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Immobilienmarkt News

Die Preisschraube wird höher gedreht: Auch in Rheinland-Pfalz werden Immobilien teurer

Redaktion 22. Oktober 2019
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Dass marktübliche Mieten und Käufe von Immobilien innerhalb Deutschlands immer teurer werden, ist eine Erfahrungstatsache der vergangenen Jahre. Nun hat es auch die eher beschauliche Region Rheinland-Pfalz erfasst: wer hier ein Haus kaufen oder eine Wohnung mieten möchte, muss zukünftig tiefer in die Tasche greifen. Die renommierte Investitions- und Strukturbank (ISB) hat unlängst ermittelt, dass die Mieten überall in Rheinland-Pfalz, in den Städten und kreisfreien Gemeinden, um durchschnittlich rund 3,6 % steigen. In der historischen Stadt Trier gelten statistisch die höchsten Preise fürs Wohnen, da die Nachfrage hier am höchsten ist: die Mieten und Kaufpreise sind um 4,3 % angestiegen, berichtet dieselbe Quelle.




Unterschiede in den Mietpreisen je nach Region: Von Bad Dürkheim bis Birkenfeld

Die Investitions- und Strukturbank (ISB) hat festgestellt, dass es angesichts der überall in Rheinland-Pfalz gestiegenen Mieten und immobilien-Kaufpreise ein starkes Gefälle je nach Beliebtheit der Region beim Verbraucher gibt. Die aktuell höchsten Immobilien-Preise sind in Bad Dürkheim zu erkennen, das aufgrund seines Status als Heilungsort und seiner idyllischen Landschaft eine sehr stark nachgefragte Lage darstellt, die niedrigsten im Kreis Primasens und Birkenfeld, obgleich Birkenfeld durch Ansiedlung von Bildungseinrichtungen bei Studenten stark nachgefragt ist.

Die Bautätigkeit gerade in rheinland-pfälzischen Städten hat seit 2017 massiv zugenommen: allein im Kreis Mainz sind bereits 1500 neue Wohnungen entstanden. Insgesamt vermerkt das Statistische Landesamt für 2018 den Bau von mehr als 14.000 Wohnungen im Bundesland Rheinland-Pfalz. Damit wird auf den gestiegenen Bedarf reagiert, und zusätzlich wird auch von der Nullzins-Kreditierung profitiert, welche den Bauherren oder Bauunternehmern eine bequeme Rückzahlung der Baukredite gewährleistet. Die Entwicklung hin zu mehr Erschließung von Bauland, mehr Baugenehmigungen und mehr Bauprojekten in Rheinland-Pfalz scheint stabil zu sein und sich in Zukunft progressiv entwickeln, wobei auch die Preise fürs Wohnen um die benannten 3,6 % oder mehr steigen.

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Diese dynamische Veränderung auf dem Wohnungsmarkt freut Investoren und Banken, lässt die Mieter jedoch mit gemischten Gefühlen zurück, denn einerseits steigt das Angebot an verfügbarem Wohnraum, andererseits aber auch die tatsächlichen Preise für Miete und Kauf.




Wie geht die Entwicklung weiter – Rheinland-Pfalz, eine unbezahlbare Gegend?

Noch werden in begehrten Städten in Rheinland-Pfalz bei weitem nicht solche hohen Quadratmeterpreise für Wohnungen und Häuser verlangt, wie es in deutschen Großstädten wie Hamburg, München oder Stuttgart üblich ist. In München lag unlängst der Durchschnittspreis pro Quadratmeter Wohnfläche bei neuerstellten Eigentumswohnungen auf dem ehemaligen Gelände der Paulaner-Brauerei bei rund 27 Euro Miete. Von solchen Spitzenpreisen ist Rheinland-Pfalz selbst in seinen statistisch gesehen teuersten Lagen wie Bad Dürkheim noch weit entfernt und wird es voraussichtlich in seiner Tendenz auch bleiben.

Doch auch im beschaulichen Bundesland der Weinbauern und römischen Mosaike, der Fachwerkhäuser und Traditionsstädte hat die wohnbezogene Preisschraube sich erheblich weitergedreht und es werden nach Ansicht von Experten auch in den kommenden Jahren weitere Preissteigerungen bei Immobilien zu erkennen sein. Dadurch könnte das Wohnen für einkommensschwächere Familien auch in den ländlicheren Regionen und den beliebten Städten immer teuer, im Einzelfall sogar unbezahlbar werden.

Der DGB-Vorsitzende für das Saarland und Rheinland-Pfalz, Dietmar Muscheit, hat deshalb gefordert, dass es mehr sozialen Wohnungsbau geben muss, damit den Investoren eine Preisschranke nach Oben für Mieten auferlegt wird. Doch noch hat sein Appell wenig Gehör gefunden, denn die meisten Neubauten gehen, den Statistiken zufolge, auf das Konto von privaten Bauherren oder gewinnorientierten Bauträgern.

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Zusammenfassung

Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat sich bisher aufgrund seiner vorrangig ruralen Struktur nicht als Spitzenreiter bei bundesdeutschen Immobilienpreisen hervorgetan. Aktuelle Untersuchungen der Investitions- und Strukturbank (ISB) haben jedoch ergeben, dass auch in Rheinland-Pfalz Mieten und Kaufpreise für Immobilien um durchschnittlich 3,6 % angestiegen sind, in begehrten Wohnlagen sogar um 4,3 %, was einer deutlichen Steigerung oberhalb der Inflationsrate entspricht.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch S-F
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