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Immobilienmarkt News

Immobilienverband meldet steigende Mieten und Wohnungspreise in Deutschland

Redaktion 22. Mai 2020
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Das Jahr 2020 wird den Bürgern in Deutschland und überall sonst auf der Welt in Erinnerung bleiben als das Jahr, in dem nichts so war wie gewohnt. Ausgehsperren, Kontaktverbote, Mindestabstand, und nicht zuletzt finanzielle Einbußen durch Kurzarbeit oder Bedrohung selbständiger Existenzen – das sind tiefe Einschnitte in den Alltag und auch in den Zukunftsoptimismus von Millionen. Denn die Kaufkraft zahlreicher Bürger ist deutlich gesunken, und Prognosen zur Wirtschafts-Entwicklung sehen nach dem enttäuschenden ersten Quartal 2020 bereits auch einen Rückgang der Profite im zweiten Quartal vor.

Doch zumindest in Deutschland hat die Corona-Pandemie, Experten aus der Immobilienwelt zufolge, mittelfristig doch keinen großen Einbruch auf dem Markt beschert. Zwar gab es kurzfristig Ängste, dass sich die Mieten und Hauspreise nach Unten entwickeln könnten, und es gab vorübergehend erhebliche Erschwernisse notarieller Termine und maklerischer Vermittlungsarbeit, aufgrund der Kontaktbeschränkungen und vieler Unsicherheiten.

Doch nun, in einer Zeit der Lockerungen, scheint sich auch der Immobilienmarkt wieder zuverlässig zu erholen und die Schatten der jüngsten Vergangenheit sind vorbei. Nicht nur das: der Immobilienverband Deutschland (IVD) berichtet, dass es sogar in Kürze wieder einen Aufwärts-Trend bei Haus- und Wohnungskauf geben wird.




Warum Corona die Investitionslust bei Immobilien senkt…

Bei zehn Millionen Kurzarbeitern allein in Deutschland sollte es nicht verwunderlich sein, dass die Investitionslust in hochpreisige Güter wie Häuser und Wohnungen sinkt. Dazu kommt, dass durch den Budget-Verlust in vielen deutschen Haushalten durch die verminderten Einkünfte Sparen angesagt ist und dadurch das Rückzahlen von Krediten nicht mehr möglich sein könnte und Hausfinanzierungen „platzen“, wie man so spöttisch sagt, was aber im Einzelfall durchaus eine mittlere Tragödie sein kann.

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Solche Liquiditätsprobleme sind derzeit in vielen Familien Alltag und könnten schon sehr bald das Ende mancher Kreditverträge oder auch mancher Mietsituation bedeuten, sofern Sofortkredite vom Staat nicht ausreichen, um die entstandene Lücke zu füllen. Außerdem gibt es wegen der vielerorts noch gültigen Kontaktsperren und Abstandsregeln auch weniger Umzüge, was eine weitere praktisch-dynamische Veränderung des deutschen Mietmarktes darstellt.

Es müssten also weniger Objekte „im Umlauf“ sein oder auf dem Markt bewertet werden, und die Preistendenz könnte angepasst an die verringerten Möglichkeiten potentieller Mieter und Käufer sinkend sein. Doch das ist grundsätzlich nicht der Fall.

…und warum der Immobilien-Markt dennoch ein Plus verzeichnet

Wohnen muss der Mensch doch immer, auch in einem Ausnahme-Jahr – es ist ein existenzielles Grundbedürfnis. In Deutschland ist der Mietmarkt und Kaufmarkt für Immobilien noch immer, verglichen mit anderen europäischen Ländern, auf einem hohen Niveau, und auch der Gesetzgeber unterstützt durch zahlreiche Initiativen die Investition in die eigenen vier Wände, oder macht durch Sofortkredite und weitere zusätzliche Hilfs-Pakete (sollte der Standard-Kredit nicht reichen) säumigen Mietern die Mietzahlung möglich auch angesichts der Ausnahmesituation.



Mehr noch, der Immobilienverband Deutschland (IVD) erwartet, dass die Mieten langfristig nicht nur stabil bleiben, sondern sogar steigen, denn die Mieten für Bestandswohnungen in diesem Jahr könnten voraussichtlich um 2,5 Prozent bis 3 Prozent höher werden. Der Grund ist, dass die allgemeinen Lebenshaltungskosten nicht stabil sind, sondern sich dynamisch entwickeln und der Mietmarkt eine Anpassung erfordert, die in vielen Fällen auch gerechtfertigt ist.

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Die Gesamtsumme der Transaktionen auf dem Markt würde zwar im dritten und vierten Quartal 2020 sichtbar zurückgehen, prognostiziert der Verband, doch die Dynamik verschiebt sich hier – Mieter, die Liquiditätsprobleme haben, könnten in naher Zukunft durch Käufer ersetzt werden.

Zusammenfassung

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) meldet trotz der grassierenden COVID-19-Pandemie ein anhaltendes Interesse der Deutschen daran, Eigentum in Stein und Beton zu erwerben. Der Grund ist, dass – gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten – die Investition in feste Kapitalanlagen wie Immobilien hoch im Kurs steht. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist, dass viele Banken noch immer mit historisch niedrigen Zinsen bei Finanzierungen handeln.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch microstock3D
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