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Haus kaufen: Kredite schneller auflösen

Redaktion 8. Juni 2019
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Der Hauskauf gehört für die meisten Menschen zu den größten Investitionen, die sie im Leben tätigen, und oft ist es auch eine Bindung auf viele Jahre, was den Kredit betrifft. Denn die wenigsten Normalverdiener sind in der Lage, den Traum vom Eigenheim ohne Hilfe einer Bank, sprich Kredit, zu verwirklichen, und legen sich somit vertraglich fest auf dessen Rückzahlung. Allerdings ist die jährliche oder vierteljährliche Hypothekenbelastung oft hoch, und die monatliche Rückzahlung des Kredits macht vielen Eigentümern Kopfzerbrechen, zumal wenn aufgrund der Zinsen die eigentliche Tilgung des Kredits nur langsam vonstatten geht.

Jeder wünscht sich, mittels einer Tilgung möglichst schnell seinen Kredit aufzulösen, denn je schneller sich ein Kredit auflösen lässt, umso weniger Zinslast muss man tragen. Wann jedoch kann man Kredite auflösen, ohne dass die Bank Vorfälligkeitszinsen berechnet? Und in welchen Fällen sollte man lieber bis zum Ende der Kredit-Laufzeit warten?




Kredite: Es geht (meist) nicht ohne, aber nicht immer sorgenfrei mit

Wer seinen Kreditvertrag früh auflösen und somit weniger Zinsbelastung tragen möchte, greift meist zum Mittel der Sondertilgung. Eine Sondertilgung bedeutet, dass der Kreditnehmer den Kredit für sein Haus – zusätzlich zu seiner monatlichen Rückzahlungsrate – durch eine Sonderzahlung weiter reduzieren darf, so dass es eine außerplanmäßige, aber zulässige Reduktion der Kreditsumme gibt. Die Höhe dieser Sondertilgung ist jedoch nicht völlig variabel oder frei wählbar, sondern beträgt in den meisten Kreditverträgen rund fünf Prozent der gesamten Kreditsumme – betrachten Sie zur Sicherheit genau die Klauseln in Ihrem Vertrag.

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Das heißt, wer zum Beispiel einen Kredit von 100.000 EUR für den Kauf seines Hauses aufnimmt, darf jährlich nur 5.000 EUR Sondertilgung veranschlagen und benötigt mehrere Jahre, um aus den Schulden herauszukommen. Bei besonders günstigen Konditionen und in Einzelfällen kann die Bank jedoch auch bis zu zehn Prozent Sondertilgungsrate erlauben. In solchen Fällen ist die Rückzahlung des Kredits zum Hauskauf eine schnellere Angelegenheit, denn Zeit ist hier buchstäblich Geld, und der Hauseigentümer kommt rascher aus der Kreditfalle heraus.




Vorfälligkeitszinsen und Recht: Zulässig, aber eine Grauzone

Sie haben einen Kredit für Ihr Eigenheim aufgenommen und finden nun, dass die damaligen Konditionen Ihrer Bank ungünstig sind und andere Bankinstitute „billigeres Geld“ anbieten? Ganz einfach kommen Sie wahrscheinlich nicht aus Ihrem aktuellen Kreditvertrag heraus, an dessen Laufzeiten sie vertraglich gebunden sind. Wenn Sie Ihren Baukredit vor Ablauf von zehn Jahren Laufzeit auflösen, berechnet die Bank in der Regel eine sogenannte Vorfälligkeitsgebühr mit der Begründung, dass ihr Zinsen entgehen, wenn der Kreditnehmer vorzeitig aus dem Vertrag aussteigt. In Ihrem Kreditvertrag fürs Haus ist dieser Passus in der Regel genau markiert und Sie können dort erfahren, welche Vorfälligkeitszinsen sich die Bank berechnen will. Allerdings hält der BGH die Berechnung von Vorfälligkeitszinsen grundsätzlich für überprüfenswert (XI ZR 285/03), was es Ihnen als Bankkunden erlaubt, sowohl vor Abschluss des Kreditvertrags, als auch während der Laufzeit kritisch nachzufragen.

Fazit

Kredite und Entschuldung gehen Hand in Hand – Im Idealfall sollte der Kreditnehmer nach einigen Jahren den Kredit für sein Haus zurückgezahlt haben. Wenn das nicht der Fall ist und andere Banken bessere Angebote bieten, kann man frühzeitig aus einem Kreditvertrag aussteigen und umsatteln. Allerdings muss man im Vorfeld prüfen, ob bei vorzeitiger Auflösung Vorfälligkeitszinsen anfallen.

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Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Monkey Business Images
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