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Einrichten Ratgeber

Arbeitszimmer einrichten und auch steuerlich absetzen

Wohnungsmarkt24 20. Februar 2019
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Arbeiten Sie zu Hause? Dann können Sie die verschiedenen Aufwendungen für Ihr Arbeitszimmer als Werbungskosten geltend machen, wenn der Raum gewisse Anforderungen erfüllt. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, welche Voraussetzungen es gibt und was Sie alles absetzen können.

Mit einem häuslichen Arbeitszimmer Steuern sparen – worauf kommt es an?




Arbeitszimmer muss überwiegend beruflich genutzt werden

Im häuslichen Arbeitszimmer gehen viele ihrem Haupt- oder Nebenjob nach. Es dient nicht nur Büroarbeiten, sondern ebenso künstlerische, geistige oder schriftstellerische Betätigungen können ausgeübt werden. Doch nicht jeder kann es anhand von Werbungskosten steuerlich geltend machen. Hierfür muss es nahezu ausschließlich beruflich genutzt werden und von den privaten Räumen beispielsweise durch eine Tür getrennt sein. Wird der Raum zum Großteil privat mitbenutzt, sind die Aufwendungen nicht abzugsfähig. Das Haus oder die Wohnung muss groß genug sein, dass trotz des Arbeitszimmers noch genügend Wohnraum bleibt.

Wohnung oder Haus muss groß genug sein für ein Arbeitszimmer

Je Bewohner sollte in der Regel neben dem häuslichen Arbeitszimmer ein privates Zimmer zur Verfügung stehen. Zudem darf für die berufliche Tätigkeit, die im Arbeitszimmer ausgeübt wird, kein anderer Arbeitsplatz vorhanden sein. Gibt es keinen Arbeitsplatz in der Firma, an dem der Tätigkeit nachgegangen werden kann, können pro Jahr 1.250 Euro für das Arbeitszimmer abgesetzt werden. Wenn Paare das Arbeitszimmer gemeinsam nutzen, kann jeder die Kosten bis zum Betrag von 1.250 Euro absetzen. Insgesamt können es dann also 2.500 Euro sein.

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Häusliches Arbeitszimmer passend einrichten

Der Raum darf an Möbelstücken nur das enthalten, was zur Erledigung beruflicher Arbeiten erforderlich ist. Er ist beispielsweise mit einem Schreibtisch, Bürostuhl, Computer und Regalen eingerichtet. Ein Bett darf nicht im Arbeitszimmer stehen. Kleiderschränke sind ebenso nicht gern gesehen. Es genügt nicht, im Arbeitsraum nur eine Arbeitsecke zu gestalten und der übrige Teil enthält Möbel, die der privaten Nutzung dienen. Neben typischen Büromöbeln dürfen natürlich ebenso Lampen, Gardinen, Teppiche, Bilder, Vasen oder andere Dekorationsartikel im Homeoffice vorhanden sein. Ein Sessel oder eine Liege werden akzeptiert, wenn sie zum Beispiel zum Lesen von Fachliteratur genutzt werden und eine Sitzecke mit Sesseln oder Stühlen, wenn beruflich bedingt Besucher empfangen werden.

Arbeitszimmer richtig einrichten: Neben typischen Büromöbeln dürfen natürlich ebenso Lampen, Gardinen, Teppiche, Bilder, Vasen oder andere Dekorationsartikel vorhanden sein




Was kann für das häusliche Arbeitszimmer steuerlich geltend gemacht werden?

Wenn Sie von zu Hause aus arbeiten, können Sie verschiedene Ausgaben, die damit in Verbindung stehen, von der Steuer absetzen, beispielsweise für Strom, Miete, Nebenkosten wie Grundsteuer, Gebühren wie Müllabfuhr und Schornsteinfeger und Versicherungsbeiträge, beispielsweise für die Gebäudeversicherung. Entsprechend der Größe des Arbeitszimmers und der Nutzungsintensität können Sie alle Ausgaben jedoch nur anteilig berücksichtigen. Sie werden anhand des Verhältnisses der Fläche des beruflich genutzten Arbeitszimmers zur gesamten Wohnfläche ermittelt. Auch Kosten für die Einrichtung, Arbeitsmaterialien und Renovierung können Sie steuerlich geltend machen.

Diese Aufwendungen werden als Werbungskosten angegeben. Auch Ausgaben für Tapeten, Teppiche, Vorhänge und Lampen können Sie absetzen. Bis zum Betrag von 1.000 Euro ist kein Nachweis erforderlich, sondern wird als Pauschbetrag berücksichtigt. Übersteigen die Ausgaben den Betrag, müssen Rechnungen vorgelegt werden. Selbstständige geben die Aufwendungen in der Steuererklärung als Betriebsausgaben an. Fallen die Kosten ausschließlich für das häusliche Arbeitszimmer an, beispielsweise für eine Renovierung oder die Ausstattung, können sie komplett abgesetzt werden. Anschaffungskosten und Arbeitsmittel wie ein Smartphone, Drucker oder PC können übrigens auch steuerlich geltend gemacht werden, wenn das Finanzamt das Arbeitszimmer nicht anerkennt.

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Zusammenfassung

In ein Arbeitszimmer gehören bestenfalls nur beruflich genutzte Gegenstände wie Schreibtisch, Schreibtischstuhl, Bücherregal und ähnliches. Sie sollten sich an die 10 %-Grenze halten: Bewahren Sie maximal 10 % private Gegenstände im Raum auf. Er sollte von den übrigen Räumen abgetrennt und der Wohnbedarf trotz Arbeitszimmer groß genug sein. Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer werden bei der Steuer nicht berücksichtigt, wenn im Unternehmen ein alternativer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Als Ausnahme gilt, wenn die Erledigung der Tätigkeit nicht zumutbar ist. Entscheidend ist der Einzelfall.



Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Photographee.eu
Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch LI CHAOSHU
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