LOADING

Type to search

Immobilienmarkt News

Immobilienkurse weiterhin günstig: Der Zweitmarkt geschlossener Fonds ist im Aufwind

Redaktion 8. September 2020
Beitrag teilen:

Beim sogenannten „Zweitmarkt“ der Immobilien handelt es sich um geschlossene Immobilienfonds. Im Gegensatz zu offenen Fonds sind geschlossene Fonds konkreten Objekten, Häusern, Wohnungen oder Gewerbeimmobilien, zugeordnet. Der Investor in einen geschlossenen Fond erwirbt also nicht irgendwelche volatilen Anteile, sondern konkrete Anteile an ganz bestimmten Immobilien.

Solche geschlossenen Fonds auf dem Zweitmarkt der Häuserwirtschaft sind aktuell hoch angesehen, denn sie sind – trotz oder sogar auch gerade wegen der post-pandemischen Lage 2020 – eine sichere Investition von Kapital und erbringen mehr Rendite als viele andere Investitionen. Ein aktuelles Gespräch mit einem Experten für den wohnwirtschaftlichen Zweitmarkt, Andreas Prey von HTB Immobilienfonds, bestätigt diese Tendenz.




Warum eine Krise gut für Investoren ist

In den Zweitmarkt von Immobilien zu investieren ist gerade in Krisenzeiten eine gute Idee, findet Andreas Prey. Denn Krisen eignen sich generell gut für Geldanlagen, da man potentiell viele Anteile – welcher Beteiligung auch immer – erhalten kann, welche dann nach der Schieflage wieder im Wert steigen. Diese Taktik, die auch an der Börse funktioniert, kann für Anleger auf dem Immobilienmarkt ähnlich umgesetzt werden, da auch die Fonds börsenwirtschaftlich gerechnet werden.

Hierbei unterscheiden sich offene von geschlossenen Immobilienfonds als Modelle für Anleger, denn bei offenen werden Anteile unabhängig von der Bindung an bestimmte Immobilien verkauft, bei geschlossenen Fonds hingegen geht es um Anteile von ganz bestimmten Häusern oder Lagerräumen. Insofern seien die geschlossenen Fonds auf dem Zweitmarkt früher oft etwas kritisch betrachtet worden aufgrund ihrer immanenten Dynamik, denn sank der Verkehrswert jener Immobilien, an welchen man Anteile hatte, erlitt man als Investor sehr schnell eine Renditeminderung.

Jetzt lesen :  Aldi auf dem Wohnungsmarkt: Kommt die Discounterwohnung jetzt auch in Frankfurt (Oder)?

Aktuell seien die Verhältnisse jedoch anders, da der Häusermarkt trotz oder gerade wegen der postpandemischen Situation stark im Kommen ist und daher eine Renditesenkung sehr unwahrscheinlich erscheint. Prey konkretisiert: der Markt für Lebensmittel und Wohnen und entsprechende Häuser zum Investieren sei nach wie vor gut, was hingegen frappant an Wert auf dem Markt eingebüßt hätte, seien Gastronomiebetriebe, touristische Anlagen und Hotels in jeder Größenordnung. Fondsanlagen, welche Wohnimmobilien oder Lebensmittelgeschäfte im Portfolio haben, seien also wirtschaftlich gerade jetzt sehr gut aufgestellt und versprechen auch für die Zukunft hohe Renditen.




Wer in den Zweitmarkt investieren sollte – und warum

Wer gern mit Immobilien Geld verdienen will, aber nicht das klassische Modell des Vermietens – mit allen täglichen Erschwernissen wie möglichem Ärger mit Mietern, Nebenkostenabrechnungen und Streit mit der Hausverwaltung – auf sich nehmen möchte, ist mit einem geschlossenen Immobilienfonds auf dem Zweitmarkt gut bedient. Denn ein geschlossener Immobilienfonds ermöglicht relativ hohe Rendite ab einer Beteiligung von 5.000 Euro, ist also auch für Kleinanleger spannend, die ihrem privaten Portfolio an Anlagen eine Investition in Stein hinzufügen möchten, ohne ein großes unternehmerisches Risiko zu tragen.

Ein Restrisiko bleibt natürlich: eine dauerhafte Aufwärts-Entwicklung aller im Fonds eingeschlossenen Häuser kann nicht garantiert werden, von keinem Anbieter. Erfahrene Anbieter auf dem Markt setzen daher eine flexible Strategie bei der Auswahl der Objekte ein, welche dem Fonds hinzugefügt werden, und konzentrieren sich aktuell auf die Bereiche Wohnen und Büro, die sich als krisensicher und daher auch investitionssicher gezeigt haben.

Jetzt lesen :  Angespannter Wohnungsmarkt: Weniger Baugenehmigungen

Prey empfiehlt den Immobilienfonds HTB 11, welcher eine breite Streuung des möglichen Risikos erlaube. Er betont, dass dieser Immobilienfonds die stabilen Nutzungsarten Wohnen (78,3 %) und Büro (18,5 %) mit halbstaatlichen/staatlichen Mietern/Banken mit langfristigen Mietverträgen kombiniert und daher einen Cashflow in Gegenwart und Zukunft sicher ermögliche. Der private Investor könne sich hier mit wenig Einlage ein realistisches Bild vom Handeln am Häusermarkt machen.

Zusammenfassung

Der Zweitmarkt im Immobiliensektor umfasst die Fonds, welche an der Börse gehandelt werden: offene und geschlossene Fonds, welche an konkreten Häusern Beteiligung versprechen. Aktuell sind geschlossene Immobilienfonds auf dem Markt ein Renner, weil die Anteile an den Häusern im Wert steigen, und die Investition grundsätzlich als sehr krisensicher zu betrachten ist.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch PhuShutter
Beitrag teilen: