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Immobilienmarkt News

Immobilien-Aktien sind lukrativer als Wohnungen

Redaktion 17. November 2020
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Das Immobiliensegment in Deutschland ist trotz Corona im Wachsen – das ergibt eine aktuelle Zwischenbilanz der deutschen Vonovia (Europas größter Wohnimmobilien-Konzern). Auch andere große Immobilienunternehmen wie Deutsche Wohnen melden, dass sie, trotz kurzfristiger Einbußen in ihren Umsätzen im Frühjahr 2020, mittlerweile wieder Gewinne schreiben.

Am Aktienmarkt zeichnet sich diese für Inhaber dieser Firmen und private Anteilsbesitzer recht positive Entwicklung durch einen stetigen Aufwärtskurs der Aktien dieser renommierten Immobilienunternehmen wieder, der schon wieder Zuversicht verspricht. Nun stellt sich mancher clevere Investor die Frage: ist es überhaupt noch sinnvoll, in Häuser und Wohnungen zu investieren, oder sollte ich nicht besser gleich an die Börse gehen?

Denn Aktien der Immobiliengesellschaften und Immobilienfonds können durchschnittlich Devisen-Gewinne erzielen, die sogar noch höher sind als die Renditen, die man mit Immobilien auf einem wechselhaften und störungsanfälligen Markt verdient. Doch wenn man in Aktien investieren möchte, braucht man ein solides Grundwissen über die Börse, die Kursentwicklungen und den Wert der Gesellschaften, in die man investiert. Sind Immobilien immer sicher, oder nur bestimmte Immobilienarten? Diese Fragen werden wir hier beantworten.




Vonovia macht trotz Corona sattes Plus

Nicht alle Immobilienunternehmen in Deutschland und europaweit haben durch die außergewöhnlichen Umstände der Pandemie gelitten; nach einem kurzen Schock und der rastlosen Frage, wie es weitergehen soll, sind die Kurse seit Mitte 2020 bei fast allen großen Playern wieder stabil. Der Net Asset Value (NAV), den diese Firmen wie Vonovia und Deutsche Wohnen und ihre ausländischen Konkurrenten verbuchen, ist in den vergangenen Monaten wieder stark gestiegen.

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Das ist ein positives Zeichen für die Entwicklung der Aktienmärkte und ein Aufbruchssignal für Anleger, sowie auch für private Haushalte, die jetzt investieren wollen. Einzige Ausnahme zum Aufwärtstrend: diejenigen Immobilien-Unternehmen, die strategisch „auf das falsche Pferd gesetzt haben“, was den Einkauf von Häusern, Wohnungen und Gewerbeeinheiten anging. Denn manche Immobilientypen sind die Verlierer 2020. Dazu gehören Büroeinheiten, Hotels und Gastronomie – vormals sicherte Devisen-Erbringer

Tipps für Investoren

Nicht alle Immobilienarten sind für Anleger lukrativ – das hat die Veränderung der Geld- und Immobilienmärkte durch die Pandemie eindrucksvoll gezeigt. Insbesondere Hotels und Gastronomiebetriebe haben ein starkes Minus verzeichnet. Aktienfonds oder Anteile an Immobilientrusts, welche stark auf den Sektor Hotellerie spezialisiert sind, haben demnach erwartungsgemäß große Verluste gemacht. Auch die Bürobranche hat sich durch Zunahme von Home Office Plätzen noch nicht von ihrem wirtschaftlichen Einbruch erholt.




Großinvestoren haben massive Verluste erlitten, wenn ihr Portfolio viele Büroeinheiten, Hotels und Restaurants enthielt, denn diese Unternehmen machten kaum Gewinn. Der größte Shoppingcenterbetreiber in Europa, Unibail Rodamco Westfield – er ist unter anderem auch Eigentümer der Shopping City Süd  – verschlechterte seinen Aktienkurs seit Januar 2020 um 80 Prozent, und das Ende scheint noch nicht erreicht zu sein. Der Privatinvestor sollte sich diese Negativ-Beispiele großer Anleger zu Herzen nehmen, bevor er sein Erspartes in die Aktie eines Immobilienunternehmens steckt, das möglicherweise einige unsichere Branchen unter seinem Dach vereinigt.

In den noch vor 2020 als relativ krisensicheren Branchen der Immobilienwirtschaft, den Büro, den Hotels und den Gaststätten, hat es eine Talfahrt der Kurse an den Börsen gegeben, wie sie vorher kaum dagewesen ist, und die sich als chronisch herausstellen könnte. Anleger der Zukunft sollten daher verstärkt darauf achten, dass ihr Aktienportfolio keine oder nur ganz wenige Anteile solcher Immobilien beinhaltet, um großen Schwankungen der Devisen vorzubeugen!

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Zusammenfassung

Was ist lukrativer – die Immobilie oder die Aktie der Immobilie? Diese grundsätzliche Frage beschäftigt Anleger schon lange, die auf Sicherheit und Gewinn spekulieren. Denn im Rahmen der Corona-Situation 2020 ist auch dem konservativsten Investor klar geworden, dass das vermeintlich sichere Anlageobjekt Haus oder Wohnung nicht immer Gewinne erbringt. Neue Untersuchungen auf dem europäischen Aktienmarkt zeigen, dass Aktien von Immobilien oder immobilien-Trusts sehr viel gewinnträchtiger sein können – sofern die Auswahl stimmt.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch WHYFRAME
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