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Entwarnung: Immobilienmarkt bleibt trotz Corona stabil

Redaktion 5. Juni 2020
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Groß waren die Ängste, dass die aktuelle Corona-Krise sich negativ auf den Immobilienmarkt auswirken könnte. Doch eine aktuelle Datenanalyse des Immobilienportals Immobilienscout24 zeigt: Preise und Angebote entwickeln sich stabil. Das Portal hat alle bis Ende Mai veröffentlichten Anzeigen ausgewertet, die Ergebnisse nun vorgelegt und gibt ihrerseits Entwarnung.

Angebot der Wohnungsimmobilien höher als Vor-Krisen-Niveau

„Der Immobilienmarkt ist hochdynamisch und zeigt sich krisenfest“, kommentiert Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24 die nun vorgelegte Analyse in der Pressemitteilung. „Nach einer kurzen temporären Corona-Flaute stiegen Nachfrage und Angebot nach Wohnimmobilien über das Niveau der Wochen vor Corona. Aktuell rangiert das Wohnungsangebot für Miete und Kauf sogar über dem üblichen Jahresanfangshoch.“




Das zeigt sich in den vorgelegten Daten sowohl bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern als auch bei dem Angebot von Mietwohnungen. Zwar habe es Mitte März einen leichten Rückgang beim Angebot von Eigentumswohnungen gegeben, doch seit Ende März stieg die Zahl der Verkaufsinserate auf dem Portal wieder an. Mit einem Zuwachs von 5,9 Prozent seit dem Tiefststand am 24. März liege diese nun wieder vor dem Krisen-Niveau. Auch das Angebot von Einfamilienhäusern hat in den letzten Wochen wieder deutlich zugenommen (3,5 Prozent).

Bei den Mietwohnungen war zunächst in Rückgang von 9,7 Prozent zu beobachten, doch seit dem 26. März hat das Angebot laut der Datenanalyse wieder deutlich zugenommen. Mit einem Anstieg der Inserate um 17,4 Prozent liegt nun auch das Angebot der Mietwohnungen wieder über dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

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Weiter Preissteigerung bei Immobilien trotz Krise

Auch ein Preiseinbruch ist nicht zu beobachten – im Gegenteil. Die Auswertung zeigt, dass sich deutschlandweit die Preise für Eigentumswohnungen seit Anfang 2020 um insgesamt 6,2 Prozent gesteigert haben. Aktuell liegen sie mit 4.145 Euro pro Quadratmeter auf einem hohen Niveau. Bei den Einfamilienhäusern ist ein Anstieg von 4 Prozent auf 2.526 Euro pro Quadratmeter zu beobachten.

Auf dem Mietwohnungsmarkt sind die Preise ebenfalls deutlich über dem Vor-Krisen-Niveau. Im Durchschnitt stiegen die Mietpreise seit Ende März von 8,59 Euro auf 8,80 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Anstieg von 2,5 Prozent – seit Beginn des Jahres ist sogar ein Anstieg von 4,1 Prozent zu verzeichnen. „Nach unseren Daten können wir Entwarnung geben. Der Markt zeigt sich stabil und lebendig“, so Dr. Schroeter.



Stabilität auch auf dem Gewerbeimmobilienmarkt

Auch auf dem Markt der Büroimmobilien herrscht angesichts dieser Datenanalyse Stabilität. Angebot, Nachfrage und Preise liegen ebenfalls auf dem Vor-Corona-Niveau. Auch hier war zunächst die Nachfrage eingebrochen, doch inzwischen erholt sie sich kontinuierlich.

Bei den Preisen ist ein konstanter Anstieg zu sehen: von durchschnittlich 11,81 Euro pro Quadratmeter in der 14. Kalenderwoche auf 11,81 Euro pro Quadratmeter in der 22. Kalenderwoche. Das ist ein Preisanstieg von 3,3 Prozent. Die Kaufpreise liegen mit 2.166 Euro pro Quadratmeter im bundesweiten Mittel aktuell ebenfalls über dem Vor-Krisen-Niveau.

Normalisierte Ferienwohnungsangebote und keine Stadtflucht

Bei den Ferienwohnungen werden die Angebote, die kurzfristig auf den Mietwohnungsmarkt umgelenkt wurden, nun von vielen privaten Vermietern zurück zum Bereich „Wohnen auf Zeit“ gebracht. In diesem Bereich wurde eine Steigerungsrate von 63 Prozent für die Top-7-Städte im Vergleich zur Zeit vor Corona und Kontaktbeschränkungen verzeichnet. „Ferienwohnung haben im April Entlastung für die Menschen geschaffen, die kurzfristig auf der Suche nach einer Bleibe waren, weil sie beispielsweise von einem Auslandsaufenthalt zurückkehren mussten. Nun stellen private Vermieter wieder seltener befristete Angebote auf unserer Seite ein”, erklärt Schroeter.

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Auch eine befürchtete Stadtflucht können die Experten auf dem Portal bisher nicht erkennen. „Unsere Daten belegen, dass die Menschen sowohl Eigentumswohnungen als auch Häuser bundesweit wieder stark in der Stadt und auf dem Land nachfragen. Häuser auf dem Land gewinnen dabei in den vergangenen Wochen an Attraktivität. Es bleibt abzuwarten, ob sich daraus ein langfristiger Trend entwickelt”, kommentiert Dr. Thomas Schroeter.

Die Ansprüche der Interessenten konnte die Krise ebenfalls nicht verändern, wie eine aktuelle Umfrage des Portals zeigt. 70 Prozent der Suchenden hätten keine veränderten Ansprüche an ihr neues Zuhause. Im Gegenteil: Rund die Hälfte der Deutschen weiß das Zuhause in Corona-Zeiten noch mehr zu schätzen, fast ein Drittel der Befragten war mit diesem genauso zufrieden wie vorher.

Zusammenfassung

Der Immobilienmarkt bleibt trotz Corona-Krise stabil, zeigt eine aktuelle Datenanalyse des Immobilienportals Immobilienscout24. Sowohl Angebot als auch Preise seien nach dieser Auswertung wieder auf Vor-Krisen-Niveau oder sogar höher.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Solis Images
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