Steigende Mieten in Wohngemeinschaften

Wohnraum wird in deutschen Groß- und Universitätsstädten immer knapper. Das aus der Wirtschaft bekannte Marktgleichgewicht kommt hierbei zum Tragen und sorgt dafür, dass die Preise immer weiter in die Höhe getrieben werden. Zuerst trifft es dabei die Verbraucher mit den geringsten Einkommen. Hierzu zählen selbstverständlich auch Studenten, die in der Regel mit geringen BAföG-Einkünften ihren Lebensunterhalt neben dem Alltag in der Uni bestreiten müssen. Der bezahlbare Wohnraum für Studenten ist somit immer stärker gefährdet, sodass Studenten sogar zu recht unkonventionellen Alternativen gezwungen sind.

Studierende des Erstsemesters in vielen deutschen Städten stehen meist allesamt vor dem schwerwiegenden Problem, dass kein Wohnraum zur Verfügung steht. Selbst die Kapazitäten in Wohnheimen für Studenten sind ausgeschöpft, da ein Ungleichgewicht in der Anzahl der Neustudierenden und Studienabgänger zu erkennen ist. Und nahezu überall wird diese Kluft immer größer. Die früher bezahlbaren WG-Zimmer werden im Trend ebenso immer teurer, die sich die steigenden Mietkosten natürlich auch auf diesen Wohnraum auswirken. So muss man nicht nur Glück haben, überhaupt eine langfristige und freie Unterkunft finden zu können. Diese muss auch bezahlbar sein und allein diese beiden Kriterien abseits der Lage zur Universität und Einkaufsmöglichkeiten sind in Berlin und Co. nur sehr selten erfüllt.

WG-Zimmer werden unbezahlbar für Studenten

Bei zahlreichen Studierendenvertretungen finden Studenten eine erste Anlaufstelle vor, um hilfreiche Tipps zur optimalen Wohnungssuche erhalten zu können. Neben Anlaufstellen im Internet, wie für Berliner Wohnungssuchende WgBerlin.net, wird auch für WG-Gründertreffen geworben, sodass überhaupt erst die Möglichkeit besteht, dass mehr WGs in der knappen Wohnungslandschaft entstehen können. Doch das Problem der steigenden Preise wird damit nicht gelöst. Selbst das Ausweichen auf Nachbarstädte ist zumeist keine Lösung, denn durch den längeren Anfahrtsweg sind die eingesparten Kosten schnell wieder aufgebraucht. Auch die Möglichkeit der Hostel-Zimmer ist für Studenten mindestens genauso uninteressant, denn diese Form der Unterkünfte sind auf die Dauer sogar noch teurer als die klassischen Wohnungen und WG-Zimmer.

Studenten weichen auf Zeltplätze aus

Die angesprochenen unkonventionellen Methoden nehmen einige Studierende in Thüringens Universitätstadt Jena in Anspruch. Diese weichen aufgrund der Wohnungsknappheit auf Zeltplätze oder auch Stellplätze für Wohnwagen aus und trotzen somit dem aktuellen Trend. Dass dies natürlich auch nicht sonderlich lernfördernd für Studenten ist, kann man sich denken, denn in Universitätsnähe befinden sich diese Stellplätze oftmals nicht. Die Politik muss demnach angesprochen werden, damit möglichst alle einkommensschwachen Menschen und Studierende in Zukunft bezahlbaren Wohnraum vorfinden können. Lösungsansätze existieren bereits, wobei die Umsetzung stets in den klammen Kassen scheitert.



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