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Immobilienmarkt News

Seit Mitte September haben Eltern Anspruch auf Baukindergeld: Wo und wie kann es beantragt werden?

Wohnungsmarkt24 1. Oktober 2018
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Seit dem 18. September 2018 haben Eltern die Möglichkeit, das neue Baukindergeld zu beantragen. Damit möchte die Bundesregierung Familien unterstützen, die sich sonst wegen der steigenden Immobilienpreise kaum noch den Traum vom Bau oder Kauf der eigenen vier Wände erfüllen könnten. Es müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, um vom Baukindergeld zu profitieren.

Baukindergeld – eine Entlastung für Familien

Der Immobilienmarkt ist extrem angespannt: Die Immobilienpreise klettern kontinuierlich nach oben und gerade in Ballungsräumen können es sich viele Familien heutzutage nicht mehr leisten, ein Eigenheim zu kaufen oder zu bauen. Die Bundesregierung will Familien nun über die KfW-Bankengruppe mit dem Baukindergeld beim Kauf oder Bau der eigenen vier Wände unterstützen. Das Baukindergeld soll Eltern um mehrere Tausend Euro entlasten. Für diesen Zweck stellt die Regierung Ressourcen in Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro zur Verfügung. Die staatliche Zulage in Form des Baukindergeldes können sich Eltern nun seit letztem Dienstag sichern. Über einen Zeitraum von zehn Jahren erhalten Eltern pro Kind einen Zuschuss von 1.200 Euro im Jahr. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Doch worauf sollte bei der Antragstellung geachtet werden und wer hat überhaupt Anspruch auf das Baukindergeld?



Welche Grundvoraussetzungen müssen erfüllt sein?

Grundsätzlich kann das Baukindergeld von allen Familien und auch von Alleinerziehenden beantragt werden, in deren Haushalt wenigstens ein Kind lebt, das unter 18 Jahre alt ist und für das sie Kindergeld beziehen. Wichtig ist zudem, dass der Standort der neuen Immobilie in Deutschland liegt. Von der KfW werden in Bezug auf die Größe der Wohnfläche und die Anzahl der Kinder keine Einschränkungen vorgegeben. Nachdem die Familie in die neue Immobilie eingezogen ist, hat sie drei Monate Zeit, um den Antrag zu stellen. Auch für Familien, die schon seit Anfang dieses Jahres einen Kaufvertrag unterschrieben oder eine Baugenehmigung erwirkt haben, gibt es gute Nachrichten: Sie können das Baukindergeld ebenfalls beantragen und den Antrag rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 stellen. Das jährliche zu versteuernde Haushaltseinkommen der Familien darf bei Antragstellung aber nicht über 90.000 Euro liegen. Das gilt für Familien mit einem Kind. Für jedes zusätzliche Kind erhöht sich die Obergrenze um weitere 15.000 Euro.

Welche Kinder spielen für die Berechnung eine Rolle?

Ob Eltern einen Zuschuss erhalten und wie hoch dieser ausfällt, hängt von der jeweiligen Situation und dem Zeitpunkt der Antragstellung ab. Es werden nur Kinder bei der Berechnung berücksichtigt, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Das Kind ist bereits zur Welt gekommen
  • Das Kind ist jünger als 18 Jahre
  • Das Kind lebt im Haushalt der Familie

Sollte das Kind zum Zeitpunkt der Beantragung schon 18 Jahre alt sein, haben die Eltern kein Recht mehr auf Baukindergeld. Darüber hinaus müssen die Antragsteller kindergeldberechtigt sein. Baukindergeld steht Eltern solange zu, wie sie auch Kindergeld für das Kind beziehen. Insgesamt wird Baukindergeld jedoch maximal zehn Jahre gezahlt.



Der Antrag muss über das KfW-Zuschussportal erfolgen

Zunächst können Eltern online einen Vorabtest durchführen, um zu überprüfen, ob sie alle Voraussetzungen für das Baukindergeld erfüllen. Danach kann es direkt im Internet über das Programm KfW 424 beantragt werden. Ein Antrag kann jedoch erst gestellt werden, wenn die Familie schon ins neue Zuhause eingezogen ist und sich bei ihrer Gemeinde gemeldet hat. Sobald der Antrag genehmigt wurde, muss er nicht jedes Jahr neu gestellt werden. Der ihnen zustehende Beitrag wird dann Jahr für Jahr automatisch überwiesen. Bei der Antragstellung werden von der KfW verschiedene Dokumente benötigt:

  • Meldebescheinigung
  • Einkommensteuerbescheide des vorletzten und vorvorletzten Jahres vor der Beantragung
  • Grundbuchauszug

Die Dokumente können direkt online hochgeladen werden.

Maximale Förderung liegt bei 12.000 Euro pro Kind

Prinzipiell gilt: Je mehr minderjährige Kinder im Haushalt leben, desto höher ist der staatliche Zuschuss. Für jedes Kind gibt es über den Zeitraum von zehn Jahren eine Höchstsumme von 12.000 Euro. Das ist für Familien eine große Entlastung. Die Auszahlung des Betrags erfolgt jährlich, sodass es nicht möglich ist, den kompletten Betrag am Anfang der Finanzierung als Eigenkapital einzuplanen. Allerdings kann das Geld für die jährliche Sondertilgung eingesetzt werden.

Zusammenfassung

Seit dem 18. September 2018 können Eltern Baukindergeld beantragen. Es soll Familien entlasten, die sich normalerweise angesichts des angespannten Immobilienmarktes den Traum vom Eigenheim nicht erfüllen könnten.



Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Nicole Lienemann
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