LOADING

Type to search

Berlin Immobilienmarkt News

Neue Studie zeigt: Im weltweiten Vergleich steigen die Immobilienpreise in Berlin am stärksten an

Wohnungsmarkt24 23. April 2018
Share

Eine neue Studie hat untersucht, in welchen Städten der Welt die Immobilienpreise 2017 im Vergleich zum Vorjahr am stärksten zulegten – und kam zu einem überraschenden Ergebnis. Die deutsche Hauptstadt Berlin landet mit einem Anstieg von 20,5 Prozent nämlich auf Platz 1 und damit noch vor Hongkong, Paris und London.

Über 20 Prozent Preisanstieg in Berlin

Seit Langem ist bekannt, dass die Immobilienpreise in vielen deutschen Städten in den letzten Jahren rapide nach oben geklettert sind. Das gilt gerade für die deutsche Hauptstadt. Allerdings ist es dennoch überraschend, dass der Preisanstieg auf dem Berliner Immobilienmarkt auch im weltweiten Vergleich deutlich hervorsticht. Diese Meldung sorgte in den internationalen Medien daher für Aufmerksamkeit: Die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtete am Dienstag in ihrem Online-Magazin, dass die Immobilienpreise nirgendwo anders so enorm steigen wie in Berlin. Die Zeitung schreibt, dass der prozentuale Anstieg im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr bei 20,5 Prozent liege und beruft sich dabei auf die aktuelle Studie „Global Residential Cities Index“ vom Beratungsunternehmen Knight Frank.




Laut der Studie ist Berlin unter den 150 Städten, die weltweit untersucht wurden, die einzige, in der die Angebotspreise für Wohnimmobilien mehr als 20 Prozent teurer sind als noch im Vorjahr. Im Jahr 2017 traf das in derselben Untersuchung noch auf zwölf Städte zu, wobei sich die meisten in China befanden. Der „Guardian“ schreibt, dass sich Berlins Aufstieg auf die erste Platzierung schon seit Jahren abgezeichnet habe. Seit 2004 seien die Immobilienpreise in der Hauptstadt Deutschlands im Durchschnitt um über 120 Prozent in die Höhe geklettert.

Jetzt lesen :  Plattformen – für jede Form des Handels im Web allgegenwärtig

Die Top 10 der Städte mit dem weltweit größten Anstieg der Immobilienpreise

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick darüber, in welchen zehn Städten der Anstieg der Immobilienpreise von 2016 bis 2017 am stärksten war:

Platzierung Stadt Land Preisanstieg von 2016 bis 2017
1 Berlin Deutschland 20,5 Prozent
2 Izmir Türkei 18,5 Prozent
3 Reykjavík Island 16,6 Prozent
4 Vancouver Kanada 16,0 Prozent
5 Hongkong China 14,8 Prozent
6 Budapest Ungarn 15,5 Prozent
7 Hamburg Deutschland 14,1 Prozent
8 München Deutschland 13,8 Prozent
9 Rotterdam Niederlande 13,4 Prozent
10 Frankfurt am Main Deutschland 13,4 Prozent





Neben Berlin gehören daher noch drei weitere deutsche Städte zu den Top 10 mit dem größten Immobilienpreisanstieg. Nach Frankfurt am Main folgen Hobart (Australien), Seattle (USA), Amsterdam (Niederlande), Dublin (Irland), Surat (Indien), Utrecht (Niederlande), Hamilton (Kanada), Ahmedabad (Indien), Sofia (Bulgarien) und Malmö (Schweden) auf den Plätzen elf bis 20.

Für die großen Preissprünge in Berlin gibt es mehrere Gründe

Als Ursachen für den enormen Preisanstieg in Berlin führt die Studie mehrere Aspekte an:

  1. Das starke Bevölkerungswachstum
  2. Die stabile Wirtschaftslage
  3. Die niedrigen Arbeitslosenzahlen
  4. Ein starkes Interesse ausländischer Käufer, die ihr Kapital in Berliner Immobilien sicher anlegen

Laut dem „Guardian“ sei der Berliner Immobilienmarkt daher sehr attraktiv. Das sei auch daran erkennbar, dass der US-Milliardär Warren Buffett im letzten Monat bei einem der besten Immobilienmakler der Stadt mit eingestiegen sei. Der US-Unternehmer soll über seine Firma „Berkshire Hathaway Homeservices“ mit dem Berliner Immobilienmakler „Rubina Real Estate GmbH“ eine Kooperation eingegangen sein.

Jetzt lesen :  Berlin: 310.000 bezahlbare Wohnungen fehlen

Britische Zeitung „Guardian“ warnt vor einer Preisblase, die bald platzen könnte

Darüber hinaus sei der Boom durch die Vergabe von preiswerten Krediten angeheizt worden. Die britische Zeitung warnt daher auch vor einer Preisblase, die zu platzen drohe, und beruft sich dabei auf die deutsche Bundesbank. Letztere hatte im Februar in ihrem Monatsbericht mitgeteilt, dass die Immobilien in zahlreichen deutschen Städten mindestens 15 Prozent und in der deutschen Hauptstadt sogar bis zu 35 Prozent überteuert seien.

Trotzdem erkennt das Blatt an, dass Berlin für Käufer aus New York oder London weiterhin günstig sei, auch wenn die Preise Jahre lang etwa zehn Prozent jährlich gestiegen sind. Eine Eigentumswohnung in Berlin in der besten Lage koste immer noch nur rund ein Drittel des Preises von ähnlichen Immobilien in London.



Zusammenfassung

Im weltweiten Vergleich sind die Immobilienpreise von 2016 bis 2017 in keiner anderen Stadt so stark angestiegen wie in Berlin. Der Preisanstieg lag hier bei 20,5 Prozent, während er in der zweitplatzierten Stadt Izmir nur 18,5 Prozent betrug.

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Sean Pavone