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Kaufen im Osten, mieten im Westen: In vielen Städten ist der Mietpreis günstiger als der Kauf

Wohnungsmarkt24 9. März 2018

Haus- und Wohnungspreise sind auf einem Rekordniveau in Deutschland. Das lässt so manchen darüber nachdenken, dass es günstiger sein könnte, die Wohnung zu mieten, statt sie zu kaufen. Zu Recht: Dass dieser Gedanke nicht abwegig ist, zeigen aktuelle Untersuchungen der Wirtschaftswoche. Hier haben Experten errechnet, dass in vielen Städten die Anmietung von Wohnungen auf Dauer günstiger ist. Auffällig ist dabei: Darunter sind zahlreiche westdeutsche Städte, während Ostmetropolen die Kaufliste anführen.

Zahlenspiel: Kaufen lohnt sich nur bei gutem Ertrag

Die Experten vergleichen Eigentumswohnungen und Mietwohnungen mit den gleichen Parametern. Ausgang ist der Kaufpreis sowie die monatliche Miete. Doch zu dem Kaufpreis kommen noch Grunderwerbssteuer, Kosten für Notar und Grundbuch sowie eventuell eine Verkaufsprovision hinzu. Damit steigt die reale Kaufinvestition, die letztendlich betrachtet werden muss. Kommen dann noch Zinsen hinzu, die bei der Aufnahme eines Kredites anfallen, und werden auch Kaufnebenkosten berücksichtigt, landet der Kaufinteressent bei den Zahlenbeispielen nicht immer bei einem guten Ertrag zugunsten des Kaufes gegenüber dem Mieten.




Gerechnet wurde mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Die Ersparnis sollte bezogen auf Eigenkapital und Kredit, gemessen an der eingesparten Miete und den weiteren Kaufkosten mindestens vier Prozent betragen, so die Experten. Bei niedrigeren Werten sei die Mietung des Objektes ratsamer. Und das ist in über der Hälfte der untersuchten Städte der Fall. In 26 Metropolen ist so gerechnet das Anmieten von Wohnungen auf die Jahre gesehen lukrativer als der Kauf derselbigen.

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Mieten in Westdeutschland, kaufen in Ostdeutschland

Doch was lohnt sich wo? Die 50 größten Städte Deutschlands sind im aktuellen Immobilienatlas der Wirtschaftswoche aufgelistet. Auffällig ist dabei, dass zum Kauf vermehrt in ostdeutschen Metropolen geraten wird.

Hausbesichtigung

Hausbesichtigung mit einem Immobilienmakler – Kaufen oder mieten???

So lohnt sich der Kauf derzeit unter anderem in Oberhausen (4,7 Prozent Ertrag), Saarbrücken und Leipzig (beide 4,8 Prozent Ertrag ohne Kredit), Duisburg, Wuppertal und Gelsenkirchen. Auf Platz drei der Untersuchung landet Halle an der Saale.

In der ostdeutschen Metropole würden Käufer satte 5,6 Prozent Rendite auf Eigenkapital einstreichen – mit dem üblichen Mix von Eigen- und Fremdkapital. Noch besser schneidet Chemnitz ab. Hier können, auf 15 Jahre umgelegt, 6,1 Prozent mit dem Kauf gespart werden. An der Spitze steht jedoch Magdeburg und vervollständigt das ostdeutsche Trio mit einem Ertrag von 6,4 Prozent aufs Eigenkapital.

Auffällig sind ebenso die zahlreichen westdeutschen Städte in der Top Ten der Metropolen, in denen sich die Miete eher lohnt als der Kauf. So gehören hier Frankfurt am Main (Platz 9), Düsseldorf (Platz 8), Kiel (Platz 6), Freiburg (Platz 5) und Hamburg (Platz 4) dazu. Lediglich Rostock (Platz 10), Potsdam (Platz 7) sind als ostdeutsche Metropolen darunter vertreten. Die Top 3 der Liste der Städte, in denen sich die Miete mehr lohnt, wird von angeführt von dem aktuell sehr teurem München, gefolgt von Berlin und Münster. Hier haben die Kaufpreise die Mieten deutlich abgehängt und der Kauf lohnt sich derzeit überhaupt nicht. In Berlin ist es daher nicht verwunderlich, dass rund 55 Prozent der Einwohner zur Miete wohnen.



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Zusammenfassung

Die Preise auf dem Wohnungsmarkt sind derzeit so hoch wie nie. Dieses Rekordniveau setzt sogar die bisherige Regel außer Kraft, dass Kaufen günstiger als Mieten sei. Sie trifft nur noch auf die Hälfte der 50 größten deutschen Städte zu. Vor allem im Westen ist die Miete auf 15 Jahre gesehen oft inzwischen günstiger.

Fotoquelle: www.fotolia.de - Urheber: goodluz
Fotoquelle: www.fotolia.de - Urheber: wavebreakmedia