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Immobilienmarkt News

Wie die Krise den Wohnungsmarkt umstrukturiert: Die Gewinnertypen unter den Immobilien

Redaktion 8. Mai 2020
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Seit der pandemischen Situation mit Covid-19 hat sich nicht nur der Alltag vieler Bürger, sondern auch der Wohnungsmarkt in Deutschland erheblich gewandelt. Einerseits hat die Bundesregierung in Windeseile sogenannte Notstandsgesetze erhoben, die auch zum Schutz der Mieter galten, indem etwa der Kündigungsschutz verstärkt wurde, wenn Mieter durch Corona-bedingte Ausfälle am Arbeitsplatz oder durch Kurzarbeit nicht mehr in der Lage waren, ihrer Zahlungspflicht nachzukommen.

Andererseits sank durch die gespannte Lage auf den internationalen Finanzmärkten auch die Bereitschaft privater Investoren, Stein-Kapital zu erwerben, was wiederum den drastischen Anstieg der Immobilienpreise zum Stocken brachte. Doch die Situation ist weitaus differenzierter, als es diese einseitigen, negativen Meldungen vermuten lassen. Unkenrufen zum Trotz, die zu Beginn der Ausnahmesituation im März 2020 bereits von einem starken Abstieg der Mieten oder gar von ihrem freien Fall sprachen, gibt es auch gleichbleibend gute Renditegeschäfte mit Immobilien, so dass eine allgemeine Resignation fehl am Platz ist.

Mehr noch, es kristallisiert sich im Mai heraus, dass es bestimmte Immobilien-Typen sind, die als Krisengewinner gelten können: Immobilien nämlich, die offenbar völlig krisensicher sind, systemrelevant und/oder sogar im Aufwärts-Trend. Welche das sind und warum sich die Investition in sie auch heute noch (oder gerade heute noch) lohnt, zeigen wir im Folgenden.




Welche Immobilien Gewinnertypen sind

Völlig krisensichere Immobilien gibt es nicht – das wissen alle Anleger, denn die wirtschaftliche Lage ist gesamtgesellschaftlich und individuell nie absolut stabil. Doch es gibt Trends, welche Häuser- und Wohnungstypen grundsätzlich weniger von Leerstand gefährdet sind, oder seltener insolvente Mieter beherbergen, als andere. Zu diesen stabil lohnenswerten Investitionen gehören laut einer neuen Studie auf dem deutschen Wohnungsmarkt die Sozialimmobilien.

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Sozialimmobilien werden an Träger sozialer Einrichtungen vermietet, wie die Betreiber von Kindergärten, KITAs oder Beratungsstellen für den sozialen Bedarf, auch Heime für Tagespflege oder Altenpflege gehören dazu. Auch ein klarer Gewinner der Corona-Pandemie ist der Immobilientyp Gewerbeimmobilie, sofern er vom Einzelhandel als Mieter besetzt wird. Denn die Mietzahlungen von Einzelhändlern als Mietern kommen pünktlich, ist der Verkauf von Konsumwaren für den täglichen Bedarf doch gerade in Krisenzeiten absolut unverzichtbar, und daher auch eine recht sichere Existenzgrundlage.

Der gesamte Bereich „Nahversorgung“ sowie auch die Logistik ist, da systemrelevant, ausgezeichnet als Krisengewinner, da hier sichere Renditen zu erwarten sind. Jedoch Gewerbeimmobilien, die Büros beinhalten, haben einen ambivalenten Status: da viele Firmen noch Home-Office fordern, oder kleinere Büroeinrichtungen sich nicht rentieren, verlieren solche Mieter an Bonität. Andererseits sind Mieter, die auf Desk-Sharing und flexible Arbeitsmodelle setzen, auch relativ krisensicher unterwegs, was beim Eigentümer und Vermieter von Büroimmobilien den Schluss nahelegt, dass er sich nach einem anderen Mieterprofil umsehen sollte.



Welche Immobilien-Typen nicht auf der Gewinnerseite stehen

Schlechte Chancen, rentabel betrieben werden zu können, haben in pandemischen Zeiten aufgrund der Kontaktsperren oder Ausnahmebeschränkungen natürlich Hotels und viele Restaurants, und das ist problematisch, da solche Immobilien große Flächen an Quadratmetern beinhalten und teuer in der Miete sind. Entsprechend hoch sind derzeit die Mietausfälle oder Mietminderungen, welche die Vermieter und Investoren erleben müssen.

Auch Agenturen für Fernreisen oder Touristik allgemein erleben derzeit einen konjunkturellen Abwärts-Trend, der seit Jahrzehnten nicht dagewesen ist – Gewerbeimmobilien mit Büros, die ausgerechnet Unternehmen der Reisebranche bergen, sind daher jetzt nicht rentabel. Auch viele Wohnimmobilien können die anhaltend steigenden Mieten nicht mehr realisieren, die monatlichen Renditen pendeln sich für die Investoren auf einem eher niedrigen Stand ein.

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Zusammenfassung

Seit Corona haben sich auf dem Immobilienmarkt neue Trends etabliert: vermeintlich sichere Investitionen sind es nicht mehr, die Mieten können sinken, bonitätsstarke Mieter sind seltener geworden. Das bedeutet aber auch, dass manche Immobilien-Typen heute als Gewinner aus der Krise hervorgehen, und das ist insbesondere bei Sozialimmobilien und manchen anderen Gewerbeimmobilien der Fall.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch guteksk7
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