unterschied zwischen einem Teppich als reinem Auslegboden und den moderneren Varianten ist, dass kleinere Teppiche nicht auf dem Boden befestigt werden. Je nach Untergrund rutschen sie schnell – was das Staubsaugen deutlich erschwert. Wer kennt nicht den Augenblick, in dem sich der Läufer am Staubsauger festsaugt und kaum noch ablassen möchte? In anderen Beziehungen unterscheidet sich der Läufer jedoch kaum vom Teppichboden. Er lässt sich bestens mit der einfachen Staubsaugerdüse reinigen, die jedem Staubsauger beiliegt und als Haupt-Düse bezeichnet werden kann. Für Teppichböden empfiehlt es sich, die Bürste auszuklappen. Die Borsten kämmen durch die Fasern und lösen den Staub. Dennoch gibt es Ausnahmen:

  • Hochflorteppiche – Teppiche mit sehr langen Fransen oder hohem Flor vertragen kaum Bürstenaufsätze. Da es je nach Teppich schwer ist, Schmutz aus den Fasern herauszusaugen, ist es ratsam, kleinere Läufer zuerst auszuschütteln. Verheddern sich die Borsten der Bürste in den Fasern, muss der Teppich ohne diese Hilfe gesaugt werden.
  • Tierhaare in Teppichen – eines ist klar: Umso länger die Fasern des Teppichs sind, desto schwerer ist es, Tierhaare zu beseitigen. Für kurzflorige Teppiche, einfache Läufer und Auslegwaren gibt es spezielle Staubsaugeraufsätze mit rotierenden Bürsten. Durch die Rotation werden die Tierhaare praktisch aus dem Teppich gekämmt und können nun leicht aufgesaugt werden. Auch ein Schrubber kann hilfreich sein, um Tierhaare aus dem Teppich zu bürsten.

Staubsaugen auf Vinylböden und Laminat

Glatte Bodenflächen, zu denen nicht nur Vinyl- und Laminatböden, sondern auch Fliesen- oder Steinböden zählen, werden nach Möglichkeit mit einem Parkettaufsatz gereinigt. Diese speziellen Staubsaugeraufsätze besitzen zwei durchgängige Borstenreihen und seitlich angesetzte Räder. Die Borsten verhindern, dass der Kunststoffaufsatz direkt mit dem Boden in Berührung kommt und ihn somit verkratzen könnte. Gleichfalls lösen die Borsten den Schmutz vom Boden und helfen, kleine Steinchen oder schwerere Schmutzpartikel aufzunehmen. Wer mehr über Vinylböden wissen möchte, findet unter http://www.vloors.de/vinylboden interessante Informationen. Es ist allerdings wichtig, die Parkettbürste richtig zu behandeln:

  • Reinigen – die Borstenreihen besitzen einen gravierenden Nachteil. In ihnen verfangen sich Haare, Tierfell und Flusen, die es in jeder Wohnung gibt. Damit die Borsten nicht miteinander verkleben und sich die Reinigungswirkung verringert, sollten sie zwischendurch von den Flusen befreit werden. Das geht übrigens hervorragend mit einem Flohkamm oder einer anderen Tierhaarbürste. Notfalls funktioniert auch ein handelsüblicher Kamm. Mit den Zinken werden die Borsten einfach von rechts nach links durchkämmt, sodass der Schmutz im Kamm hängen bleibt.
  • Überprüfen – der Sinn des Aufsatzes ist es, zu verhindern, dass der Boden verkratzt. Mit der Zeit verkürzen sich jedoch die Borsten des Aufsatzes, sodass der Kunststoff mit dem Boden in Berührung kommen kann. Es ist daher wichtig, die Tauglichkeit des Bodenaufsatzes immer wieder zu überprüfen und ihn notfalls auszutauschen.

Der Parkettbodenaufsatz kann für sämtliche glatten und harten Fußbodenbeläge genutzt werden. Er eignet sich übrigens auch dazu, rasch Staub von Möbeln zu entfernen. Die hierzu häufig dem Staubsauger beiliegende Möbelbürste arbeitet nach demselben Prinzip. Sollte diese defekt oder nicht mehr auffindbar sein, lassen sich diese beispielsweise auf Seiten wie www.ersatzteilecenter.de finden.




Staubsaugen auf Holzböden

Es ist vermutlich schon ersichtlich, wie Holzböden am besten gesaugt werden. Die Antwort liegt in der Parkettbürste. Selbst weichere Holzdielen lassen sich hiermit hervorragend reinigen. Sollte es zu einer größeren Fugenbildung zwischen den einzelnen Dielen kommen, können diese mit dem Fugenaufsatz gereinigt werden.

Der gewöhnliche Staubsaugeraufsatz, der über eine Umschalttaste für die Bürsten verfügt, eignet sich hingegen nur bedingt für Holzböden. Selbst Laminat verkratzt schnell, wenn der Kunststoff über den Boden reibt. Echte Holzböden nehmen die Kombibürste je nach Härte des Holzes wirklich übel. Wenn also auch die Grundausstattung des neuen Staubsaugers praktikabel ist, die Kombibürste sollte lieber Teppichböden vorbehalten bleiben – mit oder ohne Bürstenfunktion.

Um glatte Fußböden, wie Holzböden und Fliesen, zwischendurch schnell zu reinigen, eignen sich Stabstaubsauger, die wie ein elektrischer Besen genutzt werden können. Sie besitzen eine rotierende Bürste und werden elektrisch angetrieben, wodurch der Staub eingesaugt wird. Natürlich ist die Saugleistung nicht so groß, wie bei einem üblichen Staubsauger, doch sollte es zu einem kleinen Missgeschick gekommen sein, lässt es sich mit dem Stabsauger bestens beseitigen. Durch die rotierenden Bürsten eignet sich der Stabsauger jedoch nicht für Teppiche.

Fazit – auf den Aufsatz kommt es an

Abbildung 2 : Staubsauger lassen sich heute auf vielen Böden einsetzen.
Abbildung 2 : Staubsauger lassen sich heute auf vielen Böden einsetzen.

Es ist nicht wichtig, dass ein Staubsauger viel Power hat und beinahe den Bodenbelag anhebt. Viel wichtiger für den sauberen Haushalt ist der Aufsatz, mit dem der Staubsauger genutzt wird. Die falsche Bodendüse kann den Boden leicht beschädigen – oder aber mehr Arbeit verursachen, als nötig. Parkettbürsten vertragen sich beispielsweise gar nicht mit Teppichböden, stattdessen bleiben die sich in den Borsten befindlichen Haare direkt im Teppich hängen, sodass das Ergebnis nach dem Saugen schlechter ist, als zuvor.

Wer noch überwiegend Teppichböden nutzt oder viele Läufer ausliegen hat, kann hingegen mühelos auf die Kombibürste des Staubsaugers zurückgreifen. Sie eignet sich auch für kratzfeste und robuste Fliesen, sollte aber möglichst Teppichböden vorbehalten bleiben.

 

Bildquellen:

Abbildung 1: @ kropekk_pl (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ jarmoluk (CC0-Lizenz) / pixabay.com