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Immobilienmarkt News

Makler oder nicht? Viele Anbieter verkaufen Immobilien von privat

Redaktion 6. August 2019
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Wer heute ein Haus zu verkaufen hat, findet auf dem aktuellen Immobilienmarkt in Deutschland eine hohe Nachfrage. Doch die Makler-Courtagen sind hoch, weshalb viele Verkäufer keinen professionellen Vermittler zwischenschalten. Die meisten Verkäufer von Immobilien agieren daher von privat zu privat.

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Erbschaft oder Scheidung: wohin mit dem Haus?

Erbschaften, Scheidungen und berufliche Mobilität sind die Antriebsmotoren hinter privaten Immobilien-Verkäufen. Immer mehr Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen aufgrund der demografischen Entwicklung seit einigen Jahren in den Genuss einer Erbschaft, oft in Immobilien. Ebenfalls ist bei einer Scheidungsrate von fast 50 % in den Metropol-Regionen die individuelle Wahrscheinlichkeit hoch, eine Immobilie trennungsbedingt zu veräußern. Und nicht zuletzt spielt die geforderte berufliche Mobilität heute eine sehr große Rolle bei Hausverkäufen. Wenn ein Hausverkauf ansteht, entscheiden sich laut einer aktuellen Studie der Raiffeisen-Immobilien Österreich rund 55 % aller Eigentümer für einen Verkauf von privat an privat, also ohne Makler.

Die Tendenz ist leicht fallend, und dennoch ist festzuhalten, dass über die Hälfte der stolzen Immobilien-Besitzer sich den Verkauf nicht aus der Hand nehmen lässt. Was sind die Gründe? Der Makler verlangt eine hohe Courtage. Diese Courtage wird gegebenenfalls vom Verkäufer und vom Käufer verlangt. Insofern überlegen sich gegenwärtig viele Eigentümer, ob sie sich die hohe Maklergebühr nicht sparen sollen, und zudem den Preis für den potentiellen Käufer attraktiver machen können, indem sie einfach selbst ihr Haus mit einer Annonce in ein gutes Immobilie-Portal einfügen. Allerdings hat diese einfache Rechnung auch Nachteile, denn viele Makler bieten professionelle Serviceleistungen, welche die Courtage durchaus rechtfertigen und den Verkäufer entlasten.

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Vor- und Nachteile des Immobilien-Verkaufs von privat

Makler vereinfachen grundsätzlich den Verkauf einer Immobilie, indem sie den Verkehrs- und Verkaufswert einer Immobilie aufgrund aktueller Tabellen richtig einschätzen, professionelle Werbung gestalten, gute Betreuung für den Verkäufer bieten und dafür sorgen, dass Besichtigungstermine reibungslos ablaufen. Insofern sind manche Eigentümer gern bereit, für diesen Service die Makler-Courtage zu bezahlen, weil er ihnen einige Sorgen abnimmt. Dennoch ist mehr als die Hälfte der Hausverkäufer von privat gegen die Einschaltung eines professionellen Maklers.

Doch der Immobilienverkauf „auf eigene Faust“ gestaltet sich nicht immer ganz einfach, vor allem nicht für den Unerfahrenen. Ein Problem, das der Immobilien-Verkauf von privat mit sich bringt, beginnt mit der Einschätzung des Verkehrswerts des Hauses. Denn die meisten privaten Anbieter tendieren aus Expertensicht dazu, ihr Eigenheim preislich viel zu hoch zu taxieren. Das hat Gründe, die großenteils sentimentaler Art sind: man hat in dem Haus gelebt, verknüpft gute Erinnerungen damit. Doch solche emotionalen Aspekte zählen nicht bei der Berechnung des realen Verkehrswerts einer Immobilie auf dem Markt. Bei Scheidungs-Immobilien kommt oft hinzu, dass die beiden getrennten Ehepartner unterschiedliche Vorstellungen vom Verkehrswert des einstigen Traumhauses haben, und auch diese Differenzen sind zeit- und aufwandsintensiv.

Fakt ist, dass viele Häuser und Wohnungen sich nicht oder erst sehr spät verkaufen, weil die Eigentümer den Verkehrswert unrealistisch hoch eingeschätzt haben, und daher die Interessenten ausblieben. Der zweite oft problematische schritt beim Veräußern der eigenen Immobilie für den Privatmann ist die mangelnde Erfahrung. Elternhäuser hat man, ironisch gesagt, gewöhnlich nur einmal, und die meisten Verkäufer können insofern nicht auf die. .

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Zusammenfassung

Es ist ein Trend in Deutschland, Österreich und der Schweiz: mehr als die Hälfte derer, die ihr Haus verkaufen wollen, agieren von privat zu privat. Grund: die hohen Maklergebühren – doch Makler bringen auch Vorteile.

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Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Pormezz
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