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Immobilienmarkt News

Gegen die Umsatzverluste: Immobilienmakler brauchen Hilfe und ein bisschen Kreativität

Redaktion 24. März 2020
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„Im Homeoffice kann ich keine Wohnungen zeigen“ – sagte ein Immobilienmakler am Wochenende zur Ludwigsburger Kreiszeitung im Zuge einer Umfrage über eine mögliche Ausgangssperre. Und damit drückt er die Sorgen zahlreicher Immobilienmakler derzeit aus. Die aktuelle Gesundheitskrise und die damit einhergehenden Beschränkungen, Kontaktverbote und Quarantäne-Regelungen lassen auch so manchen Makler derzeit mit leeren Händen zurück.

Welche Auswirkungen auf den Wohnungs- und Häusermarkt tatsächlich auf sie zukommen – von prognostizierten Rückgängen bei den Kaufpreisen bis hin zu Mieteinnahmeverlusten – lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Doch eins scheint klar: Immobilienmakler müssen neue Wege finden.




Corona trifft auch die Immobilienmakler

Noch ist das Ausmaß nicht zu sehen. Doch zahlreiche Immobilienmakler berichten längst von einem Auftragseinbruch. Kunden springen von angedachten Käufen ab, Kaufinteressenten entscheiden aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage, dass heute lieber doch kein Immobilienkredit aufgenommen werden sollte.

Auch Immobilienbewertungen werden bereits auf die Zeiten nach der Krise verschoben. Längere Vermarktungszeiträume sind anzunehmen. Zurück bleibt ein Immobilienmakler mit leeren Auftragsbüchern.

Hilfe vom größten Immobilienmarktplatz Deutschlands

Aber auch Maklern wird Hilfe geboten. So veröffentliche erst kürzlich der größte, deutsche Immobilienmarktplatz im Internet seine Hilfsangebote. Immobilienscout24 gewährt angesichts der Krise gewerblichen Kunden einen Zahlungsaufschub von bis zu neun Monaten. Damit würde die Aprilrechnung erst Ende des Jahres fällig werden – sollte das Angebot angenommen werden.

Aber auch private Anbieter bekommen Unterstützung: Sie können ab 27. März einen Monat lang kostenlos inserieren. Das soll den Marktplatz lebendig halten: „Stillstand ausschließen – Für einen attraktiven und vielfältigen Marktplatz“, heißt es im Originalschreiben der beiden Geschäftsführer Ralf Weitz und Dr. Thomas Schroeter.

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Zudem soll Maklerkunden auch nach der Krise mit kostenlosen Mandaten unter die Arme gegriffen werden. Ein weiteres Angebot könnte ebenfalls für Immobilienmakler hilfreich sein: Kunden können seit einigen Tagen auch kostenlos virtuelle 360-Grad-Rundgänge in ihre Immobilieninserate aufnehmen – eine Lösung, die für so manchen Immobilienmakler zur Technik der Zukunft werden könnte.




Besichtigung online: Virtuelle Lösungen zur Zeitüberbrückung

Die Zeit der Not macht kreativ. So vermehren sich die Ansätze, die Wohnungsbesichtigung virtuell zu gestalten. Zahlreiche Angebote schießen derzeit aus dem Boden, wie eine Besichtigung mit 360 Grad Rundumblick von zu verkaufenden oder zu vermietenden Objekten geboten werden kann – kontaktlos und sicher. Dies bietet die Chance, dass Hausbesitzer ihr Vorhaben eines Verkaufs nicht auf die lange Bank schieben müssen. Interessenten können die kommenden Wochen mit Kontaktverbot dennoch auf die Suche gehen. Der Kontakt zum Makler oder Maklerin muss nicht physisch erfolgen.

Digitale Kontaktformen, Werbung in sozialen Netzwerken und Aufbau einer entsprechenden Kommunikationstechnologie – das kann in den nächsten Wochen den Kauf- oder Verkaufswunsch des einen oder anderen verfestigen oder zumindest die Zeit von Immobilienmaklern sinnvoll füllen. „Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer […] steckt nicht den Kopf in den Sand, sondern nutzt die Zeit, um Prozesse in eurem Unternehmen zu digitalisieren und eine Online-Marketing-Strategie zu entwickeln“, appelliert Sonja Funke von der Social Media Agentur Bremen in einer aktuellen Pressemitteilung von INDUfact UG (haftungsbeschränkt) – ein Aufruf, der auch Immobilienmaklern Mut machen soll.

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Und von einer Dynamik könnten sie zudem profitieren: Zahlreiche Immobilienexperten gehen davon aus, dass nach der Krise auch mit einer nachgeholten Nachfrage zu rechnen sein wird.

Zusammenfassung

Immobilienmakler leiden aktuell unter abgesagten Kaufvorhaben und nicht durchführbaren Besichtigungen. Doch es gibt auch Hilfsangebote und kreative Ideen, die Immobilienmakler neue Wege gehen lassen!




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Georgejmclittle
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