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Haus kaufen trotz Corona – so wird´s gemacht!

Redaktion 9. April 2021
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Immer mehr Mieter in Deutschland überlegen, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen. Der Grund ist der, dass das Wohneigentum bei den Deutschen, aktuellen Umfragen zufolge, einen höheren Status hat als noch vor fünf Jahren. Ein weiterer, praktischer Grund ist der steigende Preis von Immobilien, der bei vielen Kaufinteressenten das Gefühl der Dringlichkeit verstärkt: wer jetzt nicht zugreift, könnte für dieselbe Immobilie in Kürze noch höhere Preise zahlen.

Und nicht zuletzt hat die Corona-Pandemie mit ihren Maßnahmen, namentlich der Kurzarbeit und dem verstärkten Homeoffice, auch die Einsicht gebracht, dass das Wohnen in den eigenen vier Wänden immens zur Lebensqualität beiträgt, weil es mehr Freiheiten und Gestaltungschancen offeriert. Doch das sind nicht die einzigen Vorteile, welche die Pandemie in Bezug auf den Wohnungsmarkt und auf die allgemeine Bewusstseinsbildung zum Thema Immobilien-Erwerbabbildet.

Experten raten tatsächlich, gerade jetzt ein Haus zu kaufen. Warum? Das sehen Sie in der folgenden Übersicht aller Argumente pro Hauskauf.



Was sind die Vorteile der Pandemie für den Kaufinteressenten?

Aktuell sind relativ viele neue Immobilien auf dem deutschen Wohnungsmarkt, was eine besondere Situation für den Kaufinteressenten darstellt. Experten schätzen, dass rund 300.000 Wohnungen im Jahr 2019 bezugsfertig wurden. Das sind doppelt so viele Wohnungen wie noch zehn Jahre zuvor, im Jahr 2010. Der Grund für den Bau-Boom ist die gestiegene Nachfrage auf dem Immobilienmarkt – nicht nur in den Städten, sondern auch in Stadtrandlage, so dass neue Vorstädte oder Kleinstädte entstehen, die idyllisch im Grünen liegen und dadurch mehr Käufer anlocken.

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Diese Veränderung der Infrastruktur wird durchgehend als positiv empfunden, da sie den regionalen Ballungsraum entlastet und zugleich attraktive neue Wohnflächen schafft, die viel Komfort versprechen. Diese positive Veränderung war möglich, auch im vergangenen Jahr der Unsicherheit und Anspannung, weil die Handwerker der Republik wie Maurer, Maler und Elektriker mit ihren bauüblichen Gewerben weitergearbeitet haben und somit auch Rohbauten schlüsselfertig finalisierten. Und deshalb kommen gerade jetzt, Anfang 2021, viele neue Angebote zum Wohnen auf den Markt.

Tipps für den Immobilien-Erwerb

Wer jetzt eine Immobilie erwerben will – ob eine der vielen bezugsfertigen Wohnungen oder, ambitioniert, ein ganzes Haus – sollte aufmerksam die Preise in seiner Region vergleichen: aktuell gibt es große Preisunterschiede bei Häusern und Wohnungen, auch für denselben Immobilientyp. Das hat den Hintergrund, dass die Immobilien in unterschiedlichem Zustand sind, von bezugsfertigem Neubau, wie erwähnt, bis zur Altbau-Immobilie mit Sanierungsbedarf, die aber einen handwerklich begabten Käufer nicht abschrecken kann. Dazu kommt, dass die Möglichkeit, von Zuhause aus zu arbeiten, die Frage nach dem täglichen Fahrtweg zur Arbeit entschärft und in vielen Arbeitsverhältnissen zunehmend irrelevant macht.

Wenn Sie also einschätzen können, dass Sie auch in den kommenden Jahren im Homeoffice arbeiten, hat das den praktischen Vorteil bei der Immobiliensuche, dass Sie den Suchradius vergrößern können und dadurch vielleicht mehr Häuser finden, die Ihren Kriterien entsprechen. Denn wenn es sich abzeichnet, dass Sie in Zukunft nur noch an einem Tag pro Woche ins Büro fahren und an den anderen Tagen von Zuhause aus mit Kollegen und Chefs konferieren, kann auch eine längere Distanz zwischen Wohnung und Arbeit kein Gegenargument zum Kauf sein.

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In diesem Fall sollen umsichtige Hauskäufer oder Wohnungskäufer jedoch unbedingt darauf achten, dass auch ein Arbeitszimmer in der Immobilie vorhanden oder zumindest ausbaufähig ist. Eigentümer in spe müssen wissen, dass neben den Kosten für Haus oder Wohnung noch Erwerbsnebenkosten auf sie zukommen, namentlich die Grunderwerbssteuer, die einmalig zu zahlen ist und von Bundesland zu Bundesland variiert.

Zudem können Maklerprovisionen zu Buche schlagen, jedoch hängt auch deren Höhe vom Bundesland ab: in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen und Hessen können Immobilienkäufer nun die Hälfte der Courtage sparen, die sich bei vielen Käufen um 10.000 Euro oder mehr bewegt. Der Grund ist eine verbraucherfreundliche Gesetzesänderung, die am 23. Dezember 2020 in Kraft getreten ist und es Interessenten leichter machen soll, Wohneigentum aufzubauen.

Zusammenfassung

Aufgrund der verstärkten Präsenz zuhause durch Kurzarbeit und Homeoffice, was für die meisten Bundesbürger seit einen Jahr pandemiebedingt zum Alltag gehört, hat sich die Tendenz bei Mietern in Richtung Kaufinteresse entwickelt: immer mehr wollen raus aus der Mietwohnung und rein ins Eigenheim, wo sie mehr Freiheit genießen. Dass dieser Trend durchaus Vorteile hat, und weshalb es günstig sein könnte, trotz der angespannten Nachfrage nach Erwerbsobjekten, gerade jetzt ein Haus zu kaufen, haben mehrere Experten aus der Immobilienbranche unlängst erklärt.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Pravinrus
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