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Wohninvestment: B-Städte wie Leipzig, Dresden und Bamberg werden immer attraktiver

Wohnungsmarkt24 12. Februar 2018
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In Zeiten von Rekordpreisen auf dem Immobilienmarkt sind Immobilien als Kapitalanlage in den sogenannten A-Städten des Landes für so manchen kaum noch erschwinglich. Das hat nun auch ein höheres Interesse in den B-Standorten zur Folge. Hier wurde seit Anfang des Jahres ein gestiegenes Transaktionsvolumen verzeichnet.

Transaktionsvolumen: Marktbericht zeugt von gestiegenen Umsätzen

Wohnimmobilien in B-Städten wie Dresden, Bremen, Leipzig, Karlsruhe und Nürnberg werden immer gefragter. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht “Investment Market Monthly” des Immobiliendienstleisters Savills hervor. Im Januar 2018 wurde hier ein Anstieg des Transaktionsvolumens um 149 Prozent verzeichnet, während in den A-Städten wie Berlin, Hamburg und München sogar weniger investiert wurde. Hier sank das Transaktionsvolumen um 76 Prozent. Insgesamt wurden den Experten zufolge 416 Millionen Euro umgesetzt, wovon bereits 96 Millionen in die B-Städte flossen. 489 Objekte wurden dem Bericht zufolge in deutschen B-Standorten im Januar verkauft – ein Anstieg von 15 Prozent gegenüber dem ersten Monat des Vorjahres.



Preisanstieg: B-Standorte könnten sich weiter verteuern

B-Standorte haben durchschnittlich 450.000 Einwohnern und dennoch eine hohe Liquidität. Laut Klassifizierung sind das Großstädte mit nationaler und regionaler Bedeutung. Spitzenmieten sind hier bei mindestens 12 Euro pro Quadratmeter zu finden. Gleichzeitig liegen die Preise jedoch rund 44 Prozent unter denen der A-Metropolen.

Noch. Denn die aktuelle Entwicklung könnte auch hier einen Preisanstieg bei den Immobilien zur Folge haben. Auch werden immer kleiner Objekte zunehmend als attraktiv wahrgenommen: Mikro- und Studentenwohnungen sind vermehrt auf dem institutionellen Investmentmarkt zu finden. B-Städte könnten durch diese Entwicklung weiter wachsen. Die starke Nachfrage heizt auch den Bauboom weiter an. Die “geheimen Perlen” oder “Hidden Champions” des Immobilienmarktes könnten sich dadurch aus dem Geheimtipp-Status heraus entwickeln.

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Hohe Mietrendite in B-Städten: Attraktivität von Leipzig, Dresden und Bamberg steigt

Ein Grund für den gesteigerten Umsatz in den B-Städten ist unter anderem eine deutlich bessere Mietrendite: Durch die niedrigeren Kaufpreise präsentieren sich die Einnahmen für zukünftige Vermieter rentabler. Laut dem für Immobilienbewertung bekannte Forschungsinstitut “Empirica” könne in Bremen beispielsweise mit einer Rendite von 4,1 Prozent gerechnet werden. Mannheim biete 3,9 Prozent und Chemnitz oder Oberhausen sogar 4,9 Prozent – die höchste Rendite in der Untersuchung.

Immobilienmarkt in Bamberg

Der Immobilienmarkt in Bamberg eingeschlafen? Sicher nicht!!

Dem gegenüber stehen jedoch verhaltene Prognosen für Zuzügler in manchen B-Städten. Zuzügler sorgen für eine steigende Wohnungsnachfrage und damit auch für steigende Mieten. “Empirica” misst dies im sogenannten Schwarmfaktor, der mindestens 60 Prozent erreichen sollte. Für Oberhausen und Chemnitz liegt dieser jedoch nur bei 36 Prozent. Die Prognosen für Hamburg, Berlin und München seien deutlich besser. Die C-Stadt Potsdam ist hingegen mit 80 Prozent für Zuzügler am attraktivsten.




Gute Voraussetzungen biete in beiden Kategorien Leipzig. Hier liegt die Rendite bei 42 Prozent und der Schwarmfaktor bei 73 Prozent. Der Rivale Dresden könne ebenso mit guten Werten aufwarten. Aber auch Bamberg würde immer interessanter für Immobilienkäufer.

Zusammenfassung

Es muss nicht immer Hamburg, Berlin oder München sein. Kapitalanleger, die auf dem Immobilienmarkt investieren, schauen immer mehr nach Objekten in B-Städten wie Bremen, Dresden oder Oberhausen. Das könnte das Preisgefällen zu den A-Städten schmelzen lassen.

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Velishchuk Yevhen

Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch LaMiaFotografia