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Deutschland, deine Mieten: Die teuersten Wohnungen für Singles

Redaktion 14. Februar 2021
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Die Anzahl der Single-Haushalte in Deutschland nimmt seit den neunziger Jahren stetig zu, melden demographische Institute. Die Gründe hierfür sind die immer länger andauernde fachliche oder akademische Ausbildung, die längeren Studienzeiten und die wachsende Mobilität, die eine Eheschliessung und Familiengründung immer weiter biografisch in die Zukunft verschiebt. Jedoch sind junge Arbeitnehmer demographisch betrachtet nicht die einzige Gruppe, welche die Single-Haushalte in Deutschland ausmacht.

Auch die in den Metropolebereichen mittlerweile auf bis zu fünfzig Prozent gestiegene Scheidungsrate und die dadurch entstehenden Haushalts-Auflösungen führen zu einem größeren Anteil an Singles, meist im mittleren Alter. Hinzu kommt die eigentlich positive Nachricht der gestiegenen Lebenserwartung, welche insbesondere bei den Frauen in Deutschland mittlerweile statistisch bei über 77 Jahren liegt. Das bedeutet jedoch, dass auch immer mehr Frauen ihren Partner überleben.

Alle diese Singles – Studenten und junge Arbeitnehmer, Geschiedene und alte Menschen – haben trotz der Verschiedenheit eins gemeinsam: sie suchen bezahlbaren Wohnraum. Wir haben daher die durchschnittlichen Preise für Single-Wohnungen in beliebten deutschen Großstadtregionen und verglichen.



Wie viel kostet eine durchschnittliche Single-Wohnung?

Die durchschnittliche Single-Wohnung ist laut dem Statistischen Bundesamt 68 Quadratmeter groß und verfügt insofern meist über die klassische Aufteilung Küche, Bad und zwei Zimmer. Extras wie Balkon und Garage oder Tiefgaragenstellplatz sind in den Berechnungen des Bundesamts nicht inkludiert. Für eine Wohnung dieser Größe, bei mittlerer Ausstattung, muss ein Single in deutschen Großstädten jedoch schon recht gut verdienen, damit die Miete keine unverhältnismäßige Belastung wird.

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Bei der Berechnung des Verdienstes, der für die Miete ausreichen soll, wird folgender Verteilungsschlüssel genommen: die Gesamtmiete inklusive Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas, W-LAN, Hausmeisterservice) darf nicht mehr als dreißig Prozent des Bruttoeinkommens betragen. Denn wer statistisch gesehen mehr als diese dreißig Prozent für seine Miete ausgeben muss, gilt den Behörden als „wohnungsarm“.

Das sind, den offiziellen Daten zufolge, diejenigen Bürger, die sich die Wohnung eigentlich nicht leisten können, weil mit dem verbleibenden Budget nicht genug übrigbleibt, um die sonstigen Lebenshaltungskosten zu bestreiten, sowie die gestiegenen Beiträge für Krankenkassen, Pflege- und Rentenversicherung.

So viel müssen sie verdienen, um sich die Miete leisten zu können

Der Postbank Wohnatlas 2020 hat gezeigt, dass Metropolregionen wie München und Heidelberg bundesweit Spitzenreiter sind, was die Mieten für Wohnungen und speziell für Single-Apartments angeht. Zudem können die Werte dieser Berechnung, mit einer Anpassung der um 1,3 Prozent gestiegenen Krankenkassenbeiträgen, auch für 2021 fortgeschrieben werden. Der Wohnatlas zeigt die Deutschland-Karte mit roten und grünen Schattierungen: rot sind hier die Hochpreis-Regionen für Immobilien, grün die Niedrigpreis-Regionen.




Erwartungsgemäß ist der Süden rot, also hochpreisig bei Wohnungen: rund 63.492 Euro jährliches Bruttoeinkommen oder mehr muss man aufweisen, um sich in München, Heidelberg oder Stuttgart und Umgebung eine Single-Wohnung leisten zu können. Anders die nördlichen Regionen wie Schleswig-Holstein (Flensburg) oder ostdeutsche Bundesländer wie Sachsen, denn da ist ein Jahresbrutto von rund 34.085 Euro ausreichend, um die Zwei-Zimmer-Wohnung zu finanzieren.

Fazit: Singles müssen heutzutage gerade in den südlichen deutschen Großstädten überdurchschnittlich gut verdienen, um sich ihre eigene Wohnung problemlos leisten zu können, ohne als „wohnungsarm“ zu gelten, also als Person, deren Miete das monatliche Budget über Gebühr strapaziert. Auch ein sechsstelliges Jahreseinkommen reicht in manchen Städten nicht aus, um die durchschnittlich 68 Quadratmeter große Wohnung ohne Einbußen am Lebensstandard zu finanzieren.

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Zusammenfassung

Die Nachfrage nach verfügbaren Single-Wohnungen in Deutschland ist aufgrund der demographischen Entwicklung hin zu mehr Alleinwohnenden in allen Altersgruppen stetig gestiegen. Dieser großen Nachfrage steht jedoch auf dem Immobilien-Markt ein eher knappes Angebot entgegen, da bundesweit weniger gebaut wird, als Wohnraum nachgefragt ist. Eine aktuelle Studie, der Postbank Wohnatlas 2020, zeigt, wie viel man als Single verdienen muss, um sich ein Apartment durchschnittlicher Größe in einer der gefragten Deutschen Metropolregionen leisten zu können.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch Antonio Guillem
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