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Ratgeber Holz – in Haus und Garten eine Bereicherung

Wohnungsmarkt24 2. Oktober 2020
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Das Naturmaterial Holz kommt sowohl im Innen- als auch Außenbereich gut an. Es begeistert mit seiner natürlichen Maserung, einer unvergleichlichen Haptik und einer charakteristischen Optik. Nachfolgend verschiedene Einsatzmöglichkeiten, um mit modernem Holzdesign Wohnlandschaften und Gärten zu bereichern.

Vollholz für Ästhetik und Raumklima

Holzmöbel ist nicht gleich Holzmöbel. Hinsichtlich Qualität und Aussehen gibt es erhebliche Unterschiede. Empfehlenswert sind Möbel aus Massivholz (Vollholz), weil hier gemäß DIN 68871 das gesamte Möbelstück aus einer massiven Holzart hergestellt sein muss. Furniere dürfen die Bezeichnung nicht tragen. Bei Massivholz ist die Gefahr für Wohngifte beispielsweise deutlich geringer als bei Alternativen aus Pressspan oder Kunststoff. Massivholz trägt mit seiner feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaft zu einem gesunden Raumklima bei. Auch Haptik und Optik der natürlichen Oberfläche fördern das Wohlbefinden. Gleichzeitig haben massive Möbel den Vorteil, dass sie langlebig und strapazierfähig sind und Besitzer viele Jahre Freude daran haben.



Parkett für wohltuende Fußwärme

Anders als Fliesen oder Betonböden gewährleistet Parkett ein warmes Laufgefühl. Dank individueller Verlegetechniken und zahlreichen Holzsorten lässt sich der Fußboden an den persönlichen Geschmack anpassen. Ob helle Landhausdiele oder dunkles Parkett für die rustikale Wohnung. Auch kalte Füße im Bad müssen nicht sein. Bambusparkett ist eine hervorragende Wahl für Badezimmer. Anders als Holz, das für klassisches Parkett verarbeitet wird, kommt Bambus (Familie der Gräser) sehr gut mit der hohen Luftfeuchtigkeit in Bädern zurecht.

Gartenmöbel und Böden im Freien

Böden und Gartenmöbel aus Holz fügen sich harmonisch in das Ambiente im Garten ein. Sie ergänzen die grüne Oase mit ihren Maserungen und authentischer Farbgebung gekonnt. Im Außenbereich erfordert Holz allerdings mehr Aufmerksamkeit als im Innenbereich. Der Einfluss der Witterung macht dem Naturmaterial auf Dauer zu schaffen. Holzstärkende Bestandteile (Lignin) werden ausgespült und die UV-Strahlung verlangt der Oberfläche vieles ab. Ohne Pflege trocknet das Holz aus, bildet Risse und die Optik leidet erheblich.

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Um den Arbeitsaufwand zu minimieren, kann sich die sogenannte Vorvergrauung lohnen. Gemeint ist damit die gezielte Vorbehandlung mit farbgebenden Anstrichen, welche den negativen Auswirkungen der natürlichen Vergrauung vorbeugen. Allerdings sollten für diesen Zweck nicht irgendwelche Farben aufgetragen werden. Professionelle Produkte für die Vergrauung führt das deutsche Familienunternehmen Remmers aus Niedersachen, das seit über 70 Jahren besteht und auf Holzschutz- und Holzveredelungssysteme spezialisiert ist. Für Heimwerker, die ihr Holz in der Trendfarbe Grau streichen möchten, präsentiert der Fachhändler ein Patina-Öl und 3-in-1-Lasuren, die Imprägnierung, Grundierung und Lasur vereinen. Unregelmäßigkeiten werden durch ausgewählte Grautöne passend zur Holzsorte verhindert.

Terrassenböden und Laufwege um Pools oder Teiche aus Holz sind aus mehreren Gründen ratsam. Zum einen kommt auch hier die fußwarme Oberfläche zugute, welche die Wohlfühlatmosphäre positiv prägt. Zum anderen sind Holzoberflächen im Vergleich zu vielen Fliesen und Platten rutschhemmender, wodurch die Trittsicherheit verbessert wird. Gleichzeitig werden Holzböden nie so heiß, wie es zum Beispiel bei den thermoplastisch verarbeiteten Wood Plastic Composites (WPC) Terrassendielen der Fall ist. Das Risiko für Verbrennungen ist bei Holz gering.



Empfehlenswerte Holzsorten für den Außenbereich:

  • Laubhölzer sind besser geeignet als Nadelhölzer, weil sie weniger sensibel auf Schädlinge reagieren. Der Pflegeaufwand ist bei Laubholz geringer.
  • Nadelhölzer benötigen meistens einen Bläueschutz. Gemeint ist damit ein Holzschutzanstrich, um die Holzoberfläche vor Pilzbefall zu schützen.
  • Lärchenholz gilt unter den Nadelhölzern als Favorit. Es ist witterungsbeständiger als Kiefernholz und deutlich härter sowie weniger empfindlich gegenüber Fäulnis.
  • Unter den Laubhölzern sind Eiche, Akazie und Robinie sehr beliebt.
  • Eichenholz ist optisch attraktiv, sehr widerstandsfähig und unempfindlich gegenüber Nässe.
  • Akazie ist witterungsbeständig und färbt sich mit der Zeit dunkler. Nachteilig ist das hohe Gewicht.
  • Robinienholz muss nicht imprägniert werden und überzeugt mit hoher Festigkeit und Stabilität.
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Holzfassaden – ein ästhetischer Blickfang

Auch bei der Fassadengestaltung erfreut sich Holz als ökologischer Baustoff zunehmender Beliebtheit. In Kombination mit eine hochwertigen Dämmung tragen Holzfassaden zur Senkung der Energiekosten bei und schützen gleichzeitig die tragende Baukonstruktion vor der Witterung. Hinzu kommt der unvergleichliche Charme, den Häuser mit Holzfassade ausstrahlen. Sie wirken gegenüber verputzten Immobilien behaglicher und einladender. Ein positives Beispiel für eine geschmackvolle Holzfassade präsentiert Radio Regenbogen im Video von Zimmermannsmeister und Holzexperte Alexander Sand:

Eine Bauanleitung für die Verkleidung der Fassade mit Holz hat das Heimwerkerportal selbst veröffentlicht.

Bildquellen: biaohaole / ThorstenF / nico666 / pixabay.com

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