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Immobilienmarkt News

Suchanfragen verraten Trends: Wohnungskauf so beliebt wie nie

Redaktion 29. März 2021
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Suchbegriffe in gängigen Suchmaschinen wie GOOGLE geben an, welche Trends in der Gesellschaft gerade wichtig sind – und der häufigste Suchbegriff im Februar 2021, sagt eine Auswertung vom 16. März 2021. Auf der Website Kryptoszene.de wurde analysiert, welche Suchbegriffe in Deutschland im benannten Zeitraum am häufigsten vorkamen, und eindeutig handelte es sich um Immobilien und Kombinationen von Suchbegriffen mit Immobilien und Kauf.

Diese Zeichen der Zeit seien aussagekräftig, meinen die Macher der Website, die sich mit Trends auf den Märkten auskennen und verstehen, dass Suchbegriffe die digitalisierten Vorreiter der Nachfrage sind, welche auf Märkten nach passenden Angeboten suchen. Doch es gibt noch wesentlich mehr zum neuen Hype auf Wohnungen zu berichten, als nur die absehbare Tatsache, dass die Nachfrage offensichtlich gestiegen ist – trotz der ebenfalls gestiegenen Preise.

Ein kleiner Überblick über die rasante Entwicklung des deutschen Immobilienmarkts, seine Preise und Perspektiven auch nach, während und mit Corona.



Massive Google-Anfragen nach dem Suchbegriff „Wohnung kaufen“

In Deutschland beträgt die statistische Eigenheim- oder Wohneigentumsquote 42,1 Prozent: das heißt, weniger als die Hälfte der Bundesbürger lebt im Wohneigentum, die überwiegende Mehrzahl mit 57,9 Prozent sind Mieter (Datenquelle: Statistisches Bundesamt). Im binneneuropäischen Vergleich ist diese Wohneigentumsquote aber nicht viel, denn Deutschland gehört europaweit nicht zu den Spitzenreitern, was das Wohnen im eigenen Heim angeht – es ist ein Land von Mietern.

Immer mehr Mieter wollen jedoch gegenwärtig diese Situation ändern, und das bedeutet konkret, aus der Mietwohnung ausziehen und ins Eigenheim oder in die Eigentumswohnung einziehen. Die Suchanfragen, die im Internet gestartet werden, haben immer häufiger die Begriffe „Immobilie kaufen“, „Haus kaufen“ oder „Wohnung kaufen“ im Betreff, so dass ein klarer Trend absehbar ist: vom Mieten zum Kaufen.

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In zehn, fünfzehn Jahren, schätzen Experten, wird sich die noch niedrige Wohneigentumsquote in Deutschland erheblich erhöht haben können. Nur: kann sich das auch jeder leisten, der jetzt den Traum vom mietfreien Wohnen träumt?

So viel kostet der Traum vom Eigentum

Die durchschnittlichen Quadratmeter-Kosten in Deutschland sind seit 2017 explodiert – bis zu 4000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche müssen es in vielen Städten schon sein; Spitzenmetropolen wie München oder Stuttgart, die derzeit teuerste Stadt der Bundesrepublik, liegen mit dem Doppelten dieses Kostensatzes weit darüber. Solche Anschaffungskosten für die eigenen vier Wände kann sich der Durchschnittsverdiener meist nicht leisten, doch die niedrigen Zinsen bei den Banken geben vielen Hoffnung, die Kredite zurückzahlen zu können.




Konkret sieht die Preissteigerung für die Eigentumswohnung so aus: 2020 lag der Preis für einen Quadratmeter Wohnraum (bundesdeutscher Mittelwert bei einer Immobilie mit 30 m²-Fläche) bei stolzen 4.021 Euro. Zum Vergleich: im Jahr 2011 waren es lediglich 1.411 Euro. Der Preisanstieg beträgt also unglaubliche 185 Prozent, fast 200 Prozent, was bedeutet, dass sich die Kosten für die eigene Wohnung mehr als verdreifacht haben.

Und diese Rechnung geht, wie erwähnt, nur in „normalen“ Großstadtlagen auf, denn in besonders gefragten Szenevierteln oder reichen Gegenden mit hervorragender Infrastruktur kann selbst dieser Quadratmeterpreis sich durchaus auf das Doppelte steigern. Dennoch sind die Nachfragen nach verfügbarem Wohnraum nach wie vor groß, so dass Experten damit rechnen, dass sich die Preise für Wohnungen in Deutschland horizontal entwickeln, also gleichbleibend stabil sind. Auch deswegen investieren heute viele Bürger in das begehrte Betongold, da mit Senkungen für Kaufpreise vorerst nicht zu rechnen ist.

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Zusammenfassung

Kaum ein Suchbegriff wurde in den vergangenen Wochen des Vorfrühlings 2021 so häufig abgefragt wie „Wohnung kaufen“ – der Trend, Wohneigentum zu erwerben, steigt in Deutschland steil an. Was jedoch auch steil ansteigt, sind die Preise, denn der Quadratmeter Wohnfläche kostet aufgrund des Unterangebots an verfügbaren Apartments in deutschen Metropolregionen schon um 4000 Euro und darüber, was für viele Eigenheimbesitzer in spe ein massives Problem darstellt.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch fizkes
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