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Immobilienpreise in Deutschland auf Rekordniveau – die Angst geht bei Mietern um!

Wohnungsmarkt24 13. Februar 2018
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Sie sind – abgesehen von den Jahren der Wiedervereinigung – auf dem höchsten Stand seit 40 Jahren: die Preise für Wohneigentum in Deutschland. Vor allem Neubauten sind besonders teuer. Das erschwert die Investition aus dem Wohnungsmarkt. Aber auch gestiegene Mieten verschärfen die Lage: Immer mehr Mieter haben Angst, ihre Wohnung nicht mehr zahlen zu können.

Preissteigerung: A-Städte und Neubau-Eigentumswohnungen am teuersten

Auch 2017 sind die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt wieder deutlich gestiegen. Das geht aus dem Bulwiengesa-Immobilienindex 2018 hervor, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde. Die Preisentwicklung von Gewerbe- und Wohnimmobilien ist demnach im vergangenen Jahr um weitere 5,7 Prozent gestiegen – das 13. Jahr hintereinander. Nach den Jahren 1990 bis 1992 ist das der höchste Anstieg.




Vor allem in sogenannten A-Städten zogen die Preise besonders an. So haben sich Immobilien in München, Hamburg. Berlin, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart um durchschnittlich neun Prozent verteuert. Am höchsten sind die Preise im vergangenen Jahr für Neubau-Eigentumswohnungen geklettert – sie sind um durchschnittlich 9,6 Prozent gestiegen. Der Kauf von Einfamilienhäusern ist um 7,3 Prozent teurer geworden, Reihenhäuser kosten 7,7 Prozent mehr. Gründe für die Preissteigerung sind vor allem steigende Grundstückskosten, aber auch gestiegene Lohnkosten und höhere Materialkosten verteuern den Bau. Dennoch sprechen Experten nicht von einer Blasengefahr auf dem Immobilienmarkt und beschwichtigen.

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Hohe Mieten? Viele Mieter haben Ängste

Mieter fürchten: Mehr Wohnungen und dennoch mehr Angst

Obwohl die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Deutschland ebenso zugenommen hat, steigt auch die Angst der Mieter. 280.000 Wohnungen sind im vergangenen Jahr neu in Deutschland entstanden – ein Wachstum von 74 Prozent (bei Eigentumswohnungen sogar um 120 Prozent). Dennoch bereiten die ebenfalls steigenden Mieten inzwischen drei von vier Bewohnern Sorgen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Caritasverbands hervor. So fürchten 74 Prozent der Befragten, ihre Wohnung zu verlieren. Die Angst zieht sich inzwischen durch alle Schichten – er seien von ihr betroffen. Der Verband sieht die neue Bundesregierung, aber auch die Kommunen in der Pflicht, vor allem in sozialen Wohnbau zu investieren, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen.

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Weitere Wertsteigerung prognostiziert: Einstieg für Investoren weiter möglich

So mancher Gutverdiener fragt sich angesichts der hohen Preise, ob es sich noch lohnt, in den Immobilienmarkt zu investieren. Niedrige Zinsen und steigende Objektpreise haben solch eine Anlage bisher attraktiv gemacht – und das über einen langen Zeitraum. Dieser Boom hält bereits zehn Jahre an. Aber gerade in mittelgroßen Städten sehen Experten noch erhebliche Wertsteigerungen für möglich.




Ist ein Ende des Booms in Sicht? Für 2018 wird ein gebremster Anstieg der Immobilienpreise prognostiziert. Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA erwartet sogar eine Beruhigung der Preisentwicklung für 2018. Einen ähnlichen Trend vermutet das Forschungsinstitut Empirica und prophezeit eine gebremste Preisentwicklung ohne Sondereffekte. Dennoch wird auch in diesem Jahr die Nachfrage weiter deutlich über dem Angebot bleiben.

Zusammenfassung

Die Preise für Wohneigentum sind so hoch, wie seit fast 40 Jahren nicht mehr. Auch im vergangenen Jahr sind sie weiter gestiegen. Gleichzeitig fürchten immer mehr Mieter, ihre Wohnung zu verlieren. Dennoch sehen Experten keine Gefahr einer Immobilienblase – Stabilisierung sei in Sicht.

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch ArchMan

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch g-stockstudio
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