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Eine Wohnung besichtigen & umziehen in Corona-Zeiten – ist das erlaubt?

Wohnungsmarkt24 26. Mai 2020
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Generell, ja. Auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbot und einiger Sonderregelungen dürfen Wohnungen innerhalb Deutschlands besichtigt werden. Natürlich nur unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Maßnahmen und Hygieneregelungen.

Nachdem die richtige Wohnung gefunden wurde, ist natürlich auch das Umziehen erlaubt. Dabei gibt es wichtige Hinweise und Ratschläge, welche es dabei zu beachten gilt.

Diese drei Arten der Wohnungsbesichtigung sind möglich

Möchte der künftige Mieter eine Wohnung besichtigen, ist nicht alles, was bisher mitunter gewohnt war, erlaubt. Um eines vorweg zu nehmen, Massenbesichtigungen wird es nicht geben.

Dennoch gibt es drei bequeme Wege, die potenzielle Wohnung aktuell zu besichtigen.

Von zu Hause: die digitale Führung durch die Wohnung

1. Wohnungen können von der Couch besichtigt werden. Was vorher vielleicht schon Wunsch war, wird jetzt Wirklichkeit. Mittlerweile machen etwaige Anbieter, wie Immobilienscout24 und IMAXX die digitale Wohnungsbesichtigung mithilfe von 360° Bildern und hochgeladenen Videos möglich.

2. Als besonders mieterfreundlich stellt sich das virtuelle Angebot der GCP heraus. Dabei wird der Kunde per Videoübertragung  auf dem Handy durch die Räume geführt. Hilfreich ist der direkte  Kontakt zum Vermieter über den Videochat, sollte es eventuelle Rückfragen geben, allemal.

In der Wohnung: Einzelbesichtigungen sind erlaubt

Wohnungsbesichtigungen, bei denen Bewerber um den Block anstanden, wird es auf absehbare Zeit (zum Glück) nicht mehr geben. Mittlerweile sind Einzelbesichtigungen wieder möglich, da die Ausgangsbeschränkungen bereits gelockert wurden. Dabei gibt es zwei Optionen:

  • Einzelbesichtigung mit dem Vermieter: Nachdem eine Absprache mit dem Vermieter getroffen wurde, kann die Wohnung in dieser Konstellation besichtigt werden.




  • Kontaktlose Schlüsselübergabe: Die Methoden sind vielfältig, jedoch davon abhängig, wo sich die neue Wohnung befindet. In Städten können Übergaben über Kioske oder Schlüssel-Boxen per App durchgeführt werden. Auf dem Land kommen vereinbarte Orte wie Tankstellen, Restaurants oder Cafés infrage.

 Die Hygieneregelungen zu jeder Zeit beachten:

Körperkontakt vermeiden: Zur Begrüßung sollte auf den Handschlag verzichtet und
der Mindestabstand von 1,50 m nicht unterschritten werden.

Dokumente online übermitteln: Vermieter und Mieter sollen Unterlagen nur noch
digital verschicken. Darum darf auch gebeten werden.

Anschauen, nicht anfassen: Was für Menschen gilt, zählt auch bei Gegenständen.
Vermieden werden sollte das Anfassen von Türen, Fenstern und restlichen Objekten.

Maske tragen: Obschon die aktuelle Gesetzeslage eine Masken-Pflicht bei
Besichtigung der Immobilie nicht vorschreibt, empfiehlt es sich trotzdem diese zu
tragen.

Der Umzug in die neue Wohnung zu Corona-Zeiten

Umzüge sind bundesweit erlaubt. Es gibt dennoch eine Reihe an Fragen, die sich Mieter jetzt stellen:

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Kann derzeit die Hilfe eines Umzugsunternehmen beansprucht werden?

Ja, Umzugsunternehmen arbeiten derzeit. Sie verzeichnen sogar einen deutlichen Anstieg an Aufträgen und dürfen diese auch annehmen. Der Mindestabstand muss gewahrt werden und es sollte möglichst Desinfektionsmittel bereitgestellt werden.

Trotz Anpassungen der Unternehmen durch beispielsweise Preis- und Aufwandskalkulation per Handyfotos oder Videochat, muss jedoch mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Der Sprecher des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik, Daniel Waldschik, sagte zu diesem Thema, das kein Kunde Corona-Aufschläge akzeptieren müsse.

Dürfen Familienangehörige und Freunde helfen?

Die Standardregelungen besagten schon länger, dass Menschen aus dem eigenen Haushalt helfen dürfen. Mittlerweile hat sich die Zahl auf Personen aus zwei Haushalten erhöht. Die bestehenden Kontaktverbote und Hygieneregelungen sollten dabei auf jeden Fall beachtet werden.




