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Die teuersten Viertel in Berlin: Was kostet der Quadratmeter Hauptstadt?

Redaktion 31. März 2021
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Eine aktuelle Studie der Investitionsbank Berlin (IBB) hat ermittelt, welche Stadtteile in Berlin am beliebtesten – und auch am teuersten sind. Der Verfasser der Studie, Arnt von Bodelschwingh, hat festgestellt, dass Mieten im Innenstadt-Bereich kaum noch unter 13 Euro pro Quadratmeter angesiedelt werden können.

Die Grenze nach Oben scheint offen zu sein, trotz der umstrittenen Mietpreisbremse, für die gerade in Berlin Furore gemacht wurde, hat sich an Hochpreis-Mieten für begehrte Lagen wenig oder nichts geändert. Was sind weitere Ergebnisse der Studie „Wohnungsmarkt 2020“, die nun rückblickend ausgewertet wurde? Wir wollen uns im Folgenden die wichtigsten Erkenntnisse über den Immobilienmarkt in der Hauptstadt anschauen.



Berlin-Mitte und Steglitz sind Top-Lagen

Wer eine Mietwohnung in Berlin sucht und ausreichend Geld verausgaben kann, wird in Mitte oder Steglitz sicher fündig. Beide Stadtteile sind begehrte Top-Lagen, denen die städtebauliche Entwicklung der vergangenen Jahre eher noch gedient hat. Vor allem der zentrale Bezirk Mitte hat durch zahlreiche prestigeträchtige Neubauten und die Ansiedlungen von Bundesbehörden, wie dem spektakulären Bau des BND, an neuen Bürgern, die zu Arbeitszwecken herkamen, und zahlungskräftiger Mieterschaft gewonnen.

Generell schätzen Stadtplaner im Berliner Senat den Kaufpreis für „einen Quadratmeter Mitte“ bei zwischen 5000-7000 Euro ein, je nach Sanierungszustand des Objekts. Mieten unter 13 Euro pro Quadratmeter sind in Berlin-Mitte selten, selbst auch bei Altbauten oder sanierungsbedürftigen Wohnungen. Ein weiterer Grund hierfür ist, dass die Stadtmitte als ein Verteilerkreuz in alle anderen Stadtteile fungiert und dass zudem zwei der drei Universitäten, die Humboldt Universität und die Technische Universität, bequem mit dem Linienverkehr erreichbar sind.

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Auch Steglitz, mit seinem Übergang zu der ebenfalls renommierten Wohnlage Zehlendorf, gilt seit alters her als Vorzugs-Wohnort und dient den Besserverdienern unter den Mietern als bevorzugtes Quartier.

Preiswertes Wohnen im Wedding? Umstritten!

Aktuelle Umfragen ergeben, dass der Berliner Stadtteil Wedding – nördlich von Mitte gelegen – seit einem Jahrzehnt oder länger ein starkes Imageproblem hat. Er gilt als Arbeiterbezirk, doch im Gegensatz zu Schöneberg, das ebenfalls eine Historie als Arbeiter-Kiez aufzuweisen hat, gab es kaum Gentrifizierung (Durchmischung sozialer Schichten). Noch immer gilt „das Wedding“ als Ort des schlechten Sozialmilieus, der rapiden demografischen Wechsel und der Kriminalität.




Entsprechend unbeliebt sind Wohnungen in diesem Stadtteil, und nichtsdestotrotz ist die durchschnittliche Miete auch dort nicht mehr ganz gering, denn weniger als 11 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche kostet auch dort kaum ein einfaches Apartment. Dasselbe gilt für den Kiez Kreuzberg, und sogar für Neukölln oder „Kreuzkölln“, das noch vor wenigen Jahren als sozialer Brennpunkt galt. Denn auch empfundene Problemlagen werden aktuell in der Hauptstadt zunehmend teurer.

Der Grund ist: alle wollen nach Berlin, und verfügbarer Wohnraum ist knapp, insbesondere für die Vielen, die nicht zu den Besserverdienern gehören und sich Luxus-Wohnungen in Mitte oder Steglitz leisten können. Wo gibt es das also noch, das günstige Wohnen in Berlin? Offen gesagt, bestätigt die Studie der Berliner Investitionsbank, dass unsere Intuition real ist – nirgendwo in Berlin gibt es sie noch, die wahre Schnäppchen-Wohnung.

Höchstens existieren Schnäppchenpreise für Investoren noch dort, wo preiswert baufällige Wohnungen en gros aufzukaufen sind, die dann mit viel Aufwand saniert und teuer weitervermietet werden können. Doch von diesen Transaktionen hat der durchschnittliche Mieter nichts.

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Zusammenfassung

In Berlin gibt es 16 Stadtteile – so viele wie Bundesländer in Deutschland. Doch jeder Stadtteil hat seine eigene Historie, sein eigenes typisches Flair, und auch seine eigene Attraktivität für Mieter. Doch nicht überall sind ausreichend Wohnungen auf dem Immobilienmarkt vorhanden, und die Unterdeckung der Nachfrage steigert den Preis der Mieten. Eine aktuelle Studie der Investitionsbank Berlin (IBB) hat nun gezeigt, was die beliebtesten, die teuersten, und die günstigsten Wohnlagen für Mieter in der Hauptstadt sind: Mitte und Steglitz liegen ganz weit Vorn.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Tupungato
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