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Immobilien-Märkte in der Ausnahme-Zeit: Deutschlands größter Vermieter zieht Bilanz

Redaktion 7. August 2020
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Immobilienmärkte reagieren sensibel auf volkswirtschaftliche Kriterien und auch nur leichte Veränderungen in Bezug auf die Kaufkraft der Bürger und Wirtschaftszweige. Eine so große ökonomische Gesamtveränderung, wie sie kürzlich durch die globale Pandemie stattgefunden hat, ist historisch selten, und natürlich hat sie Auswirkungen auf die Immobilienbranche, die als ein Indikator für die Geschäftsverhältnisse privater Investoren sowie auch der öffentlichen Hand gilt. Doch welcher konkreten Art sind diese Auswirkungen?

Seit der Ausrufung der staatlichen Ausnahmeregelungen in der Corona-Pandemie im März 2020 widersprechen sich Experten über die Art und das Ausmaß der Effekte – manche sahen und sehen Landunter in den immobilien-Investments, andere sehen bereits einen Silberstreif am Horizont. Nun ist einer der bundesweit größten “Player” auf dem Immobilienmarkt mit einer überraschenden Bilanz dieser drängenden Angelegenheit zur Sprache gekommen.

Die an der Börse gemeldete  VONOVIA gilt als Deutschlands größter Vermieter. Unlängst hat sie Bilanz gezogen über das Immobiliengeschäft vor, während und nach der Corona-Zeit und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen: die Mieten sind größtenteils noch stabil geblieben, doch es gibt insgesamt weniger Neubauten. Woran das liegt und wie sich diese Entwicklung in naher Zukunft auswirken könnte, sehen Sie im Folgenden.




Ein fantastisches Halbjahresergebnis trotz Corona

Der VONOVIA-Chef Rolf Buch gibt bekannt, dass der operative Gewinn des ersten Halbjahrs (Group FFO) 2020 auf stolze 676 Millionen Euro geklettert ist. Dies sei sogar höher als im ersten Halbjahr 2019. Die Mieteinnahmen seien insgesamt über 11 Prozent gestiegen, was eine bedeutende Veränderung gegenüber dem Vorjahr darstelle. Alle wirtschaftlichen Unternehmensziele von VONOVIA seien trotz der Corona-Zeit erreicht worden, und auch in Zukunft sei man optimistisch, dass man die obere Bandbreite der prognostizierten Entwicklung erreiche.

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Insofern seien negative Prognosen anderer Firmen und Wirtschafts-Institute über mögliche Talfahrten der Immobilienpreise durch die Pandemie wirkungsvoll widerlegt worden durch positive Fakten. Buch bilanziert zufrieden: Mieten und Kaufpreise von Immobilien in guten Lagen seien weiterhin hoch und stellenweise sogar steigend, und sein Konzern stehe im Vergleich ausgesprochen stabil da. Dennoch, trotz der positiven Entwicklung für Investoren und Großkonzerne wie VONOVIA, gibt es seit einem halben Jahr einige gravierende Veränderungen in der Bewirtschaftung von Häusern und Wohnungen. Welche Veränderungen sind das?




Neue Maßstäbe bei Immobilienwirtschaft

Wenngleich das Wohnen selbst für die meisten Mieter nicht billiger geworden ist – und die meisten Vermieter dieselbe Rendite, die meisten Verwalter dieselben Bezüge kassieren – sei das Geschäft mit Immobilien derzeit etwas anders, ergänzt der VONOVIA-Chef Buch. Denn in Zeiten, in denen die Mieter zuhause blieben, könnten größere Reparaturen wie am Dach oder in den bewohnten Apartments selbst nur sehr begrenzt durchgeführt werden. Entsprechende Handwerkeraufträge könnten also vorübergehend nicht vergeben werden. Aufgrund der generell problematischen Lage auf dem Arbeitsmarkt und einem Unterangebot an Handwerkern könnten auch die nötigen Neubauten nicht mehr so schnell und planbar wie früher erstellt werden.

Das bedeutet wiederum eine andere Dynamik, die sich in Kürze auswirkt, denn nun konzentriert sich der Immobilienmarkt verstärkt auf Bestandsimmobilien. Das könnte jedoch bedeuten, dass der Sanierungsrückstand in einigen Häusern und Wohnungen umso stärker ins Gewicht fällt, und, dass sich die angespannte Situation zwischen Nachfrage und Angebot weiter verstärkt. Neubauten zur Entspannung der Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt sind wichtig, damit sich jetzt und in Zukunft eine gesündere Relation zwischen dem Marktangebot und der Suche nach bezahlbarem Wohnraum etablieren kann.

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Zusammenfassung

Auf dem bundesdeutschen Immobilienmarkt scheint seit Corona nichts mehr zu sein, wie es einmal war – doch dieser Schein trügt, denn es gibt nun auch stabilisierende und sogar positive Tendenzen in der Branche. Die große Immobiliengesellschaft VONOVIA in Deutschland hat nun ihren operativen Gewinn im ersten Halbjahr 2020 veröffentlicht und festgestellt, dass dieser Profit in Höhe von 676 Millionen Euro sogar noch deutlich höher liegt als im ersten Halbjahr 2019.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch guteksk7
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