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Immobilienmarkt

Immobilien als Kapitalanlage – Renditen gehen erneut zurück

Redaktion 22. März 2019

Die Renditen für Immobilien sind in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr in vielen deutschen Großstädten gesunken. Die höchsten Renditen gibt es noch im Osten Deutschlands sowie in Nordrhein-Westfalen – allen voran in Duisburg mit 7,0 Prozent und in Chemnitz mit 6,9 Prozent. Im Süden und im Norden hingegen fallen Renditen derzeit am niedrigsten aus. Besonders gering sind sie mit 2,8 Prozent in Rostock.

Renditen gehen in deutschen Städten langsam zurück

In der heutigen Zeit ist es schwierig, sein Vermögen gewinnbringend anzulegen. In den letzten Jahren entschieden sich viele Verbraucher dafür, in Immobilien zu investieren, weil die Renditen dabei deutlich höher ausfielen als bei anderen Kapitalanlagen. Allerdings ist das Risiko bei der Immobilieninvestition auch deutlich höher. Dazu kommt noch, dass die Renditen mittlerweile in vielen deutschen Städten sinken. Die deutlichsten Rückgänge hatte Chemnitz zu verzeichnen, wo die Renditen von 8,2 auf 6,9 Prozent gefallen sind. Aber auch in Halle an der Saale nahmen sie stark ab: von 6,6 fielen sie auf 5,6 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass die Kaufpreise nach oben klettern, sich die Mieten aber noch nicht in ähnlicher Form erhöht haben.




Das führt dazu, dass Immobilienkäufer in Halle beispielsweise heute durchschnittlich 200 Euro pro Quadratmeter mehr bezahlen als noch letztes Jahr. Die Mieten sind aber gleich geblieben. Dies ergibt eine aktuelle Immobilienmarkt-Analyse, für die die Bruttorenditen von Eigentumswohnungen in 40 Großstädten Deutschlands ermittelt wurden. Für die Berechnung der Kauf- und Mietpreise wurden 641.200 Eigentums- und Mietwohnungen herangezogen, wobei ausschließlich Angebote berücksichtigt wurden, die eine vermehrte Nachfrage erfahren hatten. Die Mietpreise beziehen sich auf den Median der Nettokaltmieten, die bei der Neuvermietung erzielt wurden.

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Im Osten und Westen sind die Renditen noch hoch

Chemnitz gehört zu den Städten in Deutschland mit dem höchsten Leerstand

Obwohl die Renditen auch im Osten und im Westen zurückgegangen sind, gibt es vor allem hier noch relativ hohe Renditen. So liegt Duisburg mit einer aktuellen Bruttorendite von 7,0 Prozent auf dem ersten Platz. Chemnitz landet mit 6,9 Prozent trotz starkem Rückgang auf Platz zwei, dicht gefolgt von Wuppertal mit 6,7 Prozent. In Mönchengladbach und Magdeburg können Immobilienkäufer ebenfalls noch Renditen erzielen, die oberhalb der 6-Prozent-Grenze liegen. Dennoch ist beim Immobilienkauf Vorsicht geboten, denn hohe Bruttorenditen bedeuten nicht zwangsläufig, dass sich die Geldanlage lohnt. Dies lässt sich gut an der Stadt Chemnitz verdeutlichen: Hier ist die Bruttorendite wegen der niedrigen Kaufpreise und der relativ teuren Mieten zwar hoch, allerdings gehört Chemnitz auch zu den Städten in Deutschland mit dem höchsten Leerstand. Deshalb ist das Risiko für ausfallende Mieteinnahmen entsprechend groß. Nur erfahrene Investoren mit umfangreicher Ortskenntnis sollten in Erwägung ziehen, in Städten mit hoher Rendite und hohem Leerstand eine Immobilie zu kaufen.




Im Süden und im Norden fallen Renditen eher niedrig aus

Es gibt im Osten auch Städte, die nicht so renditehoch sind. Das gilt zum Beispiel für Rostock. Die Stadt bildet derzeit bundesweit das Schlusslicht: Hier liegt die Rendite aktuell bei gerade einmal 2,8 Prozent. Der Grund: Die Kaufpreise sind durch viele Neubauten in den touristischen Regionen hoch, allerdings sind die Mieten niedrig. Ähnlich niedrige Renditen findet man sonst derzeit hauptsächlich in Studentenstädten und Metropolen im Süden und im Norden von Deutschland. Die Bruttorendite liegt in Berlin und Frankfurt zum Beispiel bei 3,6 Prozent, in Hamburg bei 3,3 Prozent, in Regensburg bei 3,2 Prozent und in München lediglich bei 3,1 Prozent. Das liegt an den Immobilienkaufpreisen, die in diesen Metropolen so hoch sind, dass die Kosten über Mieteinnahmen nur auf sehr lange Sicht wieder eingenommen werden können. Für private Investoren macht es in diesen Städten nur Sinn, in Immobilien zu investieren, wenn man nicht ausschließlich auf eine Gewinnerzielung aus ist, sondern die Wohnung in Zukunft selbst nutzen oder den Kindern zur Verfügung stellen möchte.

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Ravital
Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch ArTono
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