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Greta Thunbergs Auswirkungen auf den Mietenspiegel: Klimaschutz lässt deutsche Mieten steigen

Redaktion 30. Januar 2020
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Die Meinungen zur bekannten schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg (16) sind tief gespalten: die einen verehren die wortgewaltige Jugendliche als Retterin des Klimas und Vorbild für Teenager, die anderen sehen in ihr eine bloße Marionette des industriellen Komplexes. Doch unabhängig von möglichen Verschwörungstheorien sind die Zustände, auf die die wortgewaltige Demonstrantin gegen Umweltzerstörung aufmerksam macht, mittlerweile auch von den politischen Global Players nicht mehr zu leugnen.

Die deutsche Bundesregierung hat reagiert und ein Klimaschutzpaket vorgelegt, der in Zukunft die CO2-Emissionen in Industrie und Privathaushalten ganz drastisch senken soll. Ziel: auch für unsere Nachfahren soll eine lebenswerte Umwelt mit ausreichend natürlichen Ressourcen erhalten bleiben. Doch es gibt auch einen unschönen Zusatzeffekt: der Klimaschutzpakt hat indirekt Auswirkungen auf den deutschen Mietspiegel, denn er schreibt auch Auflagen zum Gebäudeschutz vor, die sehr kostenintensiv sind, und diese könnten in naher Zukunft auf die Mieter umgelegt werden.

Fazit: Projekt Klimaschutz hin oder her – die Mieten werden dadurch nicht billiger, sondern teurer, und zumindest dieser Teil der lebenswerten Zukunft wird von politischer Seite aktuell eher erschwert als ermöglicht. Doch sehen wir Fakten und Reaktionen auf die hausbezogene Klimaschutzpolitik im Einzelnen genauer an.




Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung hat Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Das neue Klimaschutzpaket der Bundesregierung will Umweltsündern an den Kragen und sie, zur Besserung ihrer Sozialverträglichkeit, kräftig zur Kasse bitten, wenn sie naturschädigende Emissionen in Luft und Wasser ableiten. Konkret sieht es so aus, dass bis 2030 die CO2-Ausdünstungen um bis zu 30 Prozent sinken, bis 2050 auf bis zu 80 Prozent, radikalere Entwürfe sehen bis zu 95 Prozent Verringerung vor.

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Wie ist das zu schaffen, und was hat diese politische Forderung mit Herrn Müller und frau Meiers Eigentumswohnung zu tun? Ganz einfach: statistisch gesehen entfällt ein Großteil der CO2-Emissionen nicht auf Industrieanlagen und Produktion, sondern auf Privathaushalte, insbesondere auf deren veraltete Heizanlagen, undichte Fenster und schlechte Dämmung, die Abgas entweichen lassen. Diesen Missständen will jetzt die Klimaforderung der Bundesregierung ein Ende setzen und Vermieter sollen verpflichtet werden, ihre Wohnungen entsprechend technisch und energiebezogen auf- oder nachzurüsten, um wirklich „klimafit“ zu sein.

Das von oberste Politcharge gewünschte klimaneutrale Haus hat eine perfekte Dämmung, sehr gut schließende isolierende Fenster und eine moderne, umweltverträgliche Heizanlage. Allerdings hat diese saubere Zukunftsvision einen Haken: sie ist recht teuer, je nach Umfang des Sanierungsstaus, auf den in einzelnen Immobilien reagiert werden muss.




Mieter und Vermieter müssen sich auf kühlen „Gegenwind“ einstellen

Bei Mietwohnungen werden entsprechende Umbauten für den Klimaschutz, die der Vermieter durchführen muss, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf die Miete umgelegt: die Kosten für die neue Heizung, die dreifachen Iso-Fenster und den Wärmedämmputz können für den Eigentümer durch die Mietsteigerung wieder ausgeglichen werden.

Ab Januar 2020 ist eine achtprozentige Mieterhöhung möglich, wenn es Sanierungskosten im energetischen Bereich als Anlass gibt, informiert der Mieterschutzbund e.V., der diese neue politische Sachlage sehr ernst nimmt, da er viele ohnehin knappe Wohnräume in Zukunft noch weiter gefährdet. Gegen diese Teuerung ist den Experten zur Vertretung der Mieterinteressen aber jetzt noch kein Gegenmittel bekannt, denn sie ist im legalen Rahmen angesiedelt und die Ursachen, die Forderung der Bundesregierung in ihrem Klimapaket, sind nicht zu bestreiten.

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Zusammenfassung

Sauberes Wohnen, gute Energie ohne schädliche Emissionen, energiesparende Häuser und Wohnungen? Was so schön klingt, ist für viele Eigentümer jetzt und in Zukunft ein unguter Misston, denn das aktuelle „Klimapaket“ der Bundesregierung fordert Hausbesitzer auf, ihre Immobilie durch bessere Heiz- und Dämmanlagen klimaneutral zu machen. Da die Kosten für solche An- oder Umbauten oft enorm sind, werden sie sich künftig auf die deutschen Mieten auswirken, da Vermieter diese umfangreichen Sanierungen wahrscheinlich auf die Mieten umlegen werden oder müssen, um die Investition zu amortisieren.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch LeventeGyori
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