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Stuttgart ist teurer als München: Neue Mietpreisanalyse in Deutschland zeigt Preissteigerung

Redaktion 9. Dezember 2019
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München ist die teuerste Stadt in Deutschland? Nein – diese Information ist nicht mehr aktuell. Eine neue Studie, welche Mieten in ganz Deutschland miteinander vergleicht, hat herausgefunden, dass München als „Stadt der Schickeria“ längst überholt wurde von Stuttgart, denn hier sind die Mieten mittlerweile bundesweit am teuersten.

Das Forschungs- und Beratungsunternehmen für Wohnen, Immobilien und Umwelt (F+B) hat herausgefunden, dass der Durchschnittspreis pro Quadratmeter Wohnfläche in der Schwaben-Metropole inzwischen bei 10,41 Euro liegt. In München hingegen zahlt man noch weniger, sofern man sich nicht ausgerechnet Dachau oder Karlsfeld ausgesucht hat – dort liegen die Mieten bei 10,86 Euro pro Quadratmeter. Die aktuelle Studie hat auch noch weitere interessante Ergebnisse gezeigt.




Die aktuellen Top-Ten des teuren Wohnens

Nicht nur hat Stuttgart München überholt, was die durchschnittliche Miete angeht, auch die übrigen Spitzenreiter in Sachen Miete liegen ausschließlich in Deutschlands Süden, in Bayern oder Baden-Württemberg. Hier ist Wohnen richtig teuer und Quadratmeterpreise zwischen acht und elf Euro sind an der Tagesordnung. Das Forschungs- und Beratungsunternehmen für Wohnen, Immobilien und Umwelt (F+B) hat eine Liste der zehn teuersten deutschen Städte und Gemeinden für Mieter erstellt, die sich wie folgt liest: Karlsfeld (teuerste Gemeinde), Stuttgart (teuerste Großstadt), Leinfelden-Echterdingen, Germering, Dachau, München, Tübingen, Ludwigsburg, Erding, Ditzingen.

Auf Platz elf bis zwanzig stehen Großstädte, die für teures Wohnen bekannt sind, wie Hamburg. Konstanz am Bodensee, Düsseldorf,  Wiesbaden und Frankfurt am Main – insofern gibt es keine große Überraschung. Das Beratungsunternehmen F+B stellte auch fest, dass die alte Faustregel, raus aufs Land zu ziehen, um günstiger mieten zu können, ihre Geltung verloren habe. Viele der teuersten Gemeinden in den Top Ten des Mietens sind als ländlich anzusehen, was bedeutet, dass Mieter hier im Vergleich zur Stadt nicht unbedingt sparen können.

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Woher stammt diese unerwartete Entwicklung, die sich zum neuen Dilemma für Mieter auswachsen könnte? Auch darauf haben Sprecher der Beratungsfirma eine Antwort: das konstant hohe Preisniveau in den Großstädten habe schon seit Jahren zu einer Ausweichbewegung vieler Mieter geführt, die sich zunehmend im ländlichen Raum, um den „Speckgürtel“ der Ballungsräume ansiedelten. Doch auch dort sei mittlerweile der Platz begrenzt und das Preisniveau gestiegen, da Bauland knapp ist und nicht in demselben Maß neuer Wohnraum geschaffen werden kann, wie die Nachfrage steigt.




Selbst Berlin ist günstiger: Wohn-Oasen der kleinen Preise

Anders sieht es in Berlin aus, besagt die Studie: rund 7 Euro Miete pro Quadratmeter Wohnfläche machen das Mieten in der Hauptstadt für viele Mieter noch zu einem erschwinglichen Vergnügen, vergleicht man, was man in anderen, südlicheren Großstädten zahlen müsste. Das Problem in Berlin sei eher die fehlende Kaufkraft als die Miete, da das Lohnniveau in der Spree-Metropole deutlich niedriger ist als im Bundesdurchschnitt – und zudem ein Engpass an verfügbaren Wohnungen auf dem Markt.

Grundsätzlich zeigt die Studie, dass Mietwohnungen im Süden Deutschlands teuer sind als im Norden, sowie auch, dass sie im Westen teurer sind als im Osten. Diese Tendenz besteht zwar schon seit Jahren, hat sich aber nochmals bestätigt. Eine kleine positive Entwicklung lässt sich jedoch auch aus der Studie ablesen: bundesweit sind die Vergleichsmieten im Jahr 2019 um 1,8 Prozent gestiegen – im Jahr 2018 waren es noch 2,2 Prozent. Mieter können also ein wenig aufatmen – je nachdem, wo in Deutschland sie wohnen, machen sich auch Prozentbruchteile im Mietniveau bemerkbar.

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Zusammenfassung

Was das Mieten angeht, galt München lange Zeit als teuerste Stadt Deutschlands, doch Stuttgart hat der Bayern-Metropole den Rang abgelaufen und ist mittlerweile kostspieliger. Eine aktuelle Studie vom Forschungs- und Beratungsunternehmen für Wohnen, Immobilien und Umwelt (F+B), das eine Vergleichsanalyse deutscher Mieten angestellt hat, zeigt sowohl die zehn teuersten Städte Deutschlands, als auch generell ein deutliches Süd-Nord- und West-Ost-Gefälle auf.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch JL-Pfeifer
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