Was beim Ausbauen wichtig ist

Wer sich ein älteres Haus kaufen und es selbst ausbauen möchte, der ist gut beraten, wenn er sich bei der Besichtigung einen Bausachverständigen mitnimmt. Er kann am besten beurteilen, welcher Sanierungsbedarf besteht und mit welchen Kosten man dabei rechnen muss. Schon so mancher neue Besitzer eines älteren Hauses hat sich beim Wunsch nach dem Ausbauen finanziell verschätzt und ist am Ende in einer Privatinsolvenz gelandet, bei der er sogar sein Haus verloren hat.

Möchte man sich ein Haus zum Ausbauen kaufen, dann ist auch der Blick ins Grundbuch in die Abteilung II unverzichtbar. Hier finden sich die Eintragungen zu „Lasten und Beschränkungen“. Steht dort ein Hinweis zum Denkmalschutz, sollte man sich genauer erkundigen, welche Auflagen konkret damit verbunden sind. Eine denkmalschutzgerechte Sanierung einer Fassade wird fast immer teurer, als wenn es keine derartigen Auflagen gibt. Auch sind hier oft Auflagen verankert, die beispielsweise eine Vergrößerung der Wohnfläche durch den Ausbau des Dachgeschosses unmöglich machen, weil an der Frontseite keine Dachflächenfenster eingebracht werden dürfen.

Wer ein altes Haus ausbauen möchte, der sollte sich auch mit den rechtlichen Vorschriften zu den Raumhöhen beschäftigen. Meistens sind es die Untergeschosse, die dabei Probleme bereiten können. Und nicht überall kann der Fußboden aufgenommen und durch Grabungen in den Kellerbereichen „tiefer gelegt“ werden, um die erforderlichen Raumhöhen für eine dauerhafte Nutzung zu Wohnzwecken zu erreichen. Selbst wenn das möglich sein sollte, kommen hier erhebliche Kosten auf den neuen Besitzer des Hauses zu. Sie entstehen nicht nur durch die Vertiefung, sondern auch die Notwendigkeit eines guten thermischen Schutzes.

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