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Immobilienangebot – Top oder Flop?

Wohnungsmarkt24 23. Mai 2019
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Bei den derzeitigen Niedrigzinsen fragen sich viele, wie sie mit ihrem Ersparten ordentliche Renditen erwirtschaften können. Eine Immobilie als Kapitalanlage kann eine Investition sein, die langfristig eine gute Einnahmequelle darstellt. Doch gerade im Immobiliengeschäft gibt es viele Faktoren, die aus einer lukrativ scheinenden Geldanlage das Gegenteil machen können.

1. Die wichtigsten Entscheidungskriterien

1.1. Lage, Lage, Lage

Zunächst muss man sich als Kapitalanleger im Bereich der Immobilien entscheiden, wo man investieren möchte. Ein Anlageobjekt muss nicht im Nachbarort sein, für Privatinvestoren kann dies aber von Vorteil sein. Nirgends kennt man sich besser aus und weiß, welche Vor- und Nachteile in Bezug auf die Verkehrsanbindung, Nahversorgung, die wirtschaftliche Stärke des Ortes oder anderen Details vorliegen.





1.2. Die Art der Immobilie

Ganz klassisch kann man sich als Immobilieninvestor eine Wohnung kaufen und diese vermieten. Eine andere Möglichkeit ist beispielsweise ein denkmalgeschütztes oder sanierungsbedürftiges Objekt zu kaufen, dieses zu renovieren und mit Gewinn zu verkaufen. Auch Nicht-Wohngebäude eignen sich als Kapitalanlage. Sie erzielen oft höhere Renditen, bergen aber auch größere Risiken vor allem in Bezug auf eine mögliche Neuvermietung.

2. Die Prüfung eines Immobilienangebots

Sobald einige Angebote herausgefiltert wurden, kann man sich die Immobilien im Detail ansehen. Wichtige Kriterien sind die Vermietbarkeit, falls die Immobilie leer steht. Liegt ein Mietverhältnis bereits vor, sind Mietvertrag und Mieter genaustens zu überprüfen.

 Besichtigung Immobilie

Eine Besichtigung der Immobilie: auf bauliche Mängel und Schäden ist zu achten

Auch eine Besichtigung des Objekts ist unabdingbar. Hierbei sollte man auf bauliche Mängel achten, Schäden am Gebäude identifizieren und bereits abschätzen, wann welche Renovierungsarbeiten anstehen. Größere Investitionssummen beanspruchen Baumaßnahmen wie die Erneuerung der Fenster, eine Dacheindeckung oder die Sanierung der Heizungsanlage.

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Bei Immobilien, die durch eine Teilungserklärung in Miteigentumsanteile (MEA) aufgeteilt sind, gibt es meist Immobilienverwalter. Diese halten eine jährliche Versammlung ab, bei der Protokoll geführt wird. Eine ordentlich geführte Immobilienverwaltung sorgt für die Rückstellung angemessener Beträge, um für größere Instandhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen bereits Kapital verfügbar zu haben. Andernfalls können hohe Sonderumlagen schnell die errechnete Top-Rendite schmälern. Die Höhe der Rücklagen sowie die in den Protokollen festgehaltenen Maßnahmen geben Aufschluss über mittelfristigen Kapitalbedarf der Immobilie.






Das subjektive Gefallen einer Immobilie hat nichts damit zu tun, ob sie sich als Kapitalanlage eignet. Daher sollte man vor dem Kauf eines Objekts gründlich recherchieren und objektive Kriterien für die Immobilienbewertung heranziehen. Auch eine solide Renditeberechnung zeigt auf, ob eine Immobilie langfristig eine solide Investition darstellt.

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Andrey_Popov
Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Solis Images
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