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Immobilienmarkt News

Aus der Traum vom Eigenheim

Redaktion 5. November 2019
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Der Traum von der eigenen Immobilie bleibt für immer mehr Menschen ein unerfüllter Traum. Gerade in den Großstädten sind die Immobilienpreise mittlerweile exorbitant und steigen auch weiterhin rasant an. Durch die enorm teuren Immobilienpreise ist ein hohes Eigenkapital notwendig. Ideal für den Immobilienkauf sind 10 Prozent Eigenkapital plus 12 Prozent Nebenkosten. Doch es liegt nicht nur ausschließlich am fehlenden Geld, dass immer weniger Immobilien erworben werden.




Ältere Generation besitzt mehr Immobilien

Anhand einer neuen Wohnimmobilien-Statistik des IW-Köln wurde festgestellt, dass eher ältere Menschen eigene Immobilien besitzen, während die Jüngeren meist zur Miete leben. Hier hat die ältere Generation zum einen den Vorteil, dass sie mehr Zeit zum sparen und zum anderen meist bereits ein höheres Einkommen hat. Hierdurch lässt sich die finanzielle Belastung eines Immobilienkaufs leichter stemmen.

Nicht-Akademiker verdienen früher

Die Wohneigentumsquote ist bei Nicht-Akademikern bis zu 40 Jahren am höchsten. Im Gegenteil zu Akademikern verdienen sie schon früher Geld und können zu sparen beginnen, während bei Akademikern das Geld verdienen erst spät beginnt. Die Studie zeigt auch, dass heutzutage mehr Menschen studieren. Ebenfalls ein Grund dafür, dass immer weniger jüngere Menschen ein Eigenheim besitzen: Zuerst einmal muss das Studium beendet werden, bevor es an das Geld verdienen geht. Nur rund 12 Prozent der Jungen hat eine eigene Immobilie. Dieser Anteil wird noch weiter zurückgehen, vermuten Experten des IW-Köln.

Akademiker kaufen ihre eigene Immobilie meist erst in einem Alter ab ca. 40 Jahren. Dies könnte sich eventuell auch ändern mit der Wahl des Wohnortes. Die meisten der Studierenden leben in einer Großstadt, wo ein hohes Preisniveau vorherrscht. Durch einen Umzug ins Umland können Immobilien in der Regel mit günstigeren Quadratmeterpreisen erworben werden. Pendeln zum Arbeitsort ist durchschnittlich immer günstiger als hohe Mieten.

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Finanzielle Situation der Eltern

Die Studie befasst sich auch mit der finanziellen Situation der Eltern. Kindern von Eltern mit eigener Immobilie erwerben demnach ebenfalls öfter ein Eigenheim als Kinder, deren Eltern keine Immobilienbesitzer sind. Vorteil hierbei: Eltern mit einer gesicherten finanziellen Situation können in puncto Eigenkapital oft aushelfen und ihre Kinder beim Immobilienkauf unterstützen.

Lösung: Streichen der Grunderwerbssteuer

Der Bund der Steuerzahler schlägt vor, die Grunderwerbsteuer für das erste Eigenheim kurzfristig komplett zu streichen und mittelfristig für alle Käufer zu senken. Die Grunderwerbsteuer kann je nach Stadt und Ort bis zu 6,5 Prozent des Kaufpreises betragen. Durchschnittlich beträgt die Grunderwerbsteuer meist zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Durch Streichung dieser Nebenkosten verringert sich die Summe an Eigenkapital erheblich und es wäre mehr Menschen möglich, eine eigene Immobilie zu kaufen.

Zusammenfassung

Nicht nur die exorbitant hohen Kaufpreise machen den Immobilienkauf heutzutage enorm schwer. Auch fehlendes Eigenkapital und hohe Nebenkosten beim Hauskauf vereinfachen die Situation nicht unbedingt. Eine Streichung oder Senkung der Grunderwerbsteuer wäre definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Andrey_Popov
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