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Ratgeber

Vorsicht Falle: Wohnungsmangel macht es Betrügern immer leichter

Wohnungsmarkt24 19. Februar 2018

In Zeiten, in denen Wohnungsinteressenten für eine Besichtigung meterweit auf der Straße Schlange stehen, haben es auch Schwindler immer leichter. Die Behörden warnen jetzt vor einer neuen Masche auf dem Wohnungsmarkt. Auf Internetportalen bieten Betrüger Wohnungen an, die es gar nicht gibt.

Immer die gleiche Masche: Kautionszahlung ohne persönlichen Kontakt

Wenn das Angebot zu verlockend ist, der Preis zu niedrig und der Vermieter aus irgendwelchen Gründen nicht persönlich zu treffen ist – dann sollten die Alarmglocken unbedingt klingeln. Die Wohnungsnot macht es Betrügern derzeit leicht, Opfern eine Kaution für eine Wohnung zu entlocken, die es gar nicht gibt.

Die Masche ist oft ähnlich: Der angebliche Mieter sitzt im Ausland, weswegen er die Schlüssel nicht persönlich übergeben könne. Die Kaution soll dennoch vorher überwiesen werden. Meist haben die Opfer auf ihrer verzweifelten Suche nicht mehr als Fotos von der angeblichen Wohnung gesehen. Ist das Geld überwiesen, ist es meist auch futsch. Die Betrüger wechseln im Rekordtempo Anschriften und Kontaktdaten. In manchen Fällen nutzen die Schwindler sogar die Identität realer Personen, damit sie über Suchmaschinen auch zu finden seien. Das erhöhe die Glaubwürdigkeit.




Die Zahl solcher Betrugsfälle ist einzeln statistisch nicht erfasst und wird der Rubrik “klassischer Betrugsdelikt” zugeordnet. Dennoch häuft sie sich in letzter Zeit. Experten gehen davon aus, dass rund 250 solcher unseriösen Inserate pro Woche im Internet auftauchen. In manchen Fällen wird die gleiche Anzeige mehrfach eingestellt. Wer sichergehen will, nicht auf solch ein verlockendes Angebot hereinzufallen, sollte die Angaben daher genau prüfen.

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Schutz vor Betrug bei Wohnungsanzeigen: Tipps und Tricks

Wohnungsbesichtigungen vereinbaren

Vor Betrug schützen! Wohnungsbesichtigungen vereinbaren.

Der beste Schutz ist, eine Kaution erst zu zahlen, wenn Sie sicher sind, dass es sich beim Vermieter um eine reale Person mit einer echten Adresse handelt.

Wer hier keinen Fehler machen will, kann einen Blick ins Grundbuch werfen. Das ist über einen Anwalt, einen Notar oder einen Mietverein gegen eine kleine Gebühr möglich.

Die Besichtigung der Mietwohnung zeigt zudem, dass diese auch tatsächlich existiert. Auch in der größten Verzweiflung sollten Sie sich nicht mit “nur Fotos” zufriedengeben.

Zudem informieren Experten: Eine Kaution ist üblicherweise erst fällig, wenn der Mietvertrag vorliegt. Das Geld würde dann ebenso auf entsprechende Kautionskonten überweisen – nicht auf das Privatkonto des Vermieters.

Opfer geworden? Chancen auf Aufklärung stehen schlecht

Ist das Geld überwiesen und der Betrug zu spät festgestellt, stehen die Chancen schlecht, die vermeintliche Kaution wieder zu bekommen. In den meisten Fällen haben die Behörden kaum Möglichkeiten, die Betrüger zu ermitteln, da nur selten ein persönlicher Kontakt stattgefunden hat. Dennoch sollte unbedingt eine Strafanzeige bei der nächsten Polizeidienststelle gestellt werden.




Auf der Seite der Internetportale sind die Bemühungen ebenso groß, solche betrügerische Angebote zu entdecken und auszusortieren. Mitarbeiter sichten die Anzeigen regelmäßig und überprüfen sie auf betrügerische Merkmale. Verdächtige Angebote könnten ebenso gemeldet werden. Bestätigt sich der Verdacht, wird das Inserat gesperrt. Doch auch die Betrüger entwickeln sich immer weiter. Daher sollte jeder Wohnungssuchende in seiner eigenen Verantwortung vorsichtig handeln.

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Zusammenfassung

Der angespannte Wohnungsmarkt macht es Betrügern immer einfacher. Auf Internetportalen werden fiktive Wohnungen und Zimmer angeboten, die in Wirklichkeit nicht existieren. Die Schwindler fordern zu einer frühzeitigen Kautionszahlung auf. Ist diese getätigt, ist das Geld meist futsch – und der Betrüger über alle Berge.

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch LianeM
Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch goodluz