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Die Mieten werden für Studenten in den meisten Städten teurer

Wohnungsmarkt24 11. Oktober 2018

Günstiger Wohnraum ist für Studenten immer seltener zu finden. In den meisten Hochschulstädten in Deutschland stiegen die Mietpreise in den letzten Jahren erheblich an. Einer Untersuchung zufolge haben insbesondere die Preise in Berlin in der jüngsten Vergangenheit stark angezogen. Allerdings ist Berlin trotzdem nicht die teuerste Universitätsstadt Deutschlands. Stattdessen müssen Studenten in München die höchsten Mietpreise zahlen.

Auch Studenten sind vom Mietpreisboom betroffen

Vom deutschlandweiten Mietpreisboom bleiben Studenten schon längst nicht mehr verschont. Wohnungen, die für Studenten geeignet sind, werden in vielen Städten seit Jahren immer teurer. Es gibt in dieser Hinsicht nur wenige Ausnahmen, wie der aktuelle Studentenwohnpreisindex zeigt, der vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in Auftrag gegeben wurde. Aus ihm geht hervor, dass seit 2010 in Berlin die Mieten um 67,3 Prozent gestiegen sind. Dies ist ein Anstieg, der deutlich über dem Durchschnitt liegt. In Greifswald zahlen Studenten 9,8 Prozent mehr Miete als noch im Jahr 2010. Im Vergleich zum letzten Jahr kletterten die Mieten in Greifswald um 2,2 Prozent und in Berlin um 9,8 Prozent nach oben.



In München sind Wohnungen für Studenten am teuersten

Trotz des enormen Anstiegs ist Berlin noch nicht der Spitzenreiter in puncto Mietpreise. Deutschlandweit zahlen Studenten in München mit durchschnittlich 600 Euro das meiste Geld für ihre Wohnung. Auf dem zweiten Platz landet Frankfurt am Main, wo Studenten monatlich rund 488 Euro für die Miete ausgeben.  Eine Wohnung in Magdeburg ist für Studierende aktuell am günstigsten. Im Median verlangen Vermieter hier 200 Euro. Aber auch folgende Universitätsstandorte sind mit Mieten unter der 300-Euro-Grenze bisher noch vergleichsweise günstig:

  • Leipzig
  • Jena
  • Kiel
  • Göttingen
  • Aachen
  • Greifswald
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Um den mittleren Mietpreis, der als Median bezeichnet wird, zu ermitteln, teilt man die Preise in eine günstige und eine teure Hälfte ein. Der Medianpreis ist dann der Preis für eine Wohnung in der Mitte.

In vielen Städten nimmt die Zahl der Studenten rasant zu

Studentenwohnungen

Studentenwohnungen: Voigtländer ist der Meinung, dass auch die Ausstattung der Wohnungen besser geworden sei!

Für die Untersuchung wurden die Daten mehrerer Internetportale ausgewertet. Das IW hat analysiert, auf welche Inserate Studenten stoßen, die in eine neue Stadt ziehen, kein Zimmer im Wohnheim bekommen und daher ausschließlich auf die Online-Anzeigen zurückgreifen können. Der Studienleiter Michael Voigtländer kommt zu dem Schluss, dass die Anzahl der Inserate noch recht hoch, aber dennoch bereits rückläufig sei. Er betont, dass viel mehr gebaut werden müsse, um den Preisanstieg zu dämpfen. Zudem ergab die Untersuchung, dass die Anzahl der Studierenden insbesondere in Berlin, in München, in Hamburg, in Köln und im Ruhrgebiet stark angewachsen ist. In ostdeutschen Städten wie Jena und Magdeburg gibt es hingegen heute weniger Studenten als noch im Jahr 2010. Viele Erstsemester spielen aufgrund der hohen Mieten mit dem Gedanken, in einer Stadt zu studieren, die einen weniger starken Zulauf erfährt. Voigtländer weist daraufhin, dass es in Deutschland etliche Gebiete mit hohem Fachkräftebedarf gebe, in denen die Mieten niedriger sind. Dies gelte etwa für Jena, Südwestfalen und Oberfranken.



Wohnungen verfügen über bessere Ausstattung als früher

Doch die starke Nachfrage nach Wohnungen in den deutschen Großstädten ist laut IW nicht der einzige Grund für den deutlichen Preisanstieg bei den Mieten. Voigtländer ist der Meinung, dass auch die Ausstattung der Wohnungen besser geworden sei. Gerade bei Neubauten sei die Qualität heute viel hochwertiger als noch vor ein paar Jahren.

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Der Preisanstieg beeinflusst das Leben der Studenten

Der Mietanstieg bleibt für Studenten nicht ohne Folgen. Eine neue Sozialerhebung vom Deutschen Studentenwerk verdeutlicht, dass Studenten im Monat heute 918 Euro zur Verfügung haben. Dies ist im Vergleich zu 2012 ein Anstieg von lediglich neun Prozent. In Abhängigkeit vom Hochschulstandort geben Studenten daher bis zu zwei Drittel ihres Einkommens für ihre Mietwohnung aus.

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch wavebreakmedia
Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Nejron Photo