Wenn möglich soll auch hier ein Mindestabstand eingehalten und der physische Kontakt möglichst vermieden werden. Auf viele Helfer aus mehreren Haushalten, mit denen der Mieter nicht zusammenlebt, muss derzeit verzichtet werden. Auch, wenn es sich dabei um die eigene Familie handelt.

Haben Autovermietungen geöffnet?

Autos und Transporter dürfen angemietet werden. Von einer vorherigen telefonischen oder digitalen Buchung des Wagens muss jedoch ausgegangen werden. In den größeren Städten fahren zudem Carsharing-Unternehmen, etwa Drive Now oder Car2Go, wie gewohnt. Es ist sicher ratsam, ein Desinfektionsmittel zur Hand zur haben, um ganz sicher zu gehen.

Wie läuft die Übergabe der Wohnung ab?

Mieter dürfen sich mit Begleitperson, Vermieter und Wohnungsexperten für die Übergabe der Wohnung treffen. Zu beachten sind auch an dieser Stelle der Abstand von 1,50 m und das Kontaktverbot. Wer in eine Corona-Risikogruppe fällt, darf einen Vertreter anstelle seiner schicken.

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Kann es vorkommen, dass der Mietbeginn aufgrund der Corona-Krise verschoben wird?

Das ist eher unwahrscheinlich. Ausnahme stellt hier eine Corona-Erkrankung des künftigen Vormieters dar. Sollte dieser erkrankt sein, bleibt er in häuslicher Quarantäne und kann die Wohnung daher nicht verlassen.

Mieterfreundlich gestaltet sich der Rechtsschutz, welcher besagt, dass die Miete dann natürlich erst ab Tag des Einzugs gezahlt werden muss.

Der Ablauf von An- und Ummeldung

Nachdem die neue Wohnung bezogen wurde, muss sich rechtzeitig darum gekümmert werden, eine Ummeldung vorzunehmen.

Einen Termin im zuständigen Bürgeramt holen

Nachdem viele Ämter seit Beginn der Corona-Pandemie nur noch in Notfallbesetzung gearbeitet haben, öffnen diese wieder sukzessive.

Termine müssen hierfür zwingend online vereinbart werden. Es kann nicht, wie gewohnt, einfach zum Bürgeramt gegangen und eine Wartenummer gezogen werden. Allerdings liegt die Entscheidung auf Länderebene.

Von daher sollte möglichst über das Bürgertelefon nochmal nachgefragt werden, ob Sonderreglungen für das Bundesland beziehungsweise die Stadt gelten. Absolute Pünktlichkeit ist ein wichtiger Ratschlag, denn die Termine sind genauso vergeben, dass es wenig Spielraum für Zuspätkommer gibt. Ein anschließendes Warten auf einen spontanen Termin ist nicht erlaubt.

 Auch in offiziellen Gebäuden zählt: Abstand halten, möglichst wenig berühren und am besten die Maske aufsetzen.

Fristen für die Ummeldung

In coronafreien Zeiten ist die Anmeldung der neuen Wohnung innerhalb von 14 Tagen fällig. Allerdings hatten viele Bürgerämter während der Krise nicht geöffnet. Eventuell ist es nicht möglich, nun einen zeitnahen Termin zu bekommen.

Was nun? Eine offizielle Regelung gibt es nicht. Von daher ist der telefonische oder schriftliche Kontakt mit dem Amt für eine Klärung der Sachlage ratsam.

Wie geht es weiter bei der Wohnungssuche während Corona

Wie viele unserer alltäglichen und privaten Aktivitäten, wird die Pandemie auch weiterhin die Suche der Wohnung, deren Besichtigung und den Umzug beeinflussen. Dabei passen sich alle Beteiligten bestmöglich an. Von Wohnverwaltern wie GCP, mit der virtuellen Besichtigung, über den Mieter, mit kontaktloser Übermittlung der Dokumente, bis hin zu Umzugsunternehmen, mit digitaler Preisbestimmung.



Quellen:
www.berliner-mieterverein.de/aktuell/corona-und-mietrecht.htm
www.augsburger-allgemeine.de/geld-leben/Wie-der-Umzug-waehrend-der-Corona-Krise-gelingt-id57329151.html
www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/aemter/amt-fuer-buergerdienste/corona-buergerdienste/
Bilder:
https://unsplash.com/photos/nQcmPxXZ5zU
https://unsplash.com/photos/SZ6Uc4chfCo
https://unsplash.com/photos/mYxzG5NwDNs
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