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Unternehmer verantwortlich für Prüfung elektrischer Anlagen

Wohnungsmarkt24 21. April 2020
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Jeder Unternehmer, in dessen Firma elektrische Betriebsmittel vorhanden sind und betrieben werden, ist von Gesetz wegen verpflichtet, die Prüfung einer elektrischen Anlage und Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel gemäß der einschlägigen Rechtsnormen in regelmäßigen und ebenfalls gesetzlich vorgeschriebenen Zeiträumen durchzuführen. Ziel ist dabei nicht nur die Betriebssicherheit in Bezug auf die Sachwerte des Unternehmens und die Umgebung, sondern vorrangig natürlich auch die Arbeitssicherheit der im Betrieb arbeitenden Mitarbeiter. Verstöße gegen die Verpflichtung, elektrische Betriebsmittel zu prüfen, können für den Unternehmer erhebliche Rechtsfolgen in Form von Geldbußen oder der Übernahme der Kosten für Behandlung und Schmerzensgeld bei Unfällen nach sich ziehen.




Es gibt verschiedene Vorschriften, die die Prüfung von elektrischen Betriebsmitteln genau regeln. Dazugehört zum Beispiel die DGUV Vorschrift 3. Diese Vorschrift verpflichtet den Unternehmer, alle elektrischen Betriebsmittel regelmäßig fachgerecht prüfen zu lassen. Dazu gehören nach der Definition in der Vorschrift alle elektrischen Anlagen, die entweder mit elektrischem Strom betrieben werden oder auch diesen transportieren oder Informationen elektrisch verarbeiten. Dabei können diese elektrischen Betriebsmittel und Anlagen ortsfest oder auch ortsveränderlich sein. Das bedeutet, dass nicht nur fest installierte stationäre Anlagen darunterfallen, sondern auch Kleingeräte, die mobil sind und zum Beispiel im Betrieb an unterschiedlichen Stellen eingesetzt werden. Weitere Hinweise zu den einzelnen Prüfvorschriften finden sich auch unter folgenden Links:

Speziell auf die Bestimmungen zu den ortsveränderlichen Anlagen finden sich hier weitere Informationen:

Zu den elektrischen Betriebsmitteln, die regelmäßig zu prüfen sind, gehören auch ortsfeste Anlagen. Dazu gibt es hier weitere Informationen, wie diese Vorschriften genau ausgeformt sind.

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Ein Unternehmer kann die vorgeschriebenen Prüfungen entweder selbst ausführen oder diese an fachlich kompetente Personen delegieren. In den meisten Fällen wird der Unternehmer entweder keine fachliche Kompetenz zur Wahrnehmung dieser Prüfungen nach den Vorschriften haben, oder auch aus Zeitgründen dafür qualifizierte Personen auswählen. Das können entweder Elektrofachkräfte sein, die im eigenen Betrieb tätig sind und die Kompetenz zur Prüfung der elektrische Anlage nach diesen Vorschriften haben. Dazu muss eine Elektrofachkraft eine Ausbildung im elektrotechnischen Bereich aufweisen und auch Berufserfahrung mit den zu prüfenden Geräten oder Anlagen haben. Alternativ ist auch ein Bachelor oder Master Abschluss für Elektrotechnik auf dem Gebiet der Prüfung möglich. In Einzelfällen können auch elektronisch unterwiesene Personen unter Aufsicht einer Elektrofachkraft die Prüfung durchführen. In den meisten Fällen wird der Unternehmer aber eine externe Fachfirma mit der Prüfaufgabe beauftragen.




Es gibt extra Dienstleister, die in den Firmen diese Prüfaufgaben mit eigens darin spezialisiertem Personal durchführen. Der Unternehmer ist aber verpflichtet, eine Firma auszuwählen, die auch alle Berechtigungen zu dieser Elektroprüfung hat. Die Prüfungen müssen außerdem nicht nur genau nach den Vorschriften und in dem vorgeschriebenen Zeitabstand durch geführt werden, sondern auch rechtssicher dokumentiert werden. So kann der Unternehmer im Falle einer Kontrolle oder eines Unfalls mit elektrischen Betriebsmitteln auch nachweisen, dass ihn kein Verschulden trifft, weil er seine Prüfpflichten nach DGUV V3 und anderen Vorschriften wahrgenommen hat. Dazu gehört auch die Durchführung durch eine Fremdfirma.

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch SB7
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