LOADING

Type to search

Immobilienmarkt News

Aktuelle Investorenstudie: In B-Städten lohnt sich der Kauf

Redaktion 3. Oktober 2019
Beitrag teilen:

Während in den großen Metropolen Deutschlands Häuser und Wohnungen immer teurer werden und sich der Kauf nicht lohnt, sieht das in B-Städten ganz anders aus. Das hat die Investorenstudie „Risiko-Rendite-Ranking 2019“ des Immobiliendienstleisters Dr. Lübke & Kelber ergeben. So lohnt sich beispielsweise der Kauf einer Immobilie in Lüneburg, Fürth und Pforzheim besonders. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Insgesamt 111 deutsche Standorte, darunter die Top-7-Städte, betrachtete die Studie.




Kein Kauf in A-Städten: Überteuerte Metropolen lohnen sich nicht

Gerade in Berlin, Hamburg oder München steigen die Preise rasant. In der bayrischen Hauptstadt kostet der Quadratmeter für eine durchschnittliche Eigentumswohnung 7.426 Euro, bei Neubauten liegt der Preis sogar bei 8.836 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten liegen hier ebenfalls hoch und haben längst die Grenze von 20 Euro pro Quadratmeter geknackt. Frankfurt, Darmstadt oder Münster gäben ein ähnliches Bild.

„Derzeit ist in München quasi kein Leerstand mehr zu finden, die Wohnungsnachfrage kann fast ausschließlich über den Neubau befriedigt werden“, kommentieren die Autoren der Studie. „In vielen Städten sind im Neubaubereich die Belastungsgrenzen für einen Großteil der Bevölkerung erreicht“, sagt Analyst Stefan Behrendt. Für Investoren ist damit der Kauf in vielen Großstädten nicht mehr lohnenswert. Mit den hohen Kaufpreisen und nicht viel höher steigerbaren Mieten könne kaum noch Geld verdient werden.

In B-Städten stimmt Verhältnis von Risiko und Rendite noch

„Prosperierende B-Städte weisen weiterhin sehr gute Konditionen für Wohninvestments auf. Sie laufen den Top-7-Städten den Rang ab. Wirkliche ‚Hidden Champions‘ gibt es nicht mehr, allerdings ist das Umland der Metropolen immer stärker im Kommen“, stellt Marc Sahling, Geschäftsführer der Dr. Lübke & Kelber GmbH fest. Vor allem im Umfeld von Städten wie Potsdam, Landshut oder Darmstadt gäbe es höhere Potenziale und bessere Renditechancen. Hinzu komme die meist höhere Lebensqualität in dessen Umland als in den Ballungszentren.

Jetzt lesen :  Möbeltrends 2016




Für die Untersuchung haben die Experten eine Risiko- und eine Renditeeinschätzung für jede Stadt getroffen. Danach wurde verglichen, wo die tatsächlich zu erwartende Rendite die angesichts des Risikos zu erzielende Mindestrendite am weitesten übersteigt. Zwar habe das ergeben, dass in Städten wie München, Frankfurt oder Stuttgart die Risiken für ein Immobilieninvestment sehr gering sind. Jedoch seien die erzielbaren Renditen meist noch niedriger.

Anders liegt der Fall in Städten wie Lüneburg, Fürth oder Pforzheim. Denn hier stimme das Verhältnis zwischen Risiko und Rendite noch. Zudem können die B-Städte auch mit niedrigen Rückschlagrisiken punkten, betonen die Studienmacher. Grund für höhere Rückschlagrisiken in Großstädten seien politische Initiativen, die zu Unsicherheiten führen – wie beispielsweise der Mietendeckel in Berlin. Zudem gäbe es in B-Städten auch niedrigen Belastungsquoten bei vergleichbar gleichen Verdienstmöglichkeiten.

Allgemeine Entspannung laut Investorenstudie

Dennoch bescheinigt die Studie gegenüber dem Vorjahr auch eine Entspannung auf dem Immobilienmarkt. Demnach habe es 2019 keine Stadt gegeben, deren Rendite unter dem Wert lag, den man inklusive Risikos erreichen müsse. Das war im vergangenen Jahr beispielsweise in Düsseldorf, Berlin und Köln noch der Fall. Für das kommende Jahr gehen die Experten von Lübke & Kelber davon aus, dass die positiven Investitionsmöglichkeiten in den B-Städten weiter anhalten werden. Ursachen dafür seien das niedrige Zinsniveau, weitere Sogwirkung der Ballungsräume und deren nicht ausreichende Neubauaktivitäten.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch PIXEL to the PEOPLE
Beitrag teilen: