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Fleischkonzern Tönnies baut: Die Immobilienträume eines Wirtschaftsriesen

Redaktion 17. Oktober 2020
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Der deutsche Fleischkonzern Tönnies mit Hauptsitz in Rheda hat im Frühjahr 2020 für Aufsehen gesorgt, als seine unhygienischen Wohnverhältnisse für Leiharbeiter aus Osteuropa bundesweit Schlagzeilen machten. Nachrichten zur Sache zeigten schlecht ausgestattete Wohnquartiere und ungelüftete, ungeheizte Behelfswohnungen für die Mitarbeiter in den Fleischereien und am Band, die in keiner Weise dem normalen deutschen Standard entsprachen.

Dieser aufsehenerregende Wohn-Skandal hat das Ansehen der umsatzstarken Firma stark beschädigt und Fragen aufgeworfen, welche nicht nur wohnrechtlichen, sondern auch ethischen Grundsätzen gelten müssen. Doch die Besitzer dieser Firma haben offenbar rapid dazugelernt und investieren mittlerweile großflächig in Immobilienprojekte – sie wollen nun Tausende preiswerte, saubere und komfortable Mitarbeiterwohnungen fertigstellen.

Die Immobilienprojekte sind mit dem angenehmen und zudem preiswerten Wohnraum für Mitarbeiter allerdings noch nicht zu Ende: neueste Pressemeldungen lassen verlauten, dass Tönnies Anteile einer Insel aufkauft.




Mitarbeiterwohnungen von Tönnies – Studentenapartments sind Vorbild

Das Großprojekt der Mitarbeiterwohnungen von Tönnies orientiert sich baulich stark an einem Großprojekt für Studentenwohnungen, welches bereits von den baulustigen Firmeninhabern verwirklicht worden ist. Die architektonisch eher futuristisch gehaltene große Studenten-Wohnanlage in der lippischen Stadt Lemgo, die von Firmeninhaber Clemens Tönnies und seinem Bau-Team konzipiert worden ist, besteht aus einem modernen weißen Kubus mit großzügig geschnittenen, praktischen Wohnungen.

Baulich sehr ähnlich soll das Großprojekt von Mitarbeiterwohnungen werden, welches 71 Häuser mit je 21 Einheiten bieten und somit insgesamt über 3000 Personen beherbergen soll. Dadurch würden vor allem Mitarbeiter in der Produktion bestens mit bezahlbaren Wohnungen mit neustem Standard versorgt, und das Unterkunftsproblem wäre gelöst. Der Tönnies-Firmenchef aktualisiert hiermit das altbewährte Konzept der „Mitarbeiterwohnung“, welches Mieten und arbeiten räumlich und vertraglich vereinen kann, und macht zudem eine hygienische, arbeitsplatznahe Lösung für das Wohnen möglich.

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Seine Immobilienfirma „Asset“ steht hinter diesem ehrgeizigen Projekt, das innerhalb kurzer Zeit 1500 Wohnungen bauen will. Das einzige praktische Hindernis ist derzeit die Knappheit an verfügbaren Bauplätzen zum Umsetzen des Vorhabens, die groß genug wären, um die Bauarbeiten zu ermöglichen, denn der Grundbedarf ist entsprechend hoch. Über 20 nahe liegende Gemeinden sind bereits vom Konzernchef und seinen engsten Mitarbeitern dahingehend befragt worden, ob es Bauplätze und eine Baugenehmigung geben könnte, und etliche haben Zusagen für erste Gespräche gegeben, so dass der Bauplatz in Kürze konkretisiert werden kann.




Fernziel: Eine eigene Insel

Mit der Schaffung von mehreren Tausend preiswerten, neuen Wohnungen wird ein Bedarf gedeckt, welcher den Immobilienmarkt der Region entspannen kann. Clemens Tönnies geht aktuell davon aus, dass Wohnungen in seinem Großbauprojekt um 300 Euro (Single-Apartment) bis 450 Euro (Zwei-Zimmer-Wohnung) kosten würden, also für jeden Mitarbeiter in der Produktion erschwinglich seien – und zudem, als ein kleiner Nebeneffekt, sicher auch für manche Geringverdiener, Alleinerziehende oder Rentner.

Anrainer der möglichen Standorte sind jedoch geteilter Meinung. Einige kritisieren, dass es erst eines Skandals bedurfte, bevor ein solches notwendiges Bauvorhaben realisiert wird. Andere hingegen sind der Meinung, dass das Motiv für das Bauen egal sei, solange nur das Ziel umgesetzt würde – preiswerte Wohnungen auch für den kleinen Geldbeutel, die ohne Abstrich an Komfort und Hygiene zu erhalten sind.

Mit den günstigen Mitarbeiterwohnungen hört das zielgerichtete Investieren in Immobilien seitens des Tönnies-Konzerns jedoch noch keineswegs auf: das Fernziel ist, in eine Insel zu investieren. Neueste Meldungen sagen aus, dass Margit Tönnies, die Ehefrau von Konzernchef Clemens, derzeit die Ostseeinsel Fischland-Darß-Zingst aufkauft.

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Zusammenfassung

Der Fleischkonzern Tönnies hatte Negativ-Schlagzeilen verursacht, als im Frühjahr 2020 seine Wohnverhältnisse, unter denen insbesondere die Leihmitarbeiter litten, publik wurden. Doch das beschädigte Image der Firma soll schnell repariert werden – und der zugrunde liegende Sachmangel ebenfalls: Tönnies investiert großflächig in Bauprojekte für Tausende neue, schöne und hygienisch einwandfrei ausgestattete Wohnungen für Mitarbeiter. Konzeptueller Pate für dieses anspruchsvolle Bauprojekt ist eine Siedlung moderner, attraktiver Studenten-Apartments, die ebenfalls von der Firma gestaltet wurde.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch PIXEL to the PEOPLE
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