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Immobilienmarkt News

Münchens Immobilienpreise explodieren

Redaktion 18. Dezember 2019
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München war schon immer als ein exquisit teures Pflaster bekannt – auch wenn Stuttgart neuerdings der Isar-Metropole den Rang abgelaufen hat, was teure Mieten betrifft. Doch nicht nur Mieter, sondern auch Käufer müssen gehörige Kapitalmittel mitbringen, wenn sie ernsthaft vorhaben, sich rund um den Weißwurst-Äquator häuslich niederzulassen. Immobilienpreise von 14.200 Euro pro Quadratmeter sind in München völlig üblich, wie der Immobilienverband Süd berichtet.

Das bedeutet, das selbst das kleinste, kompakteste Eigenheim mit rund zwei Millionen Euro ausgepreist wird – Tendenz steigend. Auch im wohlhabenden München, in dem statistisch gesehen überdurchschnittlich viele Besserverdiener leben, stellt sich die Frage: wer soll das bezahlen? Diese Frage stellt sich sogar noch etwas anders: wer kann das noch bezahlen? Denn Immobilienpreise in dieser Höhe, und mit dieser dynamischen Preisentwicklung, die in der stilvollen Bayern-Metropole üblich geworden ist, stellen auch Besserverdiener vor gewaltige Probleme, wie der Immobilienverband Süd nach eingehender Analyse der Marktsituation betont.




Münchens Wohnlage steigt astronomisch

Immobilien in München und rund um München sind selten verfügbar auf dem Markt – und entsprechend teuer. Diese Erkenntnis ist nichts Neues, doch eine aktuelle Studie des Immobilienverbands Süd legt Fakten nach, die zum Nachdenken anregen: rund um München wurde im Jahr 2018 eine gewaltige Immobilien-Investition getätigt, die Vorjahre in den Schatten stellt und Auskunft gibt über den Preisanstieg in Bayerns Hauptstadt.

Diese Feststellung basiert auf einer Analyse aller Notarverträge über den Abverkauf von Häusern und Wohnungen an der Isar und im Großraum München mit Nachbargemeinden. Damit wurde ein Rekord-Hoch von 269 Milliarden Euro erzielt. Diese extremen Preise kämen durch eine rasant geänderte Preispolitik seitens der Verkäufer zustande, die ihre Immobilien dynamisch der Marktentwicklung anpassten, die ihrerseits seit 2018 schwindelerregende Höhen erreichte.

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Gutachterausschüsse für Immobilien erkennen die Dynamik der Entwicklung und ihre Ursachen, doch sie sind außerstande, Prognosen abzugeben für eine zukünftige Entwicklung auf dem Markt für Hauskäufer in München. Der Immobilienverband Süd stellt fest, dass der dortige Preisanstieg zwar voraussehbar war, weil die Lage schon immer teuer gewesen ist, doch das tatsächliche Investitionsvermögen von 269 Milliarden Euro eine Überraschung darstellte, selbst für Experten auf dem Immobiliensektor.




Die Grenzen des Wachstums

„Die Grenzen des Wachstums“ war ein Bestseller des internationalen Think Tanks „Club of Rome“, welche in den 1970er-Jahren die Gefahren eines ungebremsten Wirtschaftswachstums für die Weltwirtschaft voraussagte. 2019 gibt es ganz andere „Grenzen des Wachstums“ – die auf dem Immobilienmarkt, insbesondere rund um Deutschlands teure Bayern-Hauptstadt. Denn hier sind die Preisgrenzen nach Oben allmählich ausgereizt, und es ist vielen Menschen nicht mehr möglich, mehr zu zahlen, bei Kauf oder Miete.

Der heutige Durchschnittspreis einer Münchner Miete pro Quadratmeter Wohnfläche beträgt um die 17 Euro, was zugleich das Maximum dessen darstellt, was auch Gutverdienende für Wohnraum auszugeben vermögen. Der Sprecher des Immobilienverbands Süd, Stephan Kippes, teilt daher mit, dass diese Preisgrenze allmählich eingefroren wird, und zwar nicht aus plötzlicher sozialer Rücksicht der Vermieter, sondern weil eine weitere Steigerung praktisch unmöglich sei.

Die Münchner Mieter seien bereits mit dem jetzigen Mietpreis von rund 17 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche deutlich am Limit angelangt, und dieses könnten und wollten sie nicht überschreiten. Es sei also ein Zeichen der Zeit, dass die Mietpreise auf dem Münchner Immobilienmarkt mit Notwendigkeit stagnieren – weil die Grenzen des Wachstums auch einmal erreicht sein müssen, um nicht die Kaufkraft zahlloser Haushalte zu gefährden.

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Zusammenfassung

Der Immobilienverband Süd berichtet von der neusten Preisentwicklung in der Isar-Metropole: Quadratmeterpreise von rund 14.000 Euro sind in München und rund um München keine Seltenheit mehr. Das bedeutet, dass der Erwerb einer Immobilie in Bayerns Hauptstadt nur noch für Reiche möglich ist, die zwischen zwei und drei Millionen erübrigen können. Für alle anderen sieht es auf Münchens Immobilienmarkt düster aus.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch trabantos
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