LOADING

Type to search

Immobilienmarkt News

Neue Schwarmstädte beeinflussen den Immobilienmarkt

Wohnungsmarkt24 6. August 2018
Share

Viele Jahre lang waren München und Berlin die beliebtesten Städte, die junge Menschen, die einen Umzug planten, scharenweise anzogen. Neue Studien zeigen jetzt jedoch, dass die deutschen Metropolen eher auf dem absteigenden Ast sind. Stattdessen gibt es jetzt neue Mittelstädte, die bei jungen Leuten auf hohen Anklang stoßen und die durch die Wanderungsbewegung viele Vorteile haben. Dies hat auch für den Immobilienmarkt Konsequenzen.



Was sind eigentlich Schwarmstädte?

Junge Leute zieht es in der Regel in Städte, in denen der Anteil der eigenen Altersgruppe an der Bevölkerung im Vergleich zu anderen Städten schon recht hoch ist. Auf diese Weise beeinflussen sie den Immobilienmarkt enorm. Jene Städte, von denen sich junge Menschen in Schwärmen angezogen fühlen, bezeichnet man auch als „Schwarmstädte“. Bisher gab es vor allem zwei Gruppen von Schwarmstädten, die für junge Menschen besonders reizvoll waren:

  1. Typische Studentenstädte wie zum Beispiel Freiburg
  2. Metropolen wie München, Hamburg, Frankfurt und Berlin

Allerdings ändert sich dieser Trend seit einiger Zeit spürbar.

Die Mietpreise in etablierten Schwarmstädten sind oft zu hoch

Eine aktuelle Studie, in der die Mietpreisentwicklung in 39 Schwarmstädten analysiert wurde, zeigt jetzt, dass die hohen Mietpreise in den Schwarmstädten für viele junge Zuzügler problematisch seien. In Freiburg und in Hamburg etwa liegen die Mieten pro Quadratmeter im Durchschnitt schon bei über 11 Euro und in München sogar bei rund 17 Euro. Viele junge Menschen haben daher gar keine andere Wahl, als sich nach einer bezahlbaren Alternative umzusehen.



Jetzt lesen :  Mieter für Wohnungen im Internet finden

Preisgünstige Großstädte profitieren und werden zu neuen Schwarmstädten

positive entwichklung der städte im osten

Vor allem Städte in Ostdeutschland, die von diesem neuen Trend profitieren. Dort sind die Preise für Mietwohnungen deutlich günstiger

Es sind vor allem Städte in Ostdeutschland, die von diesem neuen Trend profitieren. Dort liegen die Preise für Mietwohnungen noch deutlich unter zehn Euro pro Quadratmeter. Schon jetzt gelten beispielsweise

  • Erfurt,
  • Schwerin und
  • Magdeburg

als neue Schwarmstädte. Auch der Süden Deutschlands ist zunehmend gefragter. Passau, Bamberg und Fürth sind im Moment dabei, sich dank der günstigen Wohnkosten als neue Schwarmstädte zu etablieren. Besonders hoch im Kurs stehen bei jungen Menschen Städte mit Universitäten, einem regen kulturellen Leben und modernen Jobangeboten. Mittelgroße Städte, die diese Voraussetzungen erfüllen, haben daher gute Chancen, in absehbarer Zeit zu sogenannten Schwarmstädten zu werden.

Verlieren München und Berlin bald den Status als Schwarmstädte?

Eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Empirica, die im Auftrag der KfW erstellt wurde und den Immobilienmarkt in deutschen Großstädten untersuchte, deutet sogar an, dass Berlin und München aktuell dabei sind, den Status als Schwarmstadt einzubüßen. Zuletzt sei die Zuwanderung aus Westdeutschland nach Berlin extrem gesunken und aus Ostdeutschland ist kaum noch eine Zuwanderung in die deutsche Hauptstadt festzustellen. In München gebe es derzeit fast nur noch Zuzügler aus dem Ausland, während sich der Zuzug und der Wegzug deutscher Einwohner in etwa ausgleichen. Die Wanderungsbewegung jüngerer Leute habe sich deutlich aufgefächert. Heute zieht es sie eher in Mittelstädte. Somit kommen die Empirica-Marktforscher zu dem Schluss, dass der Schwarm weiterziehe.

Jetzt lesen :  Küchenplanung leicht gemacht

Zusammenfassung

Bisher waren vor allem deutsche Metropolen wie Hamburg, München und Berlin sowie Universitätsstädte wie Freiburg sogenannte Schwarmstädte. Mittlerweile klettern aber insbesondere deutsche Mittelstädte mit günstigen Mietpreisen in der Beliebtheitsskala der jungen Menschen nach oben.



Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Sebastian Siebert
Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Arthimedes