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Wie teuer wird das Wohnen der Zukunft? Analysen zur Preisentwicklung bei Mieten

Redaktion 7. Juli 2020
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Die konjunkturellen Schwankungen auf dem Immobilienmarkt in Deutschland sind stets von wirtschaftlichen und politischen Makroentwicklungen abhängig. Nach der weltweiten Finanzkrise 2007 hat es bei bundesdeutschen Immobilien zunächst jahrelang eine Stagnation bei den Preisen für Miete und Kauf gegeben, dann jedoch einen drastischen Kursanstieg.

Insgesamt haben sich Immobilien in Deutschland seit 2017 erheblich verteuert, insbesondere in den gefragten Metropolregionen, aber auch im ländlichen Bereich – Spitzenreiter sind Ballungszentren wie München und Berlin, wo Mieten um mehr als 50 Prozent gestiegen sind. Doch interessanter als die Analyse der Vergangenheit ist die potentielle Situation der Zukunft? Was geschieht nach Corona, und wie teuer wird das Wohnen 2030?




Krisen bringen Konjunktureinbrüche – gefolgt von Konjunkturhochs

Das Analysehaus Empirica hat nun aktuelle Zahlen vorgelegt, welche die progressive Entwicklung der Immobilienpreise nach der Finanzkrise 2007 – und prospektiv nach der Corona-Situation 2020 – darstellen. Die bekannte Finanzkrise von 2007 hatte den bundesweiten Immobilienmarkt zunächst eingefroren bis zum Jahr 2012. Damals stiegen erstmals wieder Mieten und Kaufpreise. Vom ersten Quartal 2012 bis zum ersten Quartal 2020 sind, den Daten von Empirica zufolge, die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland im Schnitt um 55 Prozent gestiegen.

Das bedeutet, dass ein kleines Reihenhaus, das 2011 noch rund 200.000 Euro wert war, im Folgejahr für über 300.000 Euro verkauft werden konnte; allerdings bedeutet das auch, dass die Miete für eine Dreizimmerwohnung im Randbezirk von Hamburg von 1200 Euro auf 1800 Euro steigen konnte. Diese Entwicklungen haben viele Mieter empfindlich zu spüren bekommen, wie auch Investoren.

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Doch trotz der gestiegenen Preise hat das Investoren-Fieber in Deutschland nicht nachgelassen, da mehr und mehr Privatleute erkannt haben, dass Immobilien eine Kapitalanlage mit ersichtlicher Wertsteigerung sind. Die große Frage, die alle beschäftigt – ob Mieter, Makler oder Investoren – ist nun, ob die Corona-Pandemie eine ähnliche Auswirkung auf den Markt haben wird wie die Finanzkrise 2007, und ob nach einer anfänglichen Stagnation oder gar einem Rückgang in Kürze dieselben Preissteigerungen zu erwarten sind.

Das Wohnen der Zukunft wird potentiell teurer als erwartet

Natürlich sind Prognosen über zukünftige Entwicklungen, auch wenn sie statistisch so gut gesichert sind wie die sorgfältigen Vergleichswerte und umfangreichen Untersuchungen vom Analysehaus Empirica, im Grunde reine Spekulation. Denn was die Zukunft bringen wird, weiß niemand genau – oder konnte irgendjemand die Corona-Pandemie voraussehen? Doch wenn man die Vergangenheit als Modell für zukünftige Entwicklungen ansieht, wäre in naher Zukunft eine ähnliche Erholung des Marktes für Immobilien absehbar wie nach der Finanzkrise.



Das Analysehaus Empirica betont, dass zudem jetzt schon gesicherte Daten vorlägen, die zumindest in den Großstädten München, Berlin und Hamburg einige weitere Preissteigerungen bei Mieten und Verkäufen als realistisch zeigen. Besonders deutlich seien die effektiven Erhöhungen für Mieten und Kaufpreise bei den stets begehrten Objektkategorien Eigentumswohnung, Einfamilienhaus und Zweifamilienhaus. Das käme daher, dass hier das Angebot generell verknappt sei und die Nachfrage viel höher als das Angebot, was ökonomisch stets eine günstige Situation für Verkäufer und deren Preiswünsche bedeute.

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Vom bundesdeutschen Boom der Immobilienpreise in naher Zukunft sei jedoch Frankfurt ausgenommen, da hier, laut den Experten, eine gewisse Höchstgrenze für Preise bereits erreicht sei und gleichsam die Decke nicht nach Oben verschoben werden könne. Allerdings bedeutet das kein allgemeines Aufatmen für Investoren und Mieter, denn eins zeigt die Prognose genau: der Immobilienmarkt in Deutschland bleibt spannend, und vor allem – dynamisch.

Zusammenfassung

Der Immobilienmarkt in Deutschland, sowie global, ist stets von wirtschaftlichen Großbewegungen wie Finanzkrisen oder Pandemiekrisen abhängig. Interessant für Analysten ist die progressive Entwicklung der Mieten und Kaufpreise nach einer Krise. Experten der Analysefirma Empirica haben nun auf der Grundlage statischer Erhebungen und Vergleichsberechnungen berechnet, was nach Corona auf uns Investoren und Mieter zukommen könnte.




Fotoquelle: www.shutterstock.com/de durch LookerStudio
